Gesundheits-Gefahr

24. Januar 2016 18:59; Akt: 24.01.2016 18:59 Print

Duftkerzen können Krebs verursachen

Paraffinhaltige Duftkerzen sind wegen ihrer Krebsgefahr schon länger in Verruf geraten. Nun zeigt sich: Noch ein anderer Inhaltsstoff kann Krebs verursachen.

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Keine Frage: Duftkerzen sorgen dafür, dass wir uns in unseren eigenen vier Wänden noch wohler fühlen. Doch übertreiben sollte man es mit ihnen nicht. Denn sie enthalten Inhaltsstoffe, die der Gesundheit schaden können. Laut Forschern der Carolina State University , die die Atemwege reizen und Asthma verursachen und bestehende Probleme verstärken können. Doch auch nicht paraffinhaltige Duftkerzen sind nicht unbedingt unbedenklich. Enthalten sie den Duftstoff Limonen (die Betonung liegt auf dem e), können Allergien, Asthma und Ekzeme die Folge sein. Doch das ist nicht die einzige Nebenwirkung: Trifft das Limonen in der Luft auf natürliches Ozon, . Geschieht dies nur kurzzeitig, sind Augenbrennen, Stechen in Nase und Hals, Schnupfen oder eine verstopfte Nase die Folge. Bei anhaltender Reizung gesellen sich zudem noch unspezifische Beschwerden wie Kopfschmerzen, Müdigkeit und Unwohlsein dazu. Bei dauerhaft erhöhter Formaldehyd-Belastung in einem Raum drohen jedoch eine beeinträchtigte Lungenfunktion, chronische Atemwegserkrankungen und im schlimmsten Fall Krebs. Was das Ganze noch problematischer macht: Limonen sind auch in vielen Raumdüften und Lufterfrischern ... ... sowie in vielen Putzmitteln enthalten, was die Formaldehyd-Belastung in Innenräumen noch verstärkt. Weitere Gefahr geht von Inhaltsstoffen wie Benzol und Toluol aus, die ebenfalls in Duftkerzen vorkommen. Sie zählen zu den aromatischen Kohlenwasserstoffen und können laut Forschern der University of Melbourne Wie riskant der Einsatz von Duftstoffen ist, hat auch eine weitere Studie gezeigt. Laut dieser bekommen Frauen, die während der Schwangerschaft sehr viel Raumerfrischer benutzt haben, eher Kinder mit Lungeninfektionen. Wer trotzdem nicht auf Duftkerzen verzichten möchte, sollte zumindest einige Dinge beachten. Welche das sind, zeigen die folgenden Slides. So kann beispielsweise regelmässiges Lüften die Konzentration der gefährlichen Stoffe im Raum deutlich senken. Vor allem im Winter, wenn sich Duftkerzen besonders grosser Beliebtheit erfreuen. Auch ist es sicher von Vorteil, die Kerzen nicht stundenlang brennen zu lassen. Wer sie zwischendurch löscht, tut seiner Gesundheit Gutes. Laut Alastair Lewis können Pflanzen wie Lavendel, Efeu und Pelargonien das Formaldehyd aus der Luft binden und so dazu beitragen, die Luft nach dem Entzünden der Kerze zu reinigen.

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So schön und entspannend Duftkerzen auch sein mögen: Man sollte sich gut überlegen, ob man sie wirklich daheim aufstellen möchte. Denn gesundheitlich unbedenklich sind die wenigsten. Als besonders problematisch gelten jene Kerzen, die aus Paraffin, einem Erdöl-Produkt, hergestellt werden. Wer sie anzündet, setzt sich einer Reihe schädlicher Substanzen aus, die beim Verbrennen freigesetzt werden und in die Lunge gelangen können.

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Doch auch von nicht paraffinhaltigen Duftkerzen geht Gefahr aus. Sie können Allergien auslösen. Denn oft enthalten sie Duftstoffe wie Limonen (sprich: [limoˈneːn], die Betonung liegt auf dem «e») oder Eugenol, die laut EU-Kosmetikverordnung als allergen eingestuft wurden. Sie können zu Asthma und Ekzemen führen.

