Überlebenskünstler

23. Juli 2017 22:17; Akt: 23.07.2017 22:17 Print

Dank ihm wird es auf der Erde ewiges Leben geben

Solange die Erde noch da ist, so lange dürfte auf ihr auch Leben anzutreffen sein – denn Bärtierchen werden wohl jede denkbare Katastrophe überleben.

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Es ist kaum einen Millimeter gross und dem Menschen in einem Punkt doch haushoch überlegen: das Bärtierchen. Es gilt als praktisch unzerstörbar. Die achtbeinige Kreatur überlebt radioaktive Strahlung und das Vakuum des Weltalls, kommt 30 Jahre ohne Nahrung aus und kann sogar gekocht oder bis fast zum absoluten Nullpunkt heruntergekühlt werden, ohne zu sterben. Und es wird wohl auch jede denkbare Katastrophe, die die Welt ereilen könnte, überleben und damit die Erde noch bevölkern, wenn andere Lebensformen wie der Mensch schon lange ausgestorben sind.

Umfrage
Woran wird die Menschheit untergehen?
19 %
29 %
25 %
17 %
10 %
Insgesamt 3074 Teilnehmer

Das ist das Ergebnis einer Studie der Universitäten Oxford und Harvard. Die Forscher um David Sloan stellten mögliche Bedrohungen für die Erde über mehrere Milliarden Jahre zusammen und untersuchten, welchen Einfluss diese Ereignisse auf das Wohlergehen des Bärtierchens haben könnten. Sie kamen laut einer Mitteilung der Uni Oxford zum Schluss, dass bis zum Ende unserer Sonne kein Ereignis eintreten dürfte, das gravierend genug wäre, um das Bärtierchen auszulöschen.

Ozeane bieten Schutz

Gammastrahlenblitze, die bei einer Hypernova, einer gewaltigen Sternenexplosion, entstehen, könnten zwar der Erde die Ozonschicht und damit den Schutz vor Strahlung aus dem All rauben, dem Bärtierchen aber nichts anhaben, denn dieses ist überall dort zu Hause, wo es feucht ist, also auch in den tiefsten Tiefen der Ozeane. Und dort braucht es die Ozonschicht nicht.

Auch der Einschlag eines grossen Asteroiden könnte einen Grossteil des Lebens auf der Erde auslöschen, wenn als Folge der Himmel so verdunkelt würde, dass keine Sonnenstrahlen mehr durchkommen, oder gar die Atmosphäre weggeblasen würde. Doch die Bärtierchen tief unten im Meer würde auch das kaltlassen.

Unwahrscheinliche Katastrophen

Die Forscher sehen nur drei Ereignisse, die vor dem Ende der Sonne unseren Planeten sterilisieren könnten und damit auch die Bärtierchen dahinraffen würden. Sie müssten gewaltig genug sein, um die Ozeane verdampfen zu lassen. Das könnte ein sehr naher Gammastrahlenblitz sein, der seinen Ursprung weniger als 40 Lichtjahre entfernt hat. Oder eine Supernova, die sich weniger als 0,14 Lichtjahre von der Erde weg abspielt. Beide Szenarien sind laut den Forschern höchst unwahrscheinlich.

Schliesslich könnte auch ein gewaltiger Asteroideneinschlag alles Wasser der Erde verdampfen lassen. Doch es gibt im Sonnensystem nur 12 Asteroiden und Zwergplaneten, die dafür gross genug sind, und jeder von ihnen befindet sich auf einer stabilen Umlaufbahn um die Sonne. Eine Kollision mit der Erde ist ausgeschlossen.

Das endgültige Ende

Damit bleibt nur das Ende der Sonne. Die Sonne wird sich in etwa 7,6 Milliarden Jahren zu einem Roten Riesen entwickeln und dabei wahrscheinlich die Erde verschlucken. Schon zuvor dürfte die grösser werdende Sonne aber für so hohe Temperaturen auf der Erde sorgen, dass die Ozeane verdampfen und der Planet schliesslich sterilisiert wird. Und dann, aber erst dann wird auch das Bärtierchen aufgehört haben zu existieren.

(jcg)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tos1981 am 23.07.2017 22:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    trost-tierchen

    immerhin etwas, das wir bestimmt nicht totkriegen :)

  • Tier Schützer am 23.07.2017 22:38 Report Diesen Beitrag melden

    Rettet die Bärtierchen

    Bringt ein Bärtierchen Pärchen auf den Mars.

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  • Ichdenke Andich am 23.07.2017 22:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Natur ist klüger als der Mensch

    Die unvernünftige Menschheit vernichtet sich selbst, weil sie sich unbedacht vermehrt und mit der zunehmenden Überbevölkerung die Luft zum Atmen raubt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Marko0912 am 24.07.2017 20:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schwarzes Loch!!

    Was ist mit ein Schwarzes Loch? das wird das kleine ding sicher nicht Überleben!

  • Mandrlo iz Splita am 24.07.2017 20:06 Report Diesen Beitrag melden

    Bär-Tierchen und BVG & Reform 2020

    Die Bär-Tierchen sind wegen Langleberisiko oder Nicht-Sterbe-Wollen-Risiko wohl bei keiner PK der Schweiz bzw. der Welt versicherbar... aber solange sie brav die Sparprämien einzahlen... die BT wären doch auch ideale Kloster-Bewohner...

  • Die weise Grossmama am 24.07.2017 13:38 Report Diesen Beitrag melden

    Langes Leben und Umfrage

    Zur Umfrage noch ein paar Antworten: Woran könnte die Menschheit sterben? Am Hass...An der Lüge...Am Miss- trauen...Am Egoismus. Wie könnte sie überleben? Mit Liebe...Wahrheit... Vertrauen...gegenseitiger Hilfe. Ich hoffe, das ist nicht nur ein Traum! Falls alles nichts hilft, wenn das Schlimmste geschieht, sind die kleinen Bärtierchen bereit, um alles zu reparieren. Habt alle eine schöne Woche!

    • Shaatha06 am 24.07.2017 17:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Die weise Grossmama

      Ewiges Leben

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  • MArtin am 24.07.2017 13:33 Report Diesen Beitrag melden

    Unkaputtbar ?

    Ich bezweifel das das Teil einen Nuklear- oder Meteoreinschlag überleben wird ^^

    • Der Irre mit dem Smartphone am 24.07.2017 18:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @MArtin

      Das Individuum, das an der Einschlagstelle ist, sicher nicht. Die gesamt Population jedoch ganz sicher. Diese Wesen sind nicht unsterblich, oder leben ewig, wie der unglücklich gewählte Titel suggeriert, vielmehr sind sie derart zäh und haben soviele verschiedene Lebensräume besiedelt, das es beinahe unmöglich ist, das die gesamte Spezies ausstirbt.

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  • Typhoeus am 24.07.2017 12:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Superartikel

    Bärtierchen, die unbekannte Tierwelt.