Landwirtschaft

26. April 2010 11:47; Akt: 26.04.2010 12:13 Print

Fürs Gemüse ist die Luft zu sauberFürs Gemüse ist die Luft zu sauber

Weil die Luft sauberer geworden ist, leidet das Gemüse an Schwefel-Mangel. Mit gezieltem Düngen sollen die Landwirte Gegensteuer geben.

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Die Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil hat Bemerkenswertes herausgefunden: Dank der Luftreinhalte-Verordnung habe der Ausstoss von Schwefel in die Atmosphäre seit den 80er Jahren um mehr als 80 Prozent abgenommen, schreibt die Forschungsanstalt in einer Mitteilung vom Montag. Damit gelange auch weniger Schwefel in die Böden.

Schwefel spiele aber in der menschlichen Ernährung eine wichtige Rolle, halten die Forscher fest. Er sei ein zentraler Bestandteil von lebenswichtigen Aminosäuren.

Zu den schwefelhaltigen Pflanzeninhaltsstoffen, die wir über die Nahrung zu uns nehmen, gehören die Glucosinolate, die als gesundheitsfördernd gelten. Sie sind zum Beispiel in Kohlarten, Radieschen, Rettich und Rucola zu finden.

Einfluss auf den Geschmack

Die schwefelhaltigen Verbindungen beeinflussen auch die Geschmacksschärfe, etwa bei Zwiebeln, Knoblauch, Lauch, Schnittlauch und Spargel. Aus diesen Gründen sei es wichtig, Gemüsekulturen mit genügend Schwefel zu versorgen, schreibt die Forschungsanstalt.

Hofdünger und Kompost tragen laut Agroscope dazu bei, den Mangel zu beheben. In vielen Fällen sei aber ein zusätzlicher Einsatz von Schwefel in mineralischer Form unerlässlich. Typische Symptome von Schwefel-Mangel bei Gemüse sind blassgrüne bis hellgelbe Blätter.

(sda)

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  • Philip S am 27.04.2010 22:09 Report Diesen Beitrag melden

    Ich will meine Steuern zurück !

    Ich will nicht, dass mein Geld für solch absurden "Studien" verpulfert wird und in unnötigen Baustellen versickert ! Und die dreckigen (weil billigen) Treibstoffe der Flugzeuge werden und bald auch für "gesund" erklärt, erstaunlich wie gut man Studien fälschen kann, das ist ja noch viel einfacher als Statistiken (weil die kann man nachrechnen).

  • Michael am 27.04.2010 13:17 Report Diesen Beitrag melden

    Eine einzige Verleumdung des Intellekts!

    Mehr gibts da nicht zu schreiben.

  • ein Grüner am 27.04.2010 13:14 Report Diesen Beitrag melden

    Und wie war das früher?

    Die Pflanzen sollen also urplötzlich an einem Schwefelmangel leiden weil dieser seit der Luftreinhalteverordnung nicht mehr in überdosierter Form in der Athmosphäre vorkommt? Wie war das dann vor der Industrialisierung? Da war noch weniger Schwefel in der Luft und die Pflanzen haben trotzdem überlebt und konnten ebenfalls gegessen werden. Manchmal muss man wohl etwas weiter zurück schauen um den Unsinn gewisser Forschungsergebnisse zu erkennen...