Tschernobyl-Schutzmantel

28. November 2012 00:50; Akt: 28.11.2012 13:56 Print

Erster Teil des neuen Sarkophags vollendet

Weil der alte Schutzmantel brüchtig geworden ist, bekommt der Katastrophen-Reaktor von Tschernobyl einen neuen Schutzmantel. Der erste Teil der riesigen Stahlkonstrukion ist nun fertiggestellt worden.

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Beim Bau eines neuen Schutzmantels um den Katastrophen-Reaktor von Tschernobyl ist eine entscheidende Etappe genommen worden: Der erste Teil der riesigen Stahlkonstruktion wurde am Dienstag in der Ukraine fertiggestellt.

«Dies ist eine entscheidende Etappe, um den Konsequenzen der Katastrophe zu begegnen», erklärte der Chef der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD), Suma Chakrabarti. Nach Angaben der Bank wurden für den ersten Teil des Sarkophags rund 5000 Tonnen Stahl bis zu 22 Meter hoch verbaut.

Bau soll 100 Jahre halten

Am Ende soll die neue Schutzhülle 29'000 Tonnen wiegen, 164 Meter lang und 110 Meter hoch sein. Mit der Fertigstellung wird 2015 gerechnet. Die EBRD ist der Haupt-Geldgeber für den rund 1,5 Milliarden Euro teuren Bau, der die kommenden hundert Jahre halten soll.

Durch die Atomkatastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986 wurden weite Gebiete der Ukraine, Russlands und Weissrusslands verseucht. Die Strahlung breitete sich über weite Teile Europas aus. Der nach dem Unglück zur Eindämmung der radioaktiven Strahlung errichtete Beton-Sarkophag über dem zerstörten Reaktor war über die Jahre brüchig geworden. Deshalb wird jetzt die neue Schutzhülle gebaut.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Anders Jemand am 28.11.2012 11:16 Report Diesen Beitrag melden

    Zu gefährlich

    Die Geschichte hat uns klar aufgezeigt, dass wir dieses Risiko nicht im Griff haben. Sei es menschliches Versagen, seien es Naturkatastrophen, es gibt immer Komponenten die man nicht berechnen, nicht einschätzen kann. Das Risiko ist einfach zu hoch. Der Preis, den die betroffenen Menschen bezahlen müssen ist zu hoch. Der Bundesrat hat weise entschieden, im Sinne einer sichereren Zukunft. Mittlerweile gibt es andere Länder, die das ähnlich sehen. Es muss aber ein weltweites Umdenken stattfinden. Strahlung nimmt leider keine Rücksicht auf Landesgrenzen...

  • Enkido am 28.11.2012 10:32 Report Diesen Beitrag melden

    Kusi

    Entschuldige, aber ich kenne den Grund bestens. Nämlich menschliches Versagen. Gerade diesbezüglich sind wir vorbildlich.

  • Peter Mayer am 28.11.2012 09:41 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso bezahlt das nicht Russland?

    Russland hat offenbar genügend Geld für U-Boote, Flugzeugträger und Kampfjets. Aber wenn es um etwas ernsthaftes geht, wie den Schaden für den selbstverursachten Atomunfall zu bezahlen, dann ist plötzlich kein Geld vorhanden und andere sollen dafür bezahlen? Und "Europa" bezahlt denen das auch noch? Finde das völlig falsch, wer den Schaden verursacht mit einer Hochrisikotechnik, soll den auch selber bezahlen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Sabrina Serena am 28.11.2012 11:22 Report Diesen Beitrag melden

    AKW's sind nicht das Übel...

    ...Das Übel an der ganzen Sache ist der Mensch. Er ist dafür verantwortlich was in Tschernobyl und in Fukushima passiert ist. Solange jeder konzentriert arbeitet und bei der Sache bleibt, haben wir nichts zu befürchten. AKW's liefern uns den Strom den wir brauchen. Alternative Möglichkeiten und Import reichen hinten und vorne nicht aus, um alle Haushalte in der Schweiz genügend mit Strom zu versorgen. So sieht es aus. Abschaffen ist keine Lösung...!!

    • G. Heuler am 28.11.2012 11:44 Report Diesen Beitrag melden

      ... Unvorhersehbar

      "Solange jeder konzentriert arbeitet und bei der Sache bleibt, haben wir nichts zu befürchten" Dann sag das bitte den Leuten von Sellafield (früher Windscale) GB. Die waren auch bei der Sache, wussten jedoch nicht das sich die Sog. Wiggler-Energie im Graphit-Block aufbaute. Schlussendlich brannte das ganze Teil. Es ist nicht die moderne Technik, sondern das unplanbare, welches bei einem AKW unter anderem Verherende konsequenzen für Menschen und Umwelt hat.

    • duri Maissen am 28.11.2012 13:54 Report Diesen Beitrag melden

      Leider nicht die Realität

      1. In Fukushima war es ein Erdbeben inklusive Zunami welches den GAU auslöste. Wir können leider die Natur nicht steuern. 2. Fehler werden immer passieren denn solange ein Mensch arbeitet passieren Fehler, auch in der Schweiz. 3. Es ist auf jeden Fall möglich genug Energie aus erneuerbaren Energien zu gewinnen falls man es probiert/zulässt. Wo Sie recht haben ist das der Mensch das Übel ist, den er hat AKWs gebaut.

    einklappen einklappen
  • Anders Jemand am 28.11.2012 11:16 Report Diesen Beitrag melden

    Zu gefährlich

    Die Geschichte hat uns klar aufgezeigt, dass wir dieses Risiko nicht im Griff haben. Sei es menschliches Versagen, seien es Naturkatastrophen, es gibt immer Komponenten die man nicht berechnen, nicht einschätzen kann. Das Risiko ist einfach zu hoch. Der Preis, den die betroffenen Menschen bezahlen müssen ist zu hoch. Der Bundesrat hat weise entschieden, im Sinne einer sichereren Zukunft. Mittlerweile gibt es andere Länder, die das ähnlich sehen. Es muss aber ein weltweites Umdenken stattfinden. Strahlung nimmt leider keine Rücksicht auf Landesgrenzen...

  • Sahra Müller am 28.11.2012 10:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ENDLAGER GEFUNDEN

    Endlager gefunden. Liebe Politiker, kauft dieses stück Land. So sind wir Steuerzahler viele Kosten für irgendwelche Projekte los. Das Gebiet wird die nächsten paar 1000 Jahre verseucht bleiben. Macht doch Sinn, all den Atom-Abfall dorthin zu verfrachten und hier den Boden nicht zu verseuchen.

  • Mike Smart am 28.11.2012 10:33 Report Diesen Beitrag melden

    AKW's sind nie sicher !

    Anscheinend haben es viele immer noch nicht verstanden. Es gibt keine zu 100% sicheren AKW's, dass ist schlicht eine Illusion. Deshalb sollte man das Risiko nicht eingehen, dass ein x Quadratkilometer grosses Gebiet für die nächsten 1000 Jahre unbewohnbar bleibt.

  • Enkido am 28.11.2012 10:32 Report Diesen Beitrag melden

    Kusi

    Entschuldige, aber ich kenne den Grund bestens. Nämlich menschliches Versagen. Gerade diesbezüglich sind wir vorbildlich.