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Frevler am Werk
20. November 2012 17:18; Akt: 20.11.2012 17:27 Print
Diebe sägen uralte Indianer-Kunst aus Felsen
3500 Jahre lang zeugten Felsritzereien in Kalifornien von vergangenen indianischen Kulturen. Jetzt schnitten sie dreiste Diebe aus den Felsen. Archäologen und Stammesvertreter sind entsetzt.

Zur Ergreifung der Diebe wurde eine Belohnung ausgesetzt. (Bild: BLM)
Den heutigen Kriminellen ist nichts mehr heilig: Während bei uns Kupferdiebe über Nacht ganze Bahnstrecken lahmlegen und tausende Pendler daran hindern, rechtzeitig zur Arbeit zu kommen, vergreifen sich Kunstdiebe in den USA am indianischen Erbe. So geschehen in der kalifornischen Eastern Sierra, wo Diebe für den schnellen Gewinn auf heiligem Grund unersetzliche Kulturdenkmäler zerstörten.
Die Diebe wüteten im Oktober in einem Gebiet namens Volcanic Tablelands im Osten Kaliforniens. Nach Angaben des Bureau of Land Management (BLM), das das Gebiet verwaltet, rückten die Gangster mit Leitern, Stromgeneratoren und elektrischen Sägen an. Mindestens vier Felsritzereien, sogenannte Petroglyphen, schnitten sie so aus den örtlichen Lavaklippen.
«Das ist der schlimmste Vandalenakt, den ich je gesehen habe», sagte BLM-Archäologe Greg Haverstock der «Los Angeles Times». Zusätzlich zu den vier verschwundenen wollten die Diebe noch mindestens zwei weitere Petroglyphen entwenden. Einer weist an drei Seiten Spuren der elektrischen Säge auf (siehe Bild oben), ein anderer zerbrach offenbar beim Abtransport. Er wurde auf einem nahegelegenen Besucherparkplatz gefunden. Es waren denn auch Besucher, die Ende Oktober den Diebstahl entdeckten und meldeten.
Stammesführer entsetzt
Die Felsritzereien, die amerikanische Ureinwohner vor über 3500 Jahren anfertigten, sind wichtige Zeitzeugen. Da die Natives keine schriftlichen Zeugnisse hinterliessen, geben die Felsritzereien Forschern Hinweise auf die damalige Lebensweise der Menschen in Nordamerika. Die in vulkanische Klippen geritzten Zeichnungen zeigen Jäger, Wild und andere Tiere sowie geometrische und andere Formen. Es gibt in den USA tausende so verschönerte Lavafelsen.
Auf dem Schwarzmarkt sind die Petroglyphen nur etwa 500 bis 1000 Dollar wert, für die Indianer sind sie von unschätzbaren Wert. «Wir brauchen diesen heiligen Ort noch immer als eine Art Kirche, um Stammesmitgliedern und Kindern unsere historischen und spirituellen Verbindungen näher zu bringen», erklärte Raymond Andrews, Heimatschützer vom Paiute-Volk. «Unsere Stammesführer sind entsetzt über das, was hier passiert ist».
Das BLM hat eine Belohnung von 1000 Dollar ausgesetzt für Hinweise, die zu Verhaftung der Diebe führen. Diesen drohen ein Jahr im Gefängnis und eine Busse von 20'000 Dollar.
Die Eastern Sierra in Kalifornien:

(jcg)
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Es gibt für den Menschen nix anderes
Es geht heute nur noch ums Geld...da geht man über Leichen!
Unbegreiflich...
aber die Vorstellung, dass jemand viel Geld hierfür bereit ist auszugeben, finde ich die eigentliche Abartigkeit. Diese Leute müssten verfolgt und bestraft werden um zu zeigen dass Geld nicht alles entschuldigt. Träumen von einer gerechten Welt darf man ja....
Alles wird immer noch weggenommen
Hier sollte vielleicht auch noch erwähnt werden, dass die kalifornischen Indianer nie Krieg führten nsondern ihre "Gäste" willkommen hiessen. Heute ist ein Teil der Indianderstämme noch immer nicht anerkannt als Indianerstämme seitens der kalifornischen Regierung. Wir haben auch einen Steinräuber, der sogar für die Regierung kandidiert......