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Globale Erwärmung
08. Februar 2012 19:00; Akt: 08.02.2012 18:22 Print
Eis schmilzt weniger stark als vermutet
Ein amerikanisches Forscherteam hat die Gletscher- und Eiskappenschmelze weltweit unter die Lupe genommen. Das Resultat ist überraschend.
Gletscher, Eisschilde und Eiskappen auf den Landmassen der Erde sind in den letzten Jahren weniger stark geschmolzen als bisher vermutet. Das berichten Forscher nach detaillierten Auswertungen von Satellitenbildern im Fachmagazin «Nature».
Bildstrecken Wohin, wenn die Sintflut kommt?Wieder weisse Gletscher in Peru Infografik Grüner Gürtel quer durch AfrikaWasservorkommen weltweitCO2-SpeicherungVor allem in den Hochgebirgen Asiens sei der Verlust geringer als in früheren Studien errechnet, schreibt das Team um Thomas Jacob und John Wahr von der Universität von Colorado in Boulder. Insgesamt habe sich der Meeresspiegel wegen der Eisschmelze zwischen 2003 und 2010 um etwa 1,5 Millimeter pro Jahr erhöht.
Die Forscher werteten Aufnahmen der Grace-Satelliten-Mission aus und ermittelten so über die monatlichen, globalen Schwerefeldmessungen Masseveränderungen auf der Erde. Die Wissenschaftler konzentrierten sich zunächst auf Gletscher und Eiskappen mit einer Fläche von mehr als 100 Quadratkilometern.
«Unerheblicher Verlust»
Zu den untersuchten Regionen gehörten etwa die Gletscher in Hochgebirgen wie den Alpen oder dem Kaukasus, das patagonische Inlandeis oder die kanadischen Eiskappen. Demnach verloren Gletscher und Eiskappen etwa 148 Gigatonnen Masse pro Jahr von Januar 2003 bis Dezember 2010.
Dieser Verlust verursachte gemäss der Untersuchung einen Meeresspiegel-Anstieg von 0,4 Millimetern pro Jahr. Die gut untersuchten riesigen Eisschilde Grönlands und der Antarktis sowie angrenzende Gletscher und Eiskappen sparten die Forscher zunächst aus.
Der Masseverlust sei um knapp ein Drittel geringer als bislang angenommen, schreibt das Team. Mit nur vier Gigatonnen (
Kurze Zeitspanne
Bisher gab es nur wenige Daten darüber, wie viel Masse diese Eisflächen pro Jahr hinzugewonnen oder verloren hatten. Einige Experten hatten aber angenommen, dass sie erheblich zum Anstieg des Meeresspiegels beitrügen.
Anschliessend ermittelten die Forscher auch den Masseverlust des grönländischen und der antarktischen Eisschilde. Beide haben zusammen im Untersuchungszeitraum mehr als 380 Gigatonnen pro Jahr an Masse verloren und den Meeresspiegel um etwa 1,1 Millimeter jährlich ansteigen lassen, wie die Wissenschaftler errechneten.
Schmelzende Gletscher gelten als ein Symbol des Klimawandels und können zum Beispiel die Trinkwasserversorgung in angrenzenden Gebieten langfristig gefährden. Mit acht Jahren sei der Zeitraum der Studie kurz, schreibt Jonathan Bamber Universität Bristol (GB) in einem Kommentar. Dennoch trage sie dazu bei, den Einfluss der Gletscher und Eiskappen auf den Meeresspiegel besser zu verstehen.
(sda)
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Alle 83 Kommentare





























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ach und für das braucht man eine Studie?? Da muss man nur ein wenig in der Schulzeit in der Geschichtsstunde aufpassen bzw. aufgepasst haben und man weiss dass es schon immer den Klimwandel gegeben hat..!!! und es wird ihn auch IMMER geben...alles entwickelt sich weiter ALLES..
Mit Angst verdient man Kohle...
Da wird ein Riesenzirkus wegen des CO2 gemacht, dabei verweisen inzwischen mehrere unabhängige Studien dass das Problem eindeutig beim Russ liegt! Und in der Schweiz sind Russfilter immer noch nicht Pflicht, und bei Baumaschinen auch nicht! Tja, mit Angst macht man Kohle und Papier ist geduldig! Eiskernbohrungen aber können nicht lügen!
Sie schmelzen...
Einige der Kommentatoren hier haben wohl den Artikel nicht richtig verstanden. Deshalb die Ergebnisse der beschriebenen Studie ganz knapp zusammengefasst: Die Gletscher schmelzen. Nur weniger schnell als dies andere Studien besagen.