Krebs ist nur eine Folge

Der Stoff Limonen ist Chemiker Alastair Lewis von der University of York noch aus einem anderen Grund ein Dorn im Auge, wie die BBC berichtet. Denn trifft das Limonen in der Luft auf natürliches Ozon, bildet sich Formaldehyd – und damit ein Stoff, der die Schleimhaut der Augen und der oberen Atemwege reizt (siehe Bildstrecke).

Geschieht das nur kurzzeitig, ist das zwar lästig, aber noch nicht gefährlich für die Gesundheit. Die Folgen sind Augenbrennen, Stechen in Nase und Hals, wässriger Schnupfen oder eine verstopfte Nase, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilt. Bei anhaltender Reizung gesellten sich zudem noch unspezifische Beschwerden wie Kopfschmerzen, Müdigkeit und Unwohlsein dazu. Bei dauerhaft erhöhter Formaldehyd-Belastung in einem Raum drohen jedoch eine beeinträchtigte Lungenfunktion, chronische Atemwegserkrankungen und im schlimmsten Fall Krebs.

Und genau das macht Lewis Sorgen. Denn in der kalten Jahreszeit, in der sich Kerzen besonders grosser Beliebtheit erfreuen, lüften viele Menschen deutlich weniger als im Sommer, mit dem Resultat, dass das Formaldehyd länger in der Wohnung hängen bleibt und so für schwerere Schäden sorgt. Hinzu kommt, dass Limonen auch in Lufterfrischern und Reinigungsmitteln enthalten sind, was die Belastung verstärkt.

Welche Risiken Duftkerzen sonst noch bergen und wie man sie senken kann, erfahren Sie in der obigen Bildstrecke.

(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mensch am 24.01.2016 19:09 Report Diesen Beitrag melden

    Iditongesellschaft

    eigenartig was alles herausgefunden wird - em Ende finden diese schlauen Köpfe heraus dass man mit Einatmen Luft einsaugt und beim Essen den Hunger verliert.

  • Weiblich am 24.01.2016 19:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Tod lauert überall!

    Und was bitteschön ist heutzutage nicht krebserregend? Auf diese, wohl sehr kleine Liste, bin ich aber sehr gespannt. Ich möchte mein Leben geniessen und mir nicht 24/7 Gedanken darüber machen, was alles Krebs verursachen kann!

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  • Timmey am 24.01.2016 19:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Produktion

    Heutzutage kann man fast nichts mehr konsumieren, ohne befürchten zu müssen man kriege Krebs davon...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • marc am 25.01.2016 17:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    naja..

    eine Dufte sache für die gesundheit diese duft sachen;)

  • Mazer78 am 25.01.2016 12:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer bazahlt mir nun den Schaden?

    Wenn ich die täglich benutze.. und krank werde, wie und wo kann ich denn nun Schadenersatz einklagen?

  • Bulli am 25.01.2016 10:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schmutzige Fenster

    Kerzen, Duftdämpfer, Rauchen und Spraydosen jeder Art verursachen dünklere Wände, schmutzige Fenster, klebiges Mobiliar und eine Schicht in Geräten mit Mikroelektronik und dadurch gehen diese Geräte schneller defekt.

  • Linda die echte am 25.01.2016 10:25 Report Diesen Beitrag melden

    Und eine neue Studie

    aus Nord Korea, hat festgestellt! wer zu viel Schokolade isst oder Alkohol trinkt wird dick. Siehe das Staatsoberhaupt

    • Bartli am 25.01.2016 14:40 Report Diesen Beitrag melden

      Trotzdem Danke für die Aufklärung

      Liebe Medien, die Kommentare hier sind zugegeben nicht repesentativ. Je mehr Ihr darüber berichtet, umso weniger scheint es zu interessieren. Im Grunde traurig. Ein Grossteil der Konsumenten haben längst resigniert, wenn es um den Schutz ihrer Gesundheit geht. Mit oder ohne Studie, viele akzeptieren ihre tägliche Ration Gifte und daran wird sich wohl auch nichts ändern.

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  • tom messer am 25.01.2016 10:09 Report Diesen Beitrag melden

    Da rauch ich lieber

    Und die besonders intelligenten Menschen hängen das Gift auch noch ins Auto in Form eines hübschen Bäumchens.