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Heikle Hirnforschung
07. Februar 2012 23:56; Akt: 07.02.2012 23:56 Print
Forscher warnen vor der Kontrolle der Gedanken
Es klingt nach Science Fiction, aber laut Forschern wächst die Gefahr der Gedankenkontrolle. Drohnen oder Waffensysteme, die ohne Piloten funktionieren, könnten demnächst durch menschliche Gedanken gelenkt werden.

Neurowissenschaft kann von grossem Nutzen bei Krankheiten wie Parkinson, Epilepsie oder Sucht sein, das Gebiet birgt aber auch Risiken. (Bild: Keystone)
Britische Forscher warnen vor möglichen Gefahren durch die Hirnforschung. Einerseits liessen sich damit vielleicht einmal Gedanken manipulieren, andererseits könnten dadurch neue Waffengattungen entstehen.
Für Laien klingt es nach Science Fiction, aber nach Ansicht von Forschern wächst die Gefahr der Gedankenkontrolle. Vor allem mit Blick auf Militärtechnik hat eine Gruppe von Forschern nun zu mehr Umsicht im Umgang mit den Erkenntnissen gewarnt.
Sowohl Regierungen und die internationale Gemeinschaft als auch die Wissenschaft selbst müssten sicherstellen, dass aus den an sich guten Ergebnissen keine Nachteile und Gefahren entstehen, teilte die Britische Wissenschaftsorganisation Royal Society in London am Dienstag mit.
Nutzen und Schaden
«Neurowissenschaft hat das Potenzial, der Gesellschaft grossen Nutzen zu bringen», sagte Rod Flower, der die Arbeitsgruppe der Royal Society zu dem Thema leitet. So komme die Wissenschaft Heilungsmethoden für Krankheiten wie Parkinson, Epilepsie oder Sucht täglich näher.
Die Tatsache, dass man das menschliche Hirn immer besser verstehe, berge aber auch zahlreiche Risiken. «In nicht zu ferner Zukunft» etwa könnte es möglich sein, dass Drohnen oder andere Waffensysteme, die ohne Pilot funktionieren, durch menschliche Gedanken gelenkt werden, hiess es.
Durch die Beeinflussung des Gehirns habe man es bereits geschafft, dass beispielsweise gelähmte Patienten mit Hilfe ihrer Gedanken Prothesen von Armen oder Beinen bewegen oder Computer nutzen könnten. Ähnliche Technik könnte auch bei Militäreinsätzen verwendet werden.
Hirn lahmlegen
Chemische Waffen könnten darauf ausgerichtet werden, dass sie Menschen nicht töten, sondern das Hirn kurzzeitig lahmlegen - die Spätfolgen davon allerdings seien unklar. Es gebe bereits Experimente, solche Chemikalien bei Massenunruhen oder bei der Jagd nach Kriminellen einzusetzen.
Solche Entwicklungen zögen Unmengen an ethischen Fragen nach sich, erklärte Flower. In vielen Fällen seien diese noch nicht durch internationales Recht geregelt. Wissenschaftler sollten sich stets im Klaren sein, dass ihre Forschung sowohl zur Heilung als auch zum Schaden eingesetzt werden könnte.
(sda)
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Alle 9 Kommentare





























Tasten
Bleibt besser bei den guten, alten Tasten.
Gute Nacht...
"heile" Welt. Gedankenmanipulation ist ein unerträglicher Gedanke.. und niemand nimmt's ernst oder wehrt sich dagegen.
wie bei "Futurama"
..und dann Träumen wir von Werbung...