Hoffnungsträger

29. September 2017 09:55; Akt: 29.09.2017 10:36 Print

Drei Schweizer haben Chancen auf Nobelpreis

Anfang Oktober gibt das Nobelpreis-Komitee die Gewinner bekannt – ist dieses Jahr auch ein Schweizer darunter?

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Am Montag fällt in Stockholm der Startschuss der Nobelpreis-Woche mit der Bekanntgabe der Preisträger für Physiologie oder Medizin. Auch einige Forschende in der Schweiz gelten als mögliche Kandidaten. Unter anderen kann die Schweiz diesen drei Wissenschaftlern die Daumen drücken:

  • Michael Hall von der Universität Basel könnte sich berechtigte Hoffnungen auf den Medizin-Nobelpreis machen. Der Zellforscher ist einer der Mitentdecker eines wichtigen molekularen Schalters: Das Protein Target of Rapamycin (TOR) reguliert in Reaktion auf Nährstoffe und Wachstumsfaktoren die Grösse und das Wachstum von Zellen.

    Das TOR-Signalnetzwerk spielt für verschiedene Krankheiten eine wichtige Rolle, beispielsweise bei Krebs, Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen. Für seine Arbeit zu TOR erhielt Hall kürzlich den Lasker-Preis, der als amerikanischer Medizin-Nobelpreis gilt.
Mehrfach ausgezeichnet: Professor Michael Hall nimmt von Bundesrat Alain Berset den Marcel-Benoist-Preis entgegen. (Bild: Keystone, 27. November 2012)

  • Nicola Spaldin, Materialforscherin an der ETH Zürich, wäre möglicherweise eine Kandidatin für den Physik-Nobelpreis. Sie hat das Forschungsfeld der sogenannten Multiferroika revolutioniert. Diese Materialien reagieren sowohl auf elektrische als auch auf magnetische Felder und sind damit prädestiniert für ultraschnelle, extrem kleine und sehr energieeffiziente Computer der Zukunft.

    Die Multiferroika könnten zudem den Weg ebnen für weitere technologische Neuerungen, wie beispielsweise bei Raumtemperatur funktionierende Supraleiter. Für ihre Arbeit wurde die gebürtige Britin unter anderem bereits mit dem hoch dotierten Körber-Preis ausgezeichnet.
Mögliche Kandidatin für den Physik-Nobelpreis: Nicola Spaldin, Materialforscherin an der ETH Zürich. (Bild: ETH Zürich/ Giulia Marthaler)

  • Für den Chemie-Nobelpreis gilt seit Jahren Michael Grätzelvon der ETH Lausanne (EPFL) als heisser Kandidat. Er ist Miterfinder eines neuen Typs von Solarzellen, der sogenannten Grätzel-Zelle, und revolutionierte damit die Fotovoltaik-Forschung.

    Anders als handelsübliche Silizium-Solarzellen nutzt die Grätzel-Zelle organische Farbstoffe zur Lichtabsorption – ähnlich wie Pflanzen bei der Fotosynthese. Zwar blieb die Effizienz der Farbstoffsolarzellen bis heute weit unter der von Silizium-Solarzellen, sie ebneten jedoch den Weg für Perowskit-Solarzellen, die derzeitigen grossen Hoffnungsträger der Fotovoltaik-Forschung. An deren Optimierung arbeitet Grätzel derzeit mit seinem Team an der EPFL.
Seit Jahren ein heisser Anwärter: Michael Grätzel von der ETH Lausanne. (Bild: Keystone, 19. November 2013)

(woz/sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Khurer am 29.09.2017 12:37 Report Diesen Beitrag melden

    GO Nicola!

    Ich drücke Nicola die Daumen, eine der besten Professoren die es gibt!

  • Simon am 29.09.2017 18:04 Report Diesen Beitrag melden

    Hoffentlich der Richtige

    Ich gönne es jedem! Den absolut Katastrophalsten den man jemals gewählt hatte, ist Kurt Wüthrich. Ein Mann mit sicherlich viel Grips, aber menschlich gesehen ein super Gau. Unglaublich, wenn man den mal life erleben musste. Man wünschst sich das dem Erzfeind nicht.

  • Maler50 am 29.09.2017 10:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wäre möglich?

    Wäre möglich dass Sie Kandidaten für den Nobelpreis seien. Wäre möglich dass ich im Eurolotto den Megajackpot gewinnen könnte. Dieser Artikel ist auf Spekulation aufgebaut!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Simon am 29.09.2017 18:04 Report Diesen Beitrag melden

    Hoffentlich der Richtige

    Ich gönne es jedem! Den absolut Katastrophalsten den man jemals gewählt hatte, ist Kurt Wüthrich. Ein Mann mit sicherlich viel Grips, aber menschlich gesehen ein super Gau. Unglaublich, wenn man den mal life erleben musste. Man wünschst sich das dem Erzfeind nicht.

  • Khurer am 29.09.2017 12:37 Report Diesen Beitrag melden

    GO Nicola!

    Ich drücke Nicola die Daumen, eine der besten Professoren die es gibt!

  • Maler50 am 29.09.2017 10:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wäre möglich?

    Wäre möglich dass Sie Kandidaten für den Nobelpreis seien. Wäre möglich dass ich im Eurolotto den Megajackpot gewinnen könnte. Dieser Artikel ist auf Spekulation aufgebaut!!

  • marko 32 am 29.09.2017 10:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Super