Heilwirkung bestätigt

21. Mai 2018 16:56; Akt: 21.05.2018 16:56 Print

Diese Pflanzen können wirklich was

Man muss nicht immer gleich zu Medikamenten greifen. Viele Beschwerden lassen sich wirksam mit Heilpflanzen lindern.

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Es braucht keinen Medizinschrank, um seiner Gesundheit etwas Gutes zu tun – auch die Natur hat viele Gesundheitsbooster zu bieten. Was, das verraten wir Ihnen in den folgenden Bildern. ist dank seines ätherischen Öls und seiner Gerbstoffe ein wahrer Tausendsassa. Denn in Kombination hemmen sie Wachstum und Vermehrung von Viren, Pilzen und Bakterien. Zudem reduzieren sie die Schweissproduktion. Als Tee kann Salbei bei Magenproblemen helfen. Salbeiöl kann zudem die Leistung des Gedächtnisses stärken. Das berichteten Neurowissenschaftler um Nicola Tildesley von der Northumbria University in Newcastle 2003 im Fachjournal «Pharmacology Biochemistry and Behavior». (Im Bild: Szene aus «50 first dates», 2004, in dem Lucy (Drew Barrymoore) unter Amnesie leidet) Auch zeigt auf vielfache Weise Wirkung. So gehen aus den Blüten gewonnene Produkte gegen Keime vor, lindern Schmerzen und hemmen Entzündungen bei nicht blutenden Wunden. Letzteres gleich gut wie synthetisch hergestelltes Cortison. Auf die Haut aufgetragen wirkt es auch Entzündungen nach Insektenstichen entgegen. Wichtig: Arnika sollte – ausser als homöopathisch verdünntes Mittel – nicht eingenommen werden, sonst drohen Vergiftungserscheinungen. (Im Bild: Szene aus dem Film «Formicula», 1954) ist eine wahre Vitaminbombe. Er enthält bis zu zehnmal so viel Vitamin C wie Zitronen. Ausserdem ist er reich an Vitamin B12, was sonst fast nur in tierischen Produkten vorkommt und für die Zellteilung, die Herstellung von roten Blutkörperchen und das Nervensystem benötigt wird. Doch Sanddorn stärkt nicht nur das Immunsystem, sondern pflegt auch die Haut. Er lässt Wunden und Entzündungen besser heilen, schützt vor schädlicher UV-Strahlung und hilft bei chronischen Hauterkrankungen wie Neurodermitis. (Im Bild: Szene aus dem Film «Beauty Shop», 2005) Weniger gängig ist . Dies mag daran liegen, dass sein Wirkstoffgehalt schwankt und darum keine allgemeinen Empfehlungen ausgesprochen werden können. Doch unterschätzen sollte man das Kreuzblütlergewächs nicht. So wirkt es etwa positiv auf die Gefässgesundheit, indem es ... ... dafür sorgt, dass sich die Blutgefässe zusammenziehen. Dadurch bleiben sie nicht nur flexibel, sondern es beugt auch der Bildung von Krampfadern und Hämorrhoiden vor. Weiter wirkt Hirtentäschel leicht abführend. (Im Bild: Szene aus «Feuchtgebiete», 2013) Die für die Gesundheit wichtigen Stoffe stecken bei der in den Samen. Sie enthalten reichlich Öl, das sich unter anderem aus Gamma-Linolensäure und Linolsäure zusammensetzt. Beide gehören zu den mehrfach ungesättigten Omega-6-Fettsäuren, die vom Körper nicht selbst produziert werden. Omega-6-Fette baut der Organismus dann unter anderem in die Haut ein, deren Barrierefunktion sie verstärken. Gleichzeitig sorgen sie dafür, dass die Haut weniger Feuchtigkeit verliert. Mitunter wird Nachtkerzenöl bei Neurodermitis-Patienten erfolgreich eingesetzt. (Im Bild: Szene aus dem Film «Neandertal», 2006, in dem Protagonist Guido an Neurodermitis leidet) Trotz seines Namens ist für beide Geschlechter gut. Seine Gerbstoffe wirken entzündungshemmend, antibakteriell und krampflösend. Zudem treiben sie die Wundheilung voran und können Juckreiz sowie Schmerzen lindern. Die Gerbstoffe des Frauenmantels wirken laut neusten Erkenntnissen auch gegen Viren wie beispielsweise Herpes simplex, den Erreger des Lippenherpes. (Im Bild: Szene aus dem Film «Herpes Boy», 2009) Ein Klassiker unter den Heilkräutern ist . Schon seit Jahrhunderten werden seine Wurzeln bei Schlafstörungen und Nervosität eingesetzt. Doch die können genauso gut auch antriebssteigernd und beruhigend – sprich: stressmildernd – wirken. Verantwortlich für den Unterschied ist die Höhe der