Umfrage

08. März 2018 15:59; Akt: 08.03.2018 19:39 Print

Hier schauen die Leser lieber News als auf SRF

20 Minuten hat seine Leserschaft gefragt, bei wem sich das Schweizer Fernsehen für seine News-Sendungen ein Stück abschneiden kann. Das sind die Resultate.

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20 Minuten hat seine Leserinnen und Leser gefragt, welche Nachrichten- und Infosendungen sich das Schweizer Fernsehen zum Vorbild nehmen könnte. Das sind deren Vorschläge und was sie dazu sagen. (Die Reihenfolge basiert lose auf der Anzahl der Nennungen durch die Leserschaft, stellt aber keine Rangliste dar.) Eva Bonasseo: «Weil es ein bisschen von allem hat: Tanzeinlagen, Scherze und Informationen, politisch wie sozial!» Elisabeth Iemmello: «Sie sprechen die Probleme an und kehren sie nicht unter den Tisch. Alle kommen dran, von der Hausfrau bis zum Politiker. Sie haben keine Angst, Dinge anzusprechen oder für die Gerechtigkeit zu kämpfen.» Stefan Manser: «Es ist unterhaltsam und es wird auf eine gute Art mit Betroffenen umgegangen. Sie decken vor allem auf und helfen auch Menschen, die sonst keine andere Möglichkeit hätten. Für qualitative Infos aber eher ungeeignet.» Saa Chii: «Versteckte Kamera, um Bestechungen sowie andere Delikte der Politik zu entdecken.» Bianca Vogel: «Spannende Hintergrundberichterstattung aus aller Welt. Storys, die man sonst nirgends hört.» Harald Venuti: «Interessante Aufmachung, spannend produziert und sehr gut recherchiert. Tiefgründig mit Hintergrund.» Stefan Breitenmoser: «Ohne Gestotter sehr informativ.» Gary Wolf: «Informativ, aktuell, wirklich weltweit.» Rudi Schober: «Gute Präsentation, bei speziellen Ereignissen gibt es anschliessend eine Spezialsendung ca. eine Viertelstunde, und nicht erst bei ‹10 vor 10›.» Kurt Studer: «Tagesschau und Wetterbericht werden nicht durch Werbung unterbrochen.» Diana Gisin: «Perfektes Deutsch, kein Gehaspel, absolut kompetent und völlig entspannt.» Edwin Kurz: «Sie bringt innerhalb kürzester Zeit mehr Hintergrund als unsere Schweizer Nachrichten. Es braucht nicht einen kulturellen Blödsinn, um die Tagesschau zu füllen, wie das bei SRF immer wieder der Fall ist. Zudem merkt jeder, dass viele Themen vom Bund zensiert sind.» Lidia Bonifacio: «Immer interessant und informativ.» James Wright: «Weil die Sendung in Form von sachlichen Reportagen sozial-politische und kulturelle Beiträge aus der ganzen Welt präsentiert. Solch ein Format existiert beim SRF nicht.» Bruno Hertzog: «Interessante und kritische Informationen.» Yvonne Blaser: «Kurz und bündig, prägnant und weltweit, Aktualitäten ohne Propaganda. Bravo. Keine Meinungen von Laien und Zeugen. Nur kurze Kommentare von kompetenten Kommentatoren.» Urs Schmid: «Weniger Berichte als zum Beispiel in der Tagesschau, dafür etwas ausführlicher. Zudem werden auch Berichte ausgestrahlt, die auf anderen Sendern nicht gezeigt werden.» Adrian Edelmann: «Europäisch ausgerichtet, hintergründig, objektiv, wichtige Themen, tausendmal bessere Themenauswahl als bei SRF.» Werner Wettstein: «Weil der Moderator sehr kompetent, belesen und informiert ist.» Ernst Spalinger: «Moderator lässt auch andere Meinungen zu, das heisst, man lässt ausreden.» Christof Zentner: «Zur richtigen Zeit, aktuell und offen. Arena streichen!» Roger Federspiel: «Weil es auf humoristische Weise interessante Denkanstösse zu Themen gibt, die nicht auf den ersten Blick offensichtlich sind, und Missstände aufdeckt, bei welchen man sich im 21. Jahrhundert wirklich zum Teil an den Kopf fassen und fragen muss ‹Warum läuft das heutzutage überhaupt noch so?›» Roger Geissberger: «Sie behandelt auch brisante und unangenehme Themen. Hohes Niveau und sehr gute Recherche. Bringt Witz und dadurch mehr Unterhaltungswert hinein. Berichtet ehrlich und lässt Beschuldigte zu Wort kommen. Gibt Tipps an die Bevölkerung, was zu tun ist, und unternimmt auch selbst etwas gegen Missstände.» Mike Mike: «Lustige Show, welche oft wichtige Themen behandelt, die an den Mainstream-Medien vorbei gegangen sind.» Felix Huber: «Kurz, spannend und umfassend.» Beatrix Erni: «Kurz und kompakt.» Ruth Filliger: «Viel ausführlicher.» Markus Findeis: «Journalistisch gut und sachlich gemacht. Professionell und informativ.» Beat Fehr: «Marietta Slomka und Claus Kleber sind die kompetentesten der ganzen Gilde. Sie heben sich vom Durchschnitt ab. Beide sind sehr souverän, rhetorisch stark, fachlich überzeugend und in Interviews hartnäckig sowie unbeeindruckt vom Gegenüber. Sie vermitteln eine hohe Glaubwürdigkeit.» Melvin Held: «Äusserst kompetente Moderatoren, interessante und viele internationale Themen und schön gesprochenes Hochdeutsch.» Karin Merz: «Rund um die Uhr das Neueste und gute Dokus und Reportagen.» Daniela Perlini: «Viel mehr Weltgeschehen als bei SRF.» Ronny Gruner: «Moderatoren hervorragend, unterhaltsam und trotzdem seriös.» Stefan G.: «Auf den Punkt gebrachte Themen, die kabarettistisch, komisch und manchmal so ernst rübergebracht werden, dass einem das Lachen vergeht im Angesicht dieses Irrsinns. Ich bin seit Jahren ein Fan!» Andreas Müller: «Es ist zwar weniger eine News-Sendung, jedoch umso wahrer.» Hansruedi Schwertfeger: «Hat viel interessantere und aktuellere Themen als ‹Schweiz Aktuell›.» Rudolf Nauer: «Gute Sendezeit.» Giorgio Briale: «Gute, unterhaltsame, freundliche Moderatoren, die wissen, wie man Fernsehen macht. Spannende Themen. Einfach Hammer-Fernsehen. Man könnte meinen, die Italiener habens erfunden.» Susan Vetter: «Sie informiert über verschiedene Themen und ist lebhaft und auch ein bisschen Show.» Aleksander Studen: «Weil es das Wichtigste vom Tag zusammenfasst und es kurz und knapp auf den Punkt bringt ohne lange Diskussionen.» Franz und Maria Lötscher: «Sehr aufschlussreich, kurz und bündig. Bei SRF sehe ich die gleichen Ereignisse dreimal hintereinander. Auch gibt es fast jeden Abend Geldspiele. Die hängen uns zum Hals heraus, inklusive der Moderatoren/innen.» Roger Mafli: «Christoph Süss ist meines Erachtens kritisch und zwar bei Themen von links und rechts. Er basht zwar meistens Bürgerliche, da Bayern die CSU hat, aber er sieht Frau Merkel nicht als Heilige und kennt auch sonst keine Tabus. Er spricht alles an. Das setzt natürlich Menschen mit Charakter voraus, die nicht immer für ihre persönlichen Ideale weibeln müssen. SRG heuert ja eigentlich nur noch Missionare an. Jeder denkt gleich.» Alessandro Gregorio: «Informativ/korrekt und ungemütlich für viele!» Martin von Arx: «Ausführliche Hintergrundreportagen von nah und fern.» Hannelore Haldi Hofer: «Am Morgen ist man schon live, nicht erst am Nachmittag oder am Abend!» Martin von Arx: «‹Mit offenen Karten› ist ein interessantes Format mit edukativem Charakter» Mélanie Zosso: «International, kritisch, gut recherchiert, informativ, vielschichtig.» Stephanie Angehrn: «Sympathische, aufgestellte, junge Moderatoren, verschiedene Themenbereiche, gute Berichte. Klar, eher auf ein jüngeres Publikum ausgerichtet.» Kurt Sprenger: «Kompakt mit aktuellen Themen. Einzelne Beiträge sind kurz gefasst.» Stephanie Angehrn: «Gute Themenmischung, gute Moderation, und die Berichte sind informativ und verständlich.» Martin Schumacher: «Die Sendung finde ich auf der Höhe der Zeit, frisch, informativ und angenehm. Wenn ich die Möglichkeit habe, schaue ich täglich die Sendung.» Marco Zysset: «Die RTL-Sendung bietet (anders als SRF) Unterhaltungswert und liefert einen gesunden Mix von schlechten und guten Nachrichten. Politik-Geplapper bildet zum Glück nur einen kleinen Teil der Sendung. Das interessiert keinen. Tipps aus dem Alltag und Berichterstattungen über den ‹Bachelor›,‹ DSDS› und so weiter sind wesentlich unterhaltsamer und aufstellender.» Hans Berg: «Informativ und immer gut recherchiert.» Bruno Flückiger: «Einmaliges Ambiente und Moderatoren.» «Logo», «Pur+», «Wissen macht Ah» (KiKa), Deutschland Bernadette Schwitter: «Spannende Informationen aus der Politik, Allgemeinwissen und News für Kinder und Jugendliche. Fehlt leider bei SRF vollkommen.» Marc Toedtli: «Die Sprecher sind top (gut aussehend, sehr elegant gekleidet, niemals zweimal das gleiche Kleid). Für Wirtschaftsfragen und Politik kommt immer ein Redaktor direkt auf die Bühne. Bei Wirtschaftsthemen wird bildlich gezeigt, was gemeint ist. Der Hintergrund ist sehr modern.» Pia Stänz: «Weil sie wirklich alle News bringen.» Suzanne Bauer: «Weil die Journalisten sehr kritisch und differenziert in die Tiefe gehen. Und richtig gute Fragen stellen.» Markus Voehler: «Sehr informativ und aktuell.» Peter W. Frey: «Zu Recht bezeichnet sich ‹PBS Newshour› selbst als ‹one of the most trusted news programs in television›. Eine ganze Stunde unabhängige, unaufgeregte Informationen mit kenntnisreichen und gewieften Anchors. Im Radio ist es ‹Morning Edition› und ‹All Things Considered› auf den Sendern von National Public Radio. Aber dieses Format müssen wir nicht kopieren, das haben wir schon in der Schweiz auf Radio SRF1 und 2: das exzellente ‹Echo der Zeit›.» Marc Dreyer: «Weil die Sendungen neutral gehalten und sehr gut, tiefgründig und seriös recherchiert sind. Zu fast jedem Beitrag gibt es weiterführende Informationen online.» Urs Sigg: «Immer zur vollen Stunde Information, dann eine halbe Stunde Technik, Eisenbahn, Kultur, neueste Gadgets und so weiter.» Fritz Beck: «Prägnant, spannend, schonungslos, breitgefächert, politisch weniger gefärbt als unsere News. SRF berichtet viel zu lange immer von den gleichen Themen und aus denselben geografischen Gebieten. Für etliche Bereiche orientiert man sich besser in ausländischen Newssendungen.» Doch auch das Schweizer Fernsehen hat viele Fans: Romy Hangartner: «Informativ, kritisch, sympathische Sprecher.» John Silver: «Sehr informativ und umfassend.» Maria Jauch: «Informativ, sachlich.» Werner Stalder: «Weil sie informativ ist und Ereignisse, die bei uns passieren und/oder für unser Land wichtig sind, Priorität haben!» Adrian Stoll: «Weil sie neutral und informativ ist. Die Schweiz hat das beste System.» «Schweiz aktuell» (SRF 1), Schweiz Regula Buob: «Sehr interessante Beiträge über Alltägliches aus der ganzen Schweiz.» Erwin Heeb: «Gut sortiert und informativ.» Jeremias Janki: «Weil sie nichts mit Politik oder Kriminalität zu tun hat.» Und auch das Schweizer Lokalfernsehen ist beliebt. Als Beispiel unter vielen: Rolf Spitzli: «Hier wird über das berichtet, was mich interessiert, und nicht Sinnloses aus aller Welt mit Kommentaren von Möchtegern-Weltverbesserern.» Sandra Hammer: «Alles andere ist unprofessionell. Die ‹Tagesschau› dreht sich sozusagen in erster Linie immer nur um unsere Nachbarländer. Als ob aus unserer Schweiz nichts Wichtiges zu berichten wäre!» Mike Kilchmann: «Sehr informativ für mich und meine Region.»

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Nach dem Nein zur No-Billag-Initiative hat die SRG ein Reformpaket in Aussicht gestellt. Unter anderem sollen künftig mindestens 50 Prozent der Gebührengelder in Informationssendungen fliessen.

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Aus diesem Anlass hat 20 Minuten seine Leserinnen und Leser gefragt, welche Informations- und Nachrichtenformate von ausländischen Fernsehstationen sie besonders schätzen und bei wem sich das Schweizer Fernsehen das eine oder andere abgucken könnte. Die Rückmeldungen waren zahlreich. Die Resultate sehen Sie in der Bildstrecke oben.

(jcg)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Quasimodo am 08.03.2018 16:18 Report Diesen Beitrag melden

    Mein Tipp

    Das wichtigste ist aus meiner Sicht, dass man nicht nur 1 Quelle zur Informationsbeschaffung nutzt...

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  • joe king am 08.03.2018 16:27 Report Diesen Beitrag melden

    Echt jetzt?

    Bei «RTL aktuell» (RTL), Deutschland musste ich vor lauter lachen weinen. Das ist das schlechteste Nachrichtenformat ever! Trashiger geht es nicht.

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  • B. Erich Terstatter am 08.03.2018 16:14 Report Diesen Beitrag melden

    mag ich

    Arte ist meistens Top mit Berichterstattung und Dokus.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Swissman am 11.03.2018 19:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    was sagt und das?

    Genau, dass wir viel zu viele Deutsche in unserem Land haben.

    • Schweizer am 12.03.2018 19:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Swissman

      Oder zuviele Schweizer die nicht viel überlegen beim Schreiben.

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  • Jaque am 09.03.2018 22:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weitere

    Ich kann Ken Jebsen oder den Monitor empfehlen

  • bebbeli am 09.03.2018 13:22 Report Diesen Beitrag melden

    Vielfalt

    Die Vielfalt machts! Man darf sich nicht nur auf einen Sender verlassen, sonst ist man nicht umfassend informiert. Wenn in der Schweiz etwas Wichtiges passiert, muss man das auch auf ausländischen TV ansehen, um genau zu wissen was läuft.

  • BiChaDe am 09.03.2018 10:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ist so

    In ausländischen Medien, wie auch in Europaweiten Statistiken, wird sie CH halt nur selten erwähnt... Das ist Schade. Tagesschau kann ich hier in F erst einen Tag später sehen, kein lifestream möglich... Grundsätzlich nervt mich aber, das Sport so einen unglaublich grossen Raum einnimmt. Da gäbe es Wichtigere politische Beiträge und Sport auf dem Sportsenedr oder halt einfach separat !

    • Liam am 09.03.2018 13:17 Report Diesen Beitrag melden

      ist so

      Ich schaue auch oft; Australia's News, South Africa's pre. Hier wird auch über Themen in der Schweiz referiert und zwar sehr sachlich.

    • BiChaDe am 09.03.2018 14:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Liam

      Guter Tip, Danke :)

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  • Mike TG am 09.03.2018 08:28 Report Diesen Beitrag melden

    Jedenfalls nicht beim SRF

    3+, Welt, PRO7 Schweiz usw. nur nicht beim SRF, die sind mir zu parteiisch. Ansonsten Zeitung und Internet, muss dazu sagen wir haben bei uns sogar SRF gelöscht. Der Sender bringt uns nichts, langweilig und die Nachrichten sind eben Parteiisch. Das wir trotzdem die Gebühr zahlen müssen ist ein bitterer Beigeschmack, aber so isses halt. Fand es witzig, nur 2 Tage nach dem Billag NEIN, ruderte die SRF schon zurück. Also alles beim Alten öden Programm für uns nicht zeitgemäss und überteuert. Schweizer Serien die Teuer bezahlt sind und Sport den ich beim Teleclub billiger und aktueller hab!?