Stephen Hawking

07. Mai 2017 12:16; Akt: 07.05.2017 13:53 Print

In 100 Jahren sind alle auf der Erde tot

Die Prognosen des Astrophysikers werden immer düsterer. Laut seinen neusten Aussagen wird die Zeit, die Erde zu verlassen, immer knapper.

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Schon in 100 Jahren könne die Menschheit nicht mehr auf der Erde leben, meint der weltbekannte Astrophysiker Stephen Hawking. Klimawandel, Asteroideneinschläge, Epidemien und Bevölkerungswachstum könnten die Erde unbewohnbar machen, warnt Hawking gegenüber der BBC. Deshalb müssten die Menschen schon bald fremde Himmelskörper besiedeln. Noch im letzten November gab Hawking der Menschheit 1000 Jahre auf der Erde.

Die BBC widmet dem Thema eine Dokumentation mit dem Titel «Expedition New Earth». Wissenschaftler um den Astrophysiker gehen darin der Frage nach, wie realistisch eine Besiedlung anderer Himmelskörper ist. Die Doku soll im Sommer 2017 ausgestrahlt werden.

Miniraumschiffe

Hawking hatte bereits im November 2016 den Aufbau von Kolonien auf dem Mars empfohlen. Es wird aber noch Jahrzehnte dauern, bis eine Besiedlung möglich wird. Zwar haben Weltraumagenturen längst den Mars zum Ziel bemannter Missionen auserkoren – aber konkrete Pläne gibt es bislang nicht.

Hawking denkt auch über unser Sonnensystem hinaus. Er unterstützt Pläne, unbemannte Miniraumschiffe mit Laserstrahlen zu Lichtjahre entfernten Sternen zu schiessen. Die Breakthrough-Initiative des russischen Milliardärs Jurij Milner hat das unserem Sonnensystem nächstgelegene Sternensystem als Ziel auserkoren: Alpha Centauri.

Tausende Atomkraftwerke nötig

Das Sternensystem ist 4,3 Lichtjahre entfernt – eine Sonde bräuchte mit aktueller Technologie rund 30'000 Jahre für eine Reise dorthin. Mit Laserschub soll der Flug aber nur 20 Jahre dauern.

Die Laser wären auf das zu beschleunigende Raumschiff ausgerichtet. Dieses müsste sich bereits im Weltall befinden und mit einem riesigen Segel bestückt sein. Es würde wie ein Spiegel das Laserlicht nahezu vollständig reflektieren. Dabei übertragen die Photonen einen Impuls auf das Segel und beschleunigen es.

Das Problem: Ultraleichte unbemannte Sonden bräuchten für die Laser eine kurzzeitige Leistung von etwa 50 Atomkraftwerken. Wollte man auf diese Weise aber bemannte Raumschiffe beschleunigen, wären Tausende Kraftwerke nötig, welche die Energie erzeugen.

(woz)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Beb Farn am 07.05.2017 12:35 Report Diesen Beitrag melden

    Verantwortlichkeit

    Wir müssen also auf dem Mars Kolonien bauen? Wieso denn nicht hier mit dem Geld den Umweltschutz unterstützen??? Endlich die Verantwortung übernehmen für unseren Lebensraum...

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  • Blerim am 07.05.2017 12:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Überbevölkerung an alles schuld

    Für mich ist überbevölkerung an allem schuld, 8 milliarden menschen jeden tag zu ernähren ist schwierig. Wenn die erdbevölkerung auf 2-3 milliarden geschrumpft ist wird es besser auf der welt.

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  • THINK am 07.05.2017 12:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ziemliche optimistische

    Aussage.... Den Mars besiedeln? Der Mensch hat andere Prioritäten, z.B. sich selbsts auszulöschen. Die Nachfolgen der Supereichen haben dann auch nichts mehr vom Geldberg.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sissi am 04.06.2017 13:17 Report Diesen Beitrag melden

    DIE lösung!

    Hm, dann soll es einfacher sein die ganze menschheit auf den mars zu verfrachten als die erde zu retten??? Bedenklich.... Ok. seit trump gewählt wurde scheinbar wirklich realistischer.... Mein vorschlag: TRUMP AUF DEN MARS SCHICKEN!!! -> problem gelöst :)

  • Didi Weidmann am 10.05.2017 13:31 Report Diesen Beitrag melden

    Wir niemals verifiziert!

    Eines kann ich mit Sicherheit sagen: "Diese Aussage von Hawking wird niemals verifiziert werden!"

  • Waldschrat am 09.05.2017 16:47 Report Diesen Beitrag melden

    Behandelt lieber die Erde ehrfürchtig

    Auch in 100 Jahren wird der Mars lebensfeindlicher sein als die Erde, sonst hätte man dort Leben gefunden. Und ein Leben, das ständig im Stahlcontainer stattfindet, ist auch nicht so richtig lebenswert. Mir würde die Biosphäre fehlen. Dort kann man nicht raus in die Natur gehen.

  • Olima52 am 08.05.2017 17:37 Report Diesen Beitrag melden

    100 nur noch für die Menschheit auf der Erde