Gefahrenkarte

04. Mai 2013 15:13; Akt: 15.05.2013 15:40 Print

Hier lauern die Zecken

von Jean-Claude Gerber - Der Bund hat für alle, die sich gerne in freier Natur aufhalten, ein neues Tool aufgeschaltet, das aufzeigt, wo die Zeckengefahr am grössten ist und eine FSME-Impfung angebracht ist.

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Ein Blick auf die neue interaktive Karte des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zeigt, dass die Schweiz nur oberhalb von 1500 Meter über Meer frei von Zecken ist. In den meisten Gebieten, die darunter liegen, läuft man in Wäldern und auf Wiesen Gefahr, von einer Zecke gestochen zu werden. Ein solcher Stich ist nicht nur unangenehm, er kann auch eine Gefahr für die Gesundheit darstellen.

Die auch Holzböcke genannten Zecken können in der Schweiz verschiedene Krankheitserreger auf den Menschen übertragen, in erster Linie ein Bakterium (Borrelia burgdorferi) und ein Virus, welches die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), auch Zeckenenzephalitis genannt, verursacht. Wie die Karte zeigt, kann das Borreliose-Bakterium überall in den Zeckengebieten aufgelesen werden. Laut BAG sind 5 bis 30 Prozent (stellenweise sogar bis zu 50 Prozent) der Zecken damit infiziert. Schätzungsweise 6000 bis 12’000 Personen erkranken jährlich an der durch dieses Bakterium hervorgerufenen Krankheit, der so genannten Lyme-Borreliose. Gegen die Borreliose gibt es keinen Impfschutz, sie kann aber mit Antibiotika behandelt werden. Wichtig ist, dass sie früh erkannt wird.

Suche anhand der Postleitzahl

Eine Impfung wird hingegen dringend gegen die FSME empfohlen. Die Experten des BAG haben auf der jährlich aktualisierten Karte die Gebieten mit Impfempfehlung rot markiert, basierend auf Daten, die bis 1984 zurückreichen. Über 1000 m über Meer wurden bisher keine mit dem FSME-Virus infizierten Zecken gefunden. In der Schweiz werden jährlich zwischen 100 und 250 Fälle von Zeckenenzephalitis gemeldet. Etwa 80 Prozent der Patienten müssen ins Spital eingewiesen werden.

Neben den Impfgebieten hat das BAG auf der Karte auch Gebiete ausgewiesen, wo in der Vergangenheit deutlich mehr Menschen an FSME erkrankt sind. In diesen Gebieten mit lokalen Häufungen kommen 10 Mal mehr Fälle vor als ausserhalb. Ob Sie in einem Gebiet mit lokaler Häufung leben, können Sie auf der Gefahrenkarte auch über die Postleitzahl beziehungsweise über den Ort abfragen. Praktischerweise können auf der Karte auch die Wanderwege eingeblendet werden, so dass schon vor dem Ausflug entschieden werden kann, ob ein besonderer Schutz angebracht ist.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Daniela am 06.05.2013 08:23 Report Diesen Beitrag melden

    differenzieren und abwägen

    Wer die Impfung verträgt, sollte sich impfen lassen. Bei mir waren die Nebenwirkungen jedoch so heftig, dass ich nach der zweiten Impfung aufgegeben habe. Ich gehe jetzt nie ohne lange Hose, lange Ärmel und Anti Brumm in den Wald.

  • luckyluke am 05.05.2013 15:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kt. zürich

    da soll noch einer sagen wir zerstören die natur. der ganze kanton zürich ist hochrisikogebiet.. der dreck und smog und autoabgase sollte die zecken doch schon längst dahingerafft haben ;-) stattdessen ist auf der karte wo natur pur herrscht alles risikofrei

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  • Peter am 05.05.2013 06:50 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso im Vormarsch?

    Etwas weniger "Naturschutz" und unsere Zecken wären wieder frei von Krankheiten. Einfach Spalthufer wieder im Wald zulassen, Beisst die Zecke diese so sterben die aufgeführten Erreger in der Zecke ab. Leider kommt es beim Biss von Mäusen und Ratten zu Neuinfektion, aber die Erregerrate bei Zecken geht trotzdem um 70-90% zurück. Aber bitte nicht weitersagen, da man mit Impfen mehr Geld verdienen kann!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • R Wetter am 07.05.2013 08:51 Report Diesen Beitrag melden

    Borreliose

    Gegen FSME gibt es wenigstens eine Impfung, gegen Borreliose nicht. Bei uns hatte die ganze Familie schon Borreliose. Der harmloseste Fall konnte mit einer 1 monatigen Antibiotikakur behohen werden bei schlimmsten Fall gings ein Jahr inkl. Spital und 1 Monat jeden Tag eine Infusion, ganz gut wird es nie mehr

  • Oliver am 06.05.2013 11:53 Report Diesen Beitrag melden

    Letzte Impfung 1988

    Ich habe seit meiner Geburt (Impfung gegen Kinderlähmung,...) keine einzige Impfung mehr gemacht und lebe immernoch! Grund? Die Nebenwirkungen sind oftmals schlimmer als die Krankheit selber.

    • HP Kamelli am 06.05.2013 13:19 Report Diesen Beitrag melden

      Fakten..

      nur in Esoterik-Kreisen.. sachliche Fakten sagen etwas anderes aus.. ;-)

    • Beat am 06.05.2013 16:13 Report Diesen Beitrag melden

      Genau

      Tja, auch ich lebe noch, weiss aber nicht mehr wann das letzte Mal war. Aber sicher über 20 Jahre. Ich lasse mich nicht (mehr) vergiften!

    • B. B. am 06.05.2013 21:55 Report Diesen Beitrag melden

      Kamelli

      Immer her mit den sachlichen Fakten. Bin gespannt.

    • Henry am 06.05.2013 22:09 Report Diesen Beitrag melden

      immer diese Verweigerer

      Zurück in die Steinzeit

    • klaus.p am 06.05.2013 22:25 Report Diesen Beitrag melden

      mhm..

      ihr lebt nur so gesund weil sich alle anderen Impfen lassen. Würden sich weniger Impfen, würdet ihr darunter leiden, weil ihr dagegen nicht geimpft wäret

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  • Daniela am 06.05.2013 08:23 Report Diesen Beitrag melden

    differenzieren und abwägen

    Wer die Impfung verträgt, sollte sich impfen lassen. Bei mir waren die Nebenwirkungen jedoch so heftig, dass ich nach der zweiten Impfung aufgegeben habe. Ich gehe jetzt nie ohne lange Hose, lange Ärmel und Anti Brumm in den Wald.

  • Bäuerin am 05.05.2013 17:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Panikmache

    Wir als Landwirte werden im Jahr mehrmals gebissen. Auch unsere Kinder kommen selten ohne diese vom spielen oder arbeiten nach Hause. Uns und allen nachbarn gehts seit Generationen gut. Sind bestimmt langsam resistent gegen diese Viecher...

    • Manfred am 05.05.2013 19:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Landwirt

      Bin selber Bauer und hatte nach einem Biss eine Hirnhautentzündung. Das Risiko ist immer da

    • Andreas Gasser am 05.05.2013 21:30 Report Diesen Beitrag melden

      Ignorant

      Selten so einen dummen und ignoranten Kommentar gelesen. Niemand wird gegen FSME oder Borreliose resistent. Niemand! Sie hatten bisher ganz einfach Glück.

    • betroffen am 05.05.2013 22:02 Report Diesen Beitrag melden

      frühsommer

      Genau. Hatte vor Jahren eine FSE, als die Krankheit noch gar nicht bekannt war. Zwei Jahre Kopfweh ohne Unterbruch, dazu üble Attacken und Gedächtnisausfälle. Nichts was ich irgendwem wünschen würde.

    • Blue am 06.05.2013 12:55 Report Diesen Beitrag melden

      @Andreas Gasser

      Und trotzdem sind Antibiotika Antikörpfer die verabreicht werden. Anhanden von Tieren müssen die Mittel ja getestet werden und es gibt immer ein Antibakterium.

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  • luckyluke am 05.05.2013 15:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kt. zürich

    da soll noch einer sagen wir zerstören die natur. der ganze kanton zürich ist hochrisikogebiet.. der dreck und smog und autoabgase sollte die zecken doch schon längst dahingerafft haben ;-) stattdessen ist auf der karte wo natur pur herrscht alles risikofrei

    • Andreas Gasser am 05.05.2013 21:32 Report Diesen Beitrag melden

      Falsch!

      Die risikofreien Gebiete liegen über 1'500 MüM. Davon gibt's in der Schweiz einige. Wir sind schliesslich ein Bergvolk.

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