Globale Erwärmung

08. Februar 2012 19:00; Akt: 08.02.2012 18:22 Print

Eis schmilzt weniger stark als vermutetEis schmilzt weniger stark als vermutet

Ein amerikanisches Forscherteam hat die Gletscher- und Eiskappenschmelze weltweit unter die Lupe genommen. Das Resultat ist überraschend.

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Schuld an der globalen Erwärmung ist unter anderem der durch menschliche Eingriffe entstandene atmosphärische Treibhauseffekt. Zum Beispiel durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe. Zu den fossilen Brennstofen gehören etwa Braunkohle, Steinkohle, Torf, Erdgas und Erdöl. Durch die Vernichtung der tropischen Wälder gelangen jährlich 1,5 Milliarden Tonnen CO2 in die Atmosphäre. Durch die fehlenden Wälder werden weniger Schadstoffe abgebaut. Durch den Klimawandel kommt es häufiger zu Wetterextremen, zum Beispiel Dürreperioden. Viele Länder werden häufiger und länger an Wassermangel leiden. Flussläufe und ganze Seen drohen auszutrocknen. Gleichzeitig werden andere Gebiete der Erde von Überschwemmungen heimgesucht. Durch tropische Wirbelstürme werden vor allem küstennahe Gebiete verwüstet. Die WMO weist jedoch darauf hin, dass bis jetzt kein Sturm direkt mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht werden konnte. Tropische Wirbelstürme führen neben Überflutungen auch zu Erosion und der Zerstörung von ganzen Küstenabschnitten. In den Bergregionen kommt es durch die heftigen Regenfälle vermehrt zu Erdrutschen. Ebenfalls nicht bewiesen, jedoch wahrscheinlich, ist die Zunahme von Waldbränden. Als Ursache gelten die steigenden Frühlings- und Sommertemperaturen und eine früher einsetzende Schneeschmelze. Durch die Verschiebung der Klimazonen kommt es zu einer fortschreitenden Wüstenbildung. Man rechnet damit, dass gewisse Klimazonen verschwinden werden. Zum Beispiel die Tropen. Durch die Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur kommt es zu einer verstärkten Gletscherschmelze. Überschwemmungen und später Wassermangel sind die Folge. Besonders fatal würde sich das Verschwingen der Polarkappen auf unseren Planeten auswirken. Würde die gesamte Eismasse der Antarktis schmelzen, käme es zu einer Erhöhung des Meerespsiegels von rund 57 Metern. Schon jetzt werden viele Orte regelmässig überflutet. Durch das Auftauen der Permafrostböden verändert sich die Topographie. Vor allem im Norden Russlands sinken grosse Flächen innerhalb kurzer Zeit ab und werden zu unnutzbarem Morast. Durch den Anstieg der Temperaturen und des Salzgehalts in den Küstengewässern kommt es schon jetzt regelmässig zu Quallenplagen. Viele Meerestiere und Pflanzen werden mit der Erhöhung der Wassertemperaturen verschwinden. Umgekehrt breiten sich andere Arten unkontrolliert aus. Zum Beispiel Algen. Allerdings: Algen könnten in Zukunft auch als alternative Energiequelle genutzt werden. Schon jetzt ist das Korallensterben weit fortgeschritten, die wichtigsten Korallengebiete könnten bis Ende dieses Jahrhunderts verschwinden. Dies hätte fatale Folgen für Tiere, Pflanzen und Menschen. Durch die globale Erwärmung wird sich mittelfristig das Wachstum von Pflanzen verstärken und damit auch die Pollenbelastung. Die grossen Verlierer der Klimaerwärmung sind die Tiere, die sich in einem Zeitraum von wenigen Jahrzehnten nicht an ihre neue Umgebung anpassen können. Der Eisbär wird sich kaum in wenigen Jahren an eine eisfreie Welt gewöhnen können. Pinguine sind ebefalls besonders gefährdet. Gewisse Länder versuchen sich jetzt schon auf die grosse Klimakatastrophe vorzubereiten. In Japan werden zum Beispiel gigantische, unterirdische Wasserreservoire gebaut.

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Gletscher, Eisschilde und Eiskappen auf den Landmassen der Erde sind in den letzten Jahren weniger stark geschmolzen als bisher vermutet. Das berichten Forscher nach detaillierten Auswertungen von Satellitenbildern im Fachmagazin «Nature».

Vor allem in den Hochgebirgen Asiens sei der Verlust geringer als in früheren Studien errechnet, schreibt das Team um Thomas Jacob und John Wahr von der Universität von Colorado in Boulder. Insgesamt habe sich der Meeresspiegel wegen der Eisschmelze zwischen 2003 und 2010 um etwa 1,5 Millimeter pro Jahr erhöht.

Die Forscher werteten Aufnahmen der Grace-Satelliten-Mission aus und ermittelten so über die monatlichen, globalen Schwerefeldmessungen Masseveränderungen auf der Erde. Die Wissenschaftler konzentrierten sich zunächst auf Gletscher und Eiskappen mit einer Fläche von mehr als 100 Quadratkilometern.

«Unerheblicher Verlust»

Zu den untersuchten Regionen gehörten etwa die Gletscher in Hochgebirgen wie den Alpen oder dem Kaukasus, das patagonische Inlandeis oder die kanadischen Eiskappen. Demnach verloren Gletscher und Eiskappen etwa 148 Gigatonnen Masse pro Jahr von Januar 2003 bis Dezember 2010.

Dieser Verlust verursachte gemäss der Untersuchung einen Meeresspiegel-Anstieg von 0,4 Millimetern pro Jahr. Die gut untersuchten riesigen Eisschilde Grönlands und der Antarktis sowie angrenzende Gletscher und Eiskappen sparten die Forscher zunächst aus.

Der Masseverlust sei um knapp ein Drittel geringer als bislang angenommen, schreibt das Team. Mit nur vier Gigatonnen (4 000 000 000 Tonnen) pro Jahr sei er in den Hochgebirgen Asiens, wie dem Himalaya oder der Tibetischen Hochebene, unerheblich.

Kurze Zeitspanne

Bisher gab es nur wenige Daten darüber, wie viel Masse diese Eisflächen pro Jahr hinzugewonnen oder verloren hatten. Einige Experten hatten aber angenommen, dass sie erheblich zum Anstieg des Meeresspiegels beitrügen.

Anschliessend ermittelten die Forscher auch den Masseverlust des grönländischen und der antarktischen Eisschilde. Beide haben zusammen im Untersuchungszeitraum mehr als 380 Gigatonnen pro Jahr an Masse verloren und den Meeresspiegel um etwa 1,1 Millimeter jährlich ansteigen lassen, wie die Wissenschaftler errechneten.

Schmelzende Gletscher gelten als ein Symbol des Klimawandels und können zum Beispiel die Trinkwasserversorgung in angrenzenden Gebieten langfristig gefährden. Mit acht Jahren sei der Zeitraum der Studie kurz, schreibt Jonathan Bamber Universität Bristol (GB) in einem Kommentar. Dennoch trage sie dazu bei, den Einfluss der Gletscher und Eiskappen auf den Meeresspiegel besser zu verstehen.

(sda)

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  • LaKa am 09.02.2012 12:10 Report Diesen Beitrag melden

    ....

    ach und für das braucht man eine Studie?? Da muss man nur ein wenig in der Schulzeit in der Geschichtsstunde aufpassen bzw. aufgepasst haben und man weiss dass es schon immer den Klimwandel gegeben hat..!!! und es wird ihn auch IMMER geben...alles entwickelt sich weiter ALLES..

  • tribal-cat am 09.02.2012 11:21 Report Diesen Beitrag melden

    Mit Angst verdient man Kohle...

    Da wird ein Riesenzirkus wegen des CO2 gemacht, dabei verweisen inzwischen mehrere unabhängige Studien dass das Problem eindeutig beim Russ liegt! Und in der Schweiz sind Russfilter immer noch nicht Pflicht, und bei Baumaschinen auch nicht! Tja, mit Angst macht man Kohle und Papier ist geduldig! Eiskernbohrungen aber können nicht lügen!

  • Arlo am 09.02.2012 11:14 Report Diesen Beitrag melden

    Sie schmelzen...

    Einige der Kommentatoren hier haben wohl den Artikel nicht richtig verstanden. Deshalb die Ergebnisse der beschriebenen Studie ganz knapp zusammengefasst: Die Gletscher schmelzen. Nur weniger schnell als dies andere Studien besagen.