Dosis: Wird weniger als 200 Milligramm aufgenommen, wirkt Baldrian eher anregend. Soll das Gegenteil erreicht werden, muss die Dosis mindestens 900 Milligramm betragen. (Im Bild: Szene aus «Insomnia – Schlaflos», 2002) erweist punkto Wundheilung gute Dienste, weil er antiseptisch und entzündungshemmend wirkt. Dafür muss er äusserlich aufgetragen werden. Am bekanntesten ist ... ... Huflattich jedoch für seine Hustenreiz-lindernde Wirkung, die bei den Bronchien ansetzt: So legen die in ihm enthaltenen Schleimstoffe einen dünnen Schutzfilm auf die Schleimhäute, wodurch diese sich beruhigen können. (Im Bild: Szene aus «Coffee and Cigarettes», 2002) findet man an vielen Orten. Und das ist gut: Wurde man von einem Insekt gestochen oder ist in ein Brennnesselfeld geraten, kann man ihn gleich pflücken, zerreiben und auf die lädierte Stelle auftragen. Denn der Spitzwegerich kühlt und wirkt schmerzlindernd. Doch die Pflanze wirkt nicht nur äusserlich: Wegen Inhaltstoffen wie Aucubin, Catalpol, Asperulosid, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Kieselsäure und Saponin hilft sie auch bei Reizhusten. Dank dieser wirkt er nämlich reizmildernd und leicht hustenlösend. (Im Bild: Szene aus dem Film «Contagion», 2011) Die meisten Menschen verwenden , weil er ihnen gut schmeckt. Doch er wirkt auch – nämlich antioxidativ, krampflösend und entzündungshemmend. Weiter wird er auch bei stoffwechselbedingten Hauterkrankungen wie diabetischer Ulzera eingesetzt. Laut neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen verhindert Bärlauch auch, dass sich Cholesterin in den Gefässen ansiedelt. Weiterer Pluspunkt des Knoblauch- und Zwiebelverwandten: Er regt die Verdauung an. Der lateinische Name des – Echinacea – dürfte den meisten Menschen wohl bekannt vorkommen. Nach ihm sind zahlreiche Produkte benannt, die das Immunsystem stärken und Erkältungen vorbeugen. Doch die Pflanze kann noch mehr, zum Beispiel Entzündungen hemmen und die Bildung von neuem Gewebe unterstützen. Sonnenhut wirkt aber auch bei heikleren Erkrankungen. So haben Studien gezeigt, dass er einen Anstieg an weissen Blutkörperchen nach einer Strahlentherapie fördern und sogar Chemotherapien unterstützen kann. (Im Bild: Szene aus dem Film «Heute bin ich blond», 2013) Die ist wie gemacht für die heutige Zeit. Denn ihre ätherischen Öle lösen nicht nur Krämpfe und fördern die Verdauung, sondern sorgen auch für Entspannung. Dies weil sie helfen, Stress ab zu bauen. Verwendet man Melisse auf der Haut, wirkt sie antibakteriell. Laut Forschern der Northumbria University in Newcastle erhöht Melisse zudem die Denkleistung. Weil sie dazu noch die Freisetzung des Neurotransmitters Acetylcholin fördert, kann sie auch Dementen helfen. (Im Bild: Szene aus «Honig im Kopf», 2014) ist vielseitig wirksam. Dies vor allem wegen der in ihm enthaltenen Flavonoide, Bilobalide und den Ginkgolide. Erstere schützen die Zellmembrane. Auch letztere können Zellen vor dem Zelltod bewahren und neue Zellen zum Wachstum anregen. Zudem steigern Bilobalide und den Ginkgolide den Blutfluss im Gehirn. Sie werden daher als Schlüsselsubstanzen bei der Behandlung von degenerativen Gehirnerkrankungen wie Alzheimer und Demenz gehandelt und gelten als gut verträgliches Gedächtnisschutzmittel. (Im Bild: Szene aus dem Film «Still Alice», 2014) Schon im 12. Jahrhundert wurde die als Heilpflanze gehandelt, 2009 war sie Heilpflanze des Jahres, wobei nicht die ätherischen Öle, sondern nur die Blüten medizinisch genutzt werden – vor allem bei Entzündungen, Wunden und bei Verdauungsbeschwerden. Aufgrund ihrer wohltuenden Wirkung findet die Ringelblume auch in der Krebstherapie Anwendung. In Form von Salbe hilft sie auch bei der Regeneration von durch Strahlentherapien strapazierte Haut bei Brustkrebspatientinnen. (Im Bild: Szene aus dem Film «Eierdiebe», 2003)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bobby Fischer am 21.05.2018 17:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hanf

    Die Hanfpflanze fehlt definitiv in dieser Liste!

  • pidi am 21.05.2018 17:15 Report Diesen Beitrag melden

    die natur

    danke für den artikel, schön dass solche informationen auch verbreitet werden... ich finde generell, dass man einen rat zuerst in der natur suchen sollte, den die funktioniert perfekt auch ohne unser zutun...

  • Rolf am 21.05.2018 17:04 Report Diesen Beitrag melden

    Natur

    Es gibt sehr viele natürliche Heilmittel die auch super wirken. Nur wehrt sich die Pharmaindustrie dagegen. Würde ja ihren Wohlstand gefährden. PS Zistrosen wären auch sehr gut.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Kräuter Pfarrer Küenzli am 22.05.2018 17:21 Report Diesen Beitrag melden

    Echtes Mädesüss

    Mit dem Echten Mädesüss hat die Pharma wegen einem "Generika" von ihnen für die breite Bevölkerung wirklich kein Interesse, dass das Wissen davon verteilt wird. Doch diese Pflanze ist als Heilpflanze unschlagbar und man findet sie überall in der Schweiz!

  • Andrea am 22.05.2018 12:23 Report Diesen Beitrag melden

    Sofort verbieten, böse böse Pflanzen

    Swissmedic aufgepasst, das ist eure Chance, wieder ein paar Pflanzen oder deren Inhaltsstoffe zu verbieten!

  • Hexer am 22.05.2018 11:57 Report Diesen Beitrag melden

    das mache ich schon

    sei ich 16 bin. Hanf gegen alles. auch wenn alles in Ordnung ist.

  • Naturbursche am 22.05.2018 11:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gibt noch viele

    Thymian, Brennnesseln, Kamille, Verbenen, Cannabis etc. hätten auch noch einen Platz in der Liste verdient. Dennoch super informativer Artikel.

  • Erika am 22.05.2018 10:23 Report Diesen Beitrag melden

    Pssst

    Sonst werden diese Pflanzen auch noch verboten.

    • Andrea am 22.05.2018 12:30 Report Diesen Beitrag melden

      @Erika

      Traurig aber wahr. Swissmedic verbietet alle paar Monate Inhaltsstoffe von Pflanzen. Echt traurig, dass die Natur so verboten wird und die Menschen kriminalisiert werden!

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