Zoo Washington

19. April 2018 11:34; Akt: 19.04.2018 12:11 Print

So packt die Gorilla-Mama bei der Geburt selber an

Hilfe bei der Niederkunft braucht Gorillaweibchen Calaya nicht. Sie greift beherzt zu und holt Söhnchen Moke kurzerhand selbst auf die Welt.

Nach fünf Stunden in den Wehen packt Gorillaweibchen Calaya schliesslich selber mit an. (Video: Youtube/Smithsonian's National Zoo)
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Freude herrscht im Smithsonian’s National Zoo in Washington: Zum ersten Mal seit neun Jahren hat dort ein Westlicher Flachlandgorilla (Gorilla gorilla gorilla) das Licht der Welt erblickt. Mutter Calaya selbst hat ihren Sohn am 15. April 2018 nach fünf Stunden Wehen auf die Welt geholt (siehe Video oben).

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Die Mitarbeiter des Zoos tauften den Kleinen auf den Namen Moke, was in der im Kongo gesprochenen Sprache Lingala «Kleiner» oder «Junior» heisst. Mokes Geburt ist nicht nur für die Mitarbeiter des Zoos erfreulich, sondern für die ganze Welt, wie der Zoo mitteilt. Denn der Westliche Flachlandgorilla ist vom Aussterben bedroht.

Menschliche Kuppler

Dass es in Washington nun Nachwuchs gab, ist dem Arterhaltungsprojekt (SSP) zu verdanken. In dessen Rahmen hatten Fachleute im Sommer 2017 die 15-jährige Calaya und den 11 Jahre älteren Baraka zusammengebracht. Eine von Erfolg gekrönte Entscheidung, wie man jetzt weiss.

Da es Calayas erste Schwangerschaft war, wurde sie eng von den Zoomitarbeitern betreut. «Das erforderte viel Geduld und Engagement», sagt Meredith Bastian, Leiterin des Primatenzuchtprogramms. Schliesslich sollte nichts schiefgehen.

Mit dem Plüschgorilla lernen

Ganz oben auf der To-do-Liste des Teams: bei der werdenden Mutter Muttergefühle zu wecken. Möglich wurde das, indem man der schwangeren Calaya immer wieder Fotos von Gorilla-Müttern präsentierte und ihr einen Plüschgorilla zum sanften Berühren und Küssen gab.

Der Plan der Pfleger ist aufgegangen, wie es in einer Mitteilung des Zoos heisst. Demnach haben die Tierpfleger beobachtet, wie nah sich die beiden Tiere nach der Geburt schon sind. Man sei vorsichtig optimistisch, dass aus dem kleinen Moke ein grosser wird.

Damit Mutter und Sohn sich in aller Ruhe aneinander gewöhnen können, wurde extra das Affenhaus für Besucher geschlossen.


Verstehen sich gut: Mutter und Sohn. (Video: Youtube/Smithsonian's National Zoo)


(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Waldradislu am 19.04.2018 11:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einfach nur schön

    Das hat mich zu Tränen gerührt. Was für eine Zärtlichkeit.

  • Moni am 19.04.2018 11:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Härzig

    Oh, jööh, wie härzig. Affen haben so viel Ähnlichkeit mit Menschen. Es ist schön zu sehen wie liebevoll die Mutter mit dem Kleinen umgeht.

  • Jeannette am 19.04.2018 11:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wunderbar

    Wunderbar wie die Mama das macht. Sind viele Menschen gar nicht mehr fähig.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Härzige Cheib am 19.04.2018 20:40 Report Diesen Beitrag melden

    Was ist Realität?

    Der Sprössling nimmt den Zoo als wahre Welt an, weil er nichts Anderes kennt.

  • Vreni am 19.04.2018 16:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geburt

    Ja ich habe meine Meerschweinchen erlebt bei einer Geburt. Ist auch schön gewesen. Die Gorilladame hat es so gut und liebevoll gemacht

  • Igel am 19.04.2018 16:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Für was

    Glaube hier sind alle auf den Affen gekommen. Schönund Süss und Demut und weiss was noch alles. Aber jedem das seine. Affen haben ihr Leben und Menschen auch.

    • Brigitta am 20.04.2018 14:45 Report Diesen Beitrag melden

      Berührendes video

      Leider sind wir Menschen daran schuld dass die Affen vom aussterben bedroht sind. Also etwas mehr Respekt und weniger Arroganz gegenüber der Tierwelt.

    einklappen einklappen
  • Walter am 19.04.2018 16:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein sehen

    Geburten schauen nein Danke. Nichts für mich.

  • Birgit Amsler am 19.04.2018 16:11 Report Diesen Beitrag melden

    Ohne Familie

    Schade, dass sie ohne die Unterstützung anderer Gorillas gebären musste..., dass sie selber nie in echt miterlebt hat, wie das geht, dass sie an einem Plüschaffen üben musste... Genauso wie bei den Menschenfrauen...Trotzdem ein Bravo an alle :-)