Sonnensturm 2012

25. Juli 2014 23:37; Akt: 26.07.2014 00:02 Print

Die Erde entging nur knapp einer Katastrophe

Im Juli 2012 raste ein Sonnensturm knapp an der Erde vorbei. Daten der Nasa belegen nun, dass die kosmische Strahlung verheerende Schäden verursacht hätte.

So entstehen Sonnenstürme. (Video: Youtube/Nasa)
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In der Regel sind Sonnenstürme völlig ungefährlich. In Skandinavien zum Beispiel sind sie für die faszinierenden Polarlichter verantwortlich. Doch manche haben es in sich, so wie der vom 23. Juli 2012. Er war der stärkste Sonnensturm seit 150 Jahren. «Wenn er die Erde getroffen hätte, würden wir sie heute noch aufräumen», wird Physiker Daniel Baker von der Universität Colorado in einem Bericht der Nasa zitiert.

Bei einem Sonnensturm wird die Erde mit geladenen Teilchen beschossen. Diese werden von dem Magnetfeld der Erde in der Regel weitgehend abgehalten. Ist ein Sturm aber besonders stark, können die Sonnenpartikel bis zur Erdoberfläche gelangen. Wäre das vor zwei Jahren passiert, wären die Folgen fatal gewesen. Die Eruption war so heftig, dass sie alles lahmgelegt hätte, worauf der Mensch heutzutage angewiesen ist: Internet, Luftfahrt und Infrastruktur. Spitaler hätten nicht mehr arbeiten können, die Nahrungsmittelversorgung wäre zusammengebrochen.

«Ich bin so überzeugt wie nie, dass die Erde und ihre Bewohner unglaubliches Glück gehabt haben», so Physiker Baker. Und das wird die Menschheit wohl auch künftig brauchen. Denn die Wahrscheinlichkeit für derartige Naturkatastrophen sei grösser, als weithin angenommen. So hätten neue Berechnungen gezeigt, dass derart heftige kosmische Stürme schon in den nächsten zehn Jahren erneut auftreten könnten – mit einer Wahrscheinlichkeit von eins zu acht.


(fee)