Big Fucking Rocket

12. März 2018 14:16; Akt: 12.03.2018 14:51 Print

Musk will zum Mars, weil er den 3. Weltkrieg fürchtet

Damit die Menschheit einen möglichen dritten Weltkrieg überleben kann, will Elon Musk schnellstmöglich den Mars besiedeln.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der US-Unternehmer und SpaceX-Gründer Elon Musk hat seinen Zeitplan für die Besiedelung des Mars vorgestellt. Wie er am Sonntag am Technologie- und Kulturfestival SXSW in Austin, Texas, erklärte, sei man gerade daran, das erste Mars-Raumschiff zu bauen, die sogenannte Big Fucking Rocket (BFR). «Ich denke, wir werden in der ersten Hälfte des nächsten Jahres in der Lage sein, kurze Flüge zu unternehmen.» Allerdings gab Musk zu bedenken, dass seine Zeitpläne sich auch schon als zu ehrgeizig herausgestellt hätten.

Umfrage
Was halten Sie von Elon Musk und seinen Projekten?

Laut seinen im September 2017 vorgestellten Plänen soll 2022 der erste Frachtflug zum Mars starten. 2024 sollen dann Menschen auf dem roten Planeten landen. Die Marsrakete soll vollständig wiederverwertbar und deshalb sehr preiswert sein. «BFR-Flüge werden weniger kosten als unser damaliger Falcon-1-Flug», so Musk in Austin. Er nannte eine Preisspanne von 5 bis 6 Millionen Dollar.

BFR als Inspiration für andere

Musk hofft, dass die BFR andere dazu animiert, es SpaceX gleichzutun und ebenfalls Marsreisen in Angriff zu nehmen. «Was uns am meisten helfen würde, ist einfach eine allgemeine Untersützung, Ermutigung und Wohlwollen», sagte Musk. «Ich glaube, wenn wir die Rakete gebaut haben, dann haben wir einen Beweis für andere Firmen und Länder, was machbar ist. Sie glauben, es sei nicht möglich, aber wenn wir es tun, dann werden sie sich mehr anstrengen.»

Gefährliche künstliche Intelligenz

Musk sagte weiter, dass der Erde ein dunkles Zeitalter bevorstehen könnte, besonders im Falle eines dritten Weltkrieges. Für den Fortbestand der Menschheit sei deshalb eine selbstversorgende Marskolonie unumgänglich, von wo aus die Erde wieder besiedelt werden könnte. Sie würde eher überleben als eine Mondbasis, da sie weiter von der Erde entfernt sei.

Schliesslich warnte Elon Musk erneut vor der Macht der künstlichen Intelligenz (KI). «KI kann viel mehr, als irgendeiner von uns weiss.» Sie mache ihm eine Höllenangst. «Die Gefahr, die von KI ausgeht, ist grösser als die Gefahren nuklearer Sprengköpfe. Wieso gibt es da keine regulatorische Überwachung?»

(jcg)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Cem Kurcan am 12.03.2018 14:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mars

    .....und einestages wird es auf dem MARS den ersten "MarsWeltKrieg" geben. Waffen werden verkauft gestohlen ect. ect. das selbe wie hier auf unserer jetzigen WELT.

    einklappen einklappen
  • CkrosZid am 12.03.2018 14:42 Report Diesen Beitrag melden

    Lieber...

    sterbe ich hier auf der Erde an einem schönen Plätzchen inmitten der Natur als das ich für den Rest meines Lebens künstliche Luft auf einem Sandplaneten atme der ausser CO2 nichts zu bieten hat. Diese ganzen Tech-Guru-CEO's würden sich besser für das Leben im Hier und Jetzt einsetzten.

    einklappen einklappen
  • Seppli am 12.03.2018 15:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ändern wir uns, ändert sich die Welt!

