Wasser, marsch!

22. November 2012 14:46; Akt: 22.11.2012 15:08 Print

Der Herr Minister zieht den Stöpsel

Vier Rohre, 24 Stunden, eine Million Liter Wasser pro Sekunde: Mit einem spektakulären Experiment will die US-Regierung Teile des Ökosystems im Grand Canyon wieder herstellen.

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Schleusen auf, hiess es Anfang Woche am Glen Canyon Dam in Arizona. Während 24 Stunden schossen über eine Million Liter Wasser pro Sekunde aus drei mächtigen Rohren. US-Innenminister Ken Salazar persönlich legte den Hebel um, der die Wassermassen des gestauten Colorado Rivers entfesselte.

Die vierte solche Flutung seit 1996 soll 500 Millionen Tonnen Sedimente aus dem Powell-Stausee Richtung Grand Canyon verschieben und seinem Ökosystem zugutekommen. Mit dem Sand sollen Strände wiederhergestellt werden, die sich früher auf natürliche Weise in der Riesenschlucht gebildet hatten, mit dem Bau der Staumauer 1963 aber verschwunden waren. Das Gleiche gilt für vier Fischarten, die ausstarben.

Der US-Innenminister hat angekündigt, das Experiment bis 2020 jedes Jahr zu wiederholen. Touristen im Grand Canyon sind wegen des Hochwassers gewarnt worden, nur in höheren Lagen zu campen.

Ken Salazar legt den Hebel um:

(Video: Youtube/reclamation)

Der Glen Canyon Dam in Arizona: