Casting-Show

26. Juli 2013 18:39; Akt: 26.07.2013 18:39 Print

Diese vier Schweizer wollen auf den Mars

von Samuel Hufschmid - Eine holländische Casting-Show will bis in zehn Jahren Menschen auf den Mars bringen - ohne Rückkehr. Bereits vier Schweizer haben sich zum Casting angemeldet.

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Der Älteste ist 82, der Jüngste 18 und alle haben denselben Traum: Sie wollen auf den Mars auswandern. Aus diesem Grund haben sie sich als Kandidaten der holländischen Casting-Show Mars One gemeldet, die in zehn Jahren die ersten vier Menschen auf den Mars bringen will.

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Im näheren Umfeld der Kandidaten stösst die Weltraum-Begeisterung auf wenig Verständnis. «Meine Mutter hat gesagt, ich solle doch lieber einen anständigen Beruf lernen statt mich als Mars-Astronaut zu bewerben», sagt der 18-jährige Philipp Studer aus Egerkingen. Doch der junge Solothurner hat es sich in den Kopf gesetzt, die Casting-Show zu überstehen und 2023 auf den Mars auszuwandern: «Ich meine es ernst! Ich bin technisch interessiert und bringe grosses Wissen in den Bereichen Physik und Chemie mit. Mich wird man auf einer solchen Mission sicher brauchen können!»

Freundin hat Zweifel

Auch Steve Schild aus dem thurgauischen Balterswil will unbedingt auf den Roten Planeten. «Der Mars hat mich schon als Kind fasziniert», sagt der 28-Jährige. Im September erfährt Schild, ob er die erste Casting-Runde überstanden hat. Dies wird er dann auch seiner Freundin mitteilen müssen, die gewisse Bedenken hat. «Ich finde es cool, dass er seine Träume verfolgt und traue ihm auch zu, dass er es schafft», sagt Corinna Küttel. «Aber trotzdem, ich will doch nicht plötzlich alleine sein!»

«Steve hat mir sogar ein Kind versprochen, falls er die Casting-Show überstehen würde», erzählt Küttel. Ernsthafte Probleme hätte die 21-Jährige hingegen, falls es unter den Mars-Auswanderern eine attraktive Astronautin hätte. «Aber verbieten könnte ich es ihm trotzdem nicht – gegen den Mars hab ich keine Chance.»

Eine gigantische Reality-TV-Show

Insgesamt haben sich über 70'000 Kandidaten für Mars One beworben. Die Besten von ihnen sollen ein siebenjähriges Trainingsprogramm absolvieren, das vergleichbar mit Big Brother am Fernsehen übertragen wird. Auch der siebenmonatige Flug sowie das Leben auf dem Mars soll gemäss Initianten als gigantische Reality-TV-Show inszeniert werden. 6 Milliarden Dollar Werbeeinnahmen sind nötig, um das technisch anspruchsvolle Projekt zu realisieren.

Der Deutsche Raumfahrtsprofessor Ulrich Walter bezeichnet das Projekt allerdings als unrealistisch. «Die Technologie für einen Marsflug ist zwar vorhanden, aber es fehlt die Sicherheit. Einfach ein Raumschiff zu bauen und loszufliegen, ist eine Harakiri-Mission», sagte er gegenüber pressetext. Die veranschlagte Summe und der Zeithorizont bis 2023 seien nicht realistisch. «Ein One-Way-Flug zum Mars kostet schätzungsweise eher 20 bis 30 Mrd. Dollar.»

Ohne Rückflug

Ein Rückflug ist gemäss Organisatoren nicht vorgesehen. «Wir suchen Astronauten, die bereit sind, die Erde für immer zu verlassen», sagte Co-Gründer Bas Lansdorp bei der Lancierung des Projekts. Daran will Kandidaten-Freundin Corinna Küttel nicht so recht glauben. Sie hofft, dass ihr Freund zwischendurch mal zu Besuch kommen würde. «Ich selber würde ihn aber sicher nie besuchen, ein Flug zum Mars ist mir definitiv zu gefährlich.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marc Bjorg am 27.07.2013 17:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Politiker

    Können wir da nicht einige CH und EU Politiker auf den Mars schicken? Wir haben so viele...

  • karma1969 am 26.07.2013 21:14 Report Diesen Beitrag melden

    was für ein toller Mann

    also, zuerst will er ihr ein Kind machen, und sie dann für immer verlassen, toller Typ echt! Liebe Corinna, so einer schickst du am Besten gleich sofort zum.... ähm... Mars, hehe...

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  • Benjamin am 28.07.2013 13:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mars

    jemand muss den ersten Schritt tun... Heute lacht ihr, aber später wird ihnen die Menschheit dankbar seit.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Bündner am 28.07.2013 22:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jagt alle 70

    lässt sie oben.

  • Beat am 28.07.2013 20:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einen Haufen Weltretter hat es hier.

    Ich persönlich würde es machen. Geldverschwendung lasse ich nicht gelten. Man könnte 100mia oder auch 1 Billion im Jahr in die Armutsbekämpfung oder Ökologie pumpen, aber letztlich gäbe es nur einen Haufen neureicher Dollarmilionäre in die diese Ressourcen fliessen ohne Ergebniss. Die Korruption macht's möglich. Lieber lernen wir auf dem Mars wie wir in unwirklichen Bedingungen überleben. Dann haben wir wenigstens einen Plan B wenn dieser Planet am Limit ist. Am Limit leistet der Mensch immer noch am meisten und ermöglicht scheinbar Unmögliches.

    • Kurtis am 28.07.2013 22:05 Report Diesen Beitrag melden

      Träumer

      Die Probleme, mit denen die Architekten einer Mars-Station zurechtkommen müssen, sind für Astronauten lebensbedrohend. Da der Mars keine nennenswerte Atmosphäre besitzt, schlagen Meteoriten ungebremst auf seiner Oberfläche ein und pulverisieren durch die Wucht ihres Aufpralls sogar Gestein. Auch die Auswirkungen von Marsbeben und die riesigen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht müssen Wissenschaftler erst noch in den Griff kriegen, bevor an eine ständig besetzte Mars-Station zu denken ist.

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  • Lukas Meyer am 28.07.2013 19:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mars ist wie mond

    Ich wäre sofort dabei. Für mich ist der rote planet schon lange ein traum! Beobachte ihn nachs mit dem feldstecher wünderschön!

    • Bündner am 28.07.2013 22:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Uuu schön! Blödsinig!

      Wo ist die Vernunft?

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  • Steven135 am 28.07.2013 14:33 Report Diesen Beitrag melden

    Living in a Box

    ...ein Leben lang im Joghurtbecher! Insgesamt 24 Teilnehmer in sechs Gruppen sollen am Ende des Bewerbungsprozesses übrig bleiben. Auch die Ausbildung interessiert "Mars One" nicht, ebensowenig wie das Land, aus dem der Bewerber kommt oder welche Sprache er spricht. --- Tolle Arbeitsgruppe! Wer braucht schon eine Doktor (oder einen Schuhmacher) Bewegung ist ja die beste Medizin lol !

  • Benjamin am 28.07.2013 13:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mars

    jemand muss den ersten Schritt tun... Heute lacht ihr, aber später wird ihnen die Menschheit dankbar seit.