    PR-Gag! Mann will schliesslich so ein Projekt finanziert kriegen, und Angst war schon immer eine grosse Motivation, um eine grosse Bevölkerungsmasse zu überzeugen! Künstliche Intelligenz wird nie das Problem sein, aber der Mensch der sie für schlechte Zwecke einsetzt! Es fängt wie alles, immer erst bei uns an!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Meinereiner meint: am 13.03.2018 21:56 Report Diesen Beitrag melden

    Ein cleverer Bursche!

    Musik rettet die Menschheit mit Siedlern auf dem fernen Mars? Das mag sein. Doch wenn er oder seine Nachfolger tatsächlich mit dieser Unternehmung den Mars kolonialisieren, würde er damit erst den dritten Weltkrieg ermöglichen. Denn sobald die oberen 10 oder 100 Tausend unserer globalen Wirtschafts-Finanz-Politiker-Elite ihr Füdli retten könnten, würde ein seit Jahrzehnten bislang nicht vorstellbarer nuklearer Weltkrieg plötzlich ganz rasch im Falle einer grösseren Krise zur "alternativlosen" Lösung. Also merke auf: Gehörst Du zu dieser Elite - erwirb besser ein grosses Aktienpaket! ;-)

  • Estevanico am 13.03.2018 19:11 Report Diesen Beitrag melden

    Marsmission

    Sorry, aber dieser Elon Musk ist ein Fantast. Die mittlere Entfernung Erde - Mars beträgt 56 Millionen km. Zudem ist ein Start von der Erde zum Mars nur alle 24 Monate möglich, da alle Planeten in elliptischen Bahnen um die Sonne kreisen und nur schon eine Berechnung der günstigsten Konstellation Unmengen Geld kostet: Bei seiner veranschlagten Preisspanne von 5 bis 6 Millionen Dollar ist wohl mindestens eine Null vergessen gegangen. Noch eine Kleinigkeit: Die Atmosphäre des Mars besteht aus 95% Kohlendioxid und nur 0.14% Sauerstoff. Hier handelt es sich mit Sicherheit nur um eine PR Aktion.

  • Hugo am 13.03.2018 18:00 Report Diesen Beitrag melden

    Jedem das seine

    Also ich für mein Teil werde lieber von der Druckwelle gegen eine Wand geschmettert und verbrenne dann innert Sekunden im Atomaren Feuer. Denn wer will den 3. Weltkrieg überleben? Der Mensch ist selbst nach dem 2. WK nicht schlauer geworden also werden die wenigen die den 3.WK evtl. überleben werden auch nicht aus den Fehlern lernen. Aber ja, Musk muss es selber wissen. Im wissen das er den 3. WK überlebt hat kann er sich dann auf dem Mars zumindest ungestört im Swimmingpool in seinen Milliarden Dollar Noten suhlen.

  • Freddy Meyer am 13.03.2018 16:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Reiner PR-Gag

    Der Aufbau einer autarken Zivilisation auf dem Mars ist rein technisch in absehbarer Zeit eine Illusion (solche Experimente sind sogar auf der Erden nach wenigen Monaten gescheitert). Der Aufbau einer Atmosphäre durch Geoengineering des Marses ist ebenfalls eine Illusion. Scheint als ob die meisten 20min-Leser die Realität nicht mehr von SciFi unterscheiden können.

  • Walt1 am 13.03.2018 14:49 Report Diesen Beitrag melden

    The Expanse

    Ich denke eines der schlimmsten Szenarien durch K.I. wird in MassEffect vorgestellt, wo die eine Spezies (Quarianer) wegen der K.I. (Geth) ihren Heimatplaneten verlassen mussten. Auf der anderen Seite ist die Gefahr wohl grösser, dass es irgendwann zu einem Interplanetaren Krieg kommt zwischen Mars und Erde. Wie in der Serie The Expanse, wo es zu einer kritischen Situation zwischen der Erde und den Kolonien Mars und Jupiter(Asteroidengürtel) kommt.