Unendliche Weiten

13. Dezember 2012 00:40; Akt: 13.12.2012 00:59 Print

Hubble sichtet sieben unbekannte Galaxien

Das Weltraumteleskop Hubble hat sieben bislang unbekannte Galaxien entdeckt. Das eintreffende Licht der entferntesten zeigt das Objekt 380 Millionen Jahre nach dem Urknall.

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Im Dezember 2012 entdeckt Hubble sieben sehr weit entfernte, bislang unbekannte Galaxien (im Hintergrund. Vorne die nicht dazugehörende . Das Bild zum 22. Geburtstag: Im April 2012 veröffentlichte die NASA dieses Hubble-Bild des . Hier sehen Sie die Antennen-Galaxien im Oktober 2011. Dieses Bild von Hubble ist das schärfste dieser Sternenhaufen, doch bald sollen mehrere Erdobservatorien (ALMA) noch schärfere Aufnahmen der 70 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxien machen. Die ALMA-Observatorien sollen einen zehn mal schärferen Blick ins All ermöglichen als Hubble alleine. Im Oktober 2011 wurden Daten von Hubble und Erd-Teleskopen zusammengefügt. Heraus gekommen ist dieses Bild von NGC 4038 und NGC 4039. Gasblasen dominieren den Blick auf die Zwerggalaxie : UGC 4305 liegt elf Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Grosser Bär. Forscher vermuten in der Region ein Schwarzes Loch. Das Bild wurde im September 2011 publiziert. Normalerweise haben Galaxien symmetrische Achsen, typische Spiralarme oder elliptische Formen. Weil alles das bei fehlt, nennt man sie irreguläre Galaxie. Sie liegt 13 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternenbild Jagdhunde und wurde von Hubble im Mai 2011 fotografiert. Die Balkenspiralgalaxie liegt 256 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Haar der Berenike. Sie gehört zum Coma-Galaxienhaufen, in dem es rund 1000 solcher Galaxien gibt. Das Bild entstand im August 2010. Im Februar 2009 nahm Hubble den ins Visier und zeigt die vier Monde des Planeten. Der grosse orangene Mond Titan wirft seinen Schatten oben auf Saturn. Darunter sehen Sie den kleineren Schatten des Mondes Mimas. Links als weisse Punkte im All komplettieren Dione (heller) und Enceladus (dunkler) das Bild. Das Galaxienpaar ist durch Gravitation verbunden und im 400 Millionen Lichtjahre entfernten Sternbild Walfisch beheimatet. Durch eine Kollision ist aus einer der Galaxien eine seltene Ringgalaxie geworden. Das Bild schoss Hubble im Oktober 2008. Hier verkehren zwei Galaxien miteinander: Im April 2008 fing Hubble diese stellare Mischehe von ein, bei der in 453 Millionen Lichtjahren Entfernung zwei Galaxien im Sternbild Grosser Bär kollidieren. Im August 2008 veröffentlichte die NASA anlässlich der 100 000. Erdumrundung von Hubble dieses Bild des Emissionsnebels im Sternbild Schwertfisch. Die im Sternbild Wassermann im Mai 2008. Mit 700 Lichtjahren Entfernung ist sie der Erde relativ nahe. Im April 2008 hielt Hubble fest, wie die Galaxien zueinander stehen. Insgesamt interagieren im Sternenbild Bärenhüter sogar vier Galaxien miteinander. Gestatten: der blaue Kugelsternhaufen auf einem Foto vom August 2007. Er gehört zur Grossen Magellanschen Wolke im Sternbild Schwertfisch. Blaue Kugelsternhaufen sind selten und unterscheiden sich von Kugelsternhaufen durch das relativ junge Alter ihrer Sterne. Im offenen Strenenhaufen IC 1396 im Sternbild Kepheus gibt es den, den Hubble im Juni 2007 fotografiert hat. Er ist rund 2400 Lichtjahre entfernt. Im im Sternbild Zebntaur herrschen Temperaturen von minus 272 Grad: Kälter ist es im Universum nirgendwo. Ein Stern in der Mitte lässt Gas mit 164 Kilometern pro Sekunde ausströmen, das auch für die niedrige Temperatur verantwortlich ist. Dieses Bild schoss Hubble im November 2007 mit einem Polarisationsfilter. Diesen Schnappschuss machte Hubble im Oktober 2007. Er zeigt den . Der im Mai 2007: Der dunkle Ring ist laut NASA dunkle Materie, die bei einem Zusammstoss zweier Galaxien entstanden sein könnte. Dem Himmel sei Dank ist dieser Ort fünf Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt. Der im Sternenbild Winkelmass im April 2007. Er wird alternativ auch Menzel 3 (oder Mz 3) genannt und läuft strahlenförmig mit etwa 50 Kilometer pro Sekunde auseinander. Es sieht aus wie ein kosmisches Auge, doch Grad. Der Name ist Programm: Den suchen Astonomen im Sternbild Jungfrau. Er ist 28 Millionen Lichtjahre weit weg und wurde im April 2005 fotografiert. Der dunkle Rand wird von Staub und Gas verursacht. Ein Blick in den vom Januar 2006 zeigt über 3000 Sterne. Hell links oben ist der Gasnebel NGC 1982 zu sehen. Hier sehen Sie den . Beide hängen miteinander zusammen. In den Armen der Spiralgalaxie liegen neue Sterne, die älteren sind im Zentrum. Als Hubble das Bild im Januar 2005 schoss, war es das Schärfste, das das Teleskop bis dato gemacht hatte. : Die Gasblase im Weltall ist 160 000 Lichtjahre von der Erde entfernt und liegt in der Grossen Magellanschen Wolke. Sie wurde von einem Stern verursacht, der mit einem Partikelwind und UV-Strahlung die Kugel geformt hat. Das Bild wurde 2004 veröffentlicht. Blick auf den im August 2003. Der im Sternbild Schütze leuchtet wegen der Strahlung junger Sterne im Inneren. Hubble lichtete NGC 6618 im April 2002 ab. Der Nebel hat eine Masse von 800 Sonnen und ist sieben Lichtjahre lang, von denen auf dem Bild etwa 2,5 zu sehen sind. Im Dezember 2004 schoss Hubble dieses Bild von . Die Rote Nova im Sternbild Einhorn ist 20 000 Lichtjahre entfernt. Die trägt ihren Namen, weil die Spiralgalaxie aussen eine Dunkelwolke hat, die möglicherweise durch Verschmelzen kleiner, staubreicher Sternensysteme entstanden ist. Das Bild von NGC 4826 schoss Hubble im Januar 2004. Der im Juni 2003: NGC 2736 liegt in 815 Lichtjahren Entfernung zur Erde im Sternbild Vela. Vor rund 11 000 Jahren explodierte hier eine Supernova. Als Nachhall davon dehnt sich der Nebel noch heute mit 640 000 Kilometern pro Stunde aus. Der im Sternbild Orion ist etwa 1500 Lichthare entfernt. Wasserstoff sorgt für die rote Färbung. Das Bild entstand im Januar 2001. Dieser planetarische Nebel heisst . NGC 2392 wird im Englischen aus offensichtlichen Gründen auch «Clownface Nebula» genannt. Er ist 2870 Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Zwilling. Stickstoff sorgt für die roten Farben, Wasserstoff für grün, Sauerstoff für blau und Helium für violett. Das Bild wurde im Januar 2000 aufgenommen. Im Mai 1999 fotografierte Hubble den so. Eine Supernova in der Magellanwolke, die 160 Miilionen Lichtjahre von der Erde entfernt ist, hat Gas ausgestossen, das in dieser Blase durchs All treibt. Die Blase heisst . Ultraviolette Einsicht - ein Bild aus den frühen Tagen der Hubble-Mission: Im April 1995 blickte das Teleskop in den . NGC 6611 befindet sich im Sternenbild Schlange und ist 7000 Lichtjahre entfernt. Gaswolken deuten auf die Geburt eines neuen Sternes hin. Hier ein Hubble-Bild vdes im Sternbild Carina. Eta Caterina hat die Masse von 100 bis 120 Sonnen, gehört zu den seltenen blauen Riesensternen und ist 7000 bis 10 000 Lichtjahre von uns entfernt. Im hat Hubble diese drei Lichtjahre hohe Gassäule fotografiert. Diese Staubgebilde gelten als Kinderstube der Sterne. Der Grund: Aus diesen Gaswolken beziehen junge Sterne ihre Materie. 8405 Asbolus ist ein . So nennt man Asteroiden, die zwischen Jupiter, Neptun und der Sonne kreisen. Sein Durchmesser beträgt etwa 84 Kilometer, das Alter wohl unter zehn Millionen Jahre. NGC 6302 liegt im Sternenbild Skorpion. In der Mitte dieses , der 4000 Lichtjahre entfernt ist, glüht ein Weisser Zwerg. ist ein planetarischer Nebel im Sternbild Pyxis.

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Das Weltraumteleskop Hubble hat sieben bislang unbekannte Galaxien erspäht. Sie seien vermutlich vor mehr als 13 Milliarden Jahren entstanden und gehörten zu den ältesten und am weitesten entfernten jemals gesichteten Galaxien, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Mittwoch in Washington mit.

Eine der Sterneninseln sei ein Kandidat für die bislang fernste Galaxie. Das jetzt gerade auf der Erde eintreffende Licht zeige das Objekt 380 Millionen Jahre nach dem Urknall. «Das ist wahnsinnig spannende Wissenschaft», sagte Nasa-Manager John Grunsfeld.

Das «Hubble«-Weltraumteleskop war 1990 ins All gebracht worden und beobachtet seitdem Licht, Ultraviolett- und Infrarotstrahlung.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • M.Huber am 16.12.2012 21:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gigantisch

    Einfach nur gigantische Bilder, ich würde sterben für Antworten.... Egal welcher Theorie man glaubt, die Bilder sprechen für sich und sind einfach nur schön !

  • HarleyKin am 13.12.2012 10:41 Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Bilder

    Hubble bring uns immer wieder die Schönheit der Schöpfung vor Augen... und die Kommentare dazu bestätigen, dass wir Menschen noch viel zu lernen haben. Deshalb finde ich Bild 12 bemerkenswert. WÄRE es wie angegeben eine Galaxie (Helix ist ein Nebel!!), dann hätten wir auch ein kleines Problem, denn dann hätten wir eine Galaxie in unserer Galaxie (der Milchstrasse)...

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  • steven am 13.12.2012 02:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    unglaublich

    vielen dank für die bilder!

Die neusten Leser-Kommentare

  • M.Huber am 16.12.2012 21:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gigantisch

    Einfach nur gigantische Bilder, ich würde sterben für Antworten.... Egal welcher Theorie man glaubt, die Bilder sprechen für sich und sind einfach nur schön !

  • Pascale am 13.12.2012 22:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bild 36

    Bild 36 erinnert mich, auf den ersten Blick, an einen asiatischen Krieger der in der linken Hand den Kopf eines Tigers hält. - Wunderschöne Aufnahmen!

  • herr loler am 13.12.2012 16:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    lol

    lol unbekannt... als ob wir schon alle anderen galaxien kennen würden xD

  • Nando am 13.12.2012 14:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    und jetzt?

    ... und jetzt... lebe ich länger oder was soll dieses Wissen bringen?

    • Jay Kohler am 14.12.2012 15:46 Report Diesen Beitrag melden

      Sowas wie dich...

      ...nennt man Ignorant! Hätte es dich auch nicht interessiert, wenn man dir im Mittelalter gesagt hätte, dass die Erde keine Scheibe ist??

    • ghandi am 15.12.2012 18:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      mesnchen

      jay kohler du hast recht so was wie dise"MENSCHEN" ist gift fur unsere welt ich glaube das in der galaxie das leben kommt!

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  • Erfindus Obtropus am 13.12.2012 11:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unglauich

    Ich frage mich immer wieder, ob es noch weitergeht, ob es mehrere Welträume gibt oder wo es aufhört. Faszinierend diese Unmenge an Masse.

    • Daniel Düsentrieb am 13.12.2012 16:10 Report Diesen Beitrag melden

      @Erfindus Obropus

      Das All ist unendlich, es gibt unzählige Einzugsgebiete, welche wir als "Urknall" bezeichnen und das All ist ausserdem voller Leben, welches uns aber nicht erreichen kann, wegen den zu grossen Distanzen, so sehe ich das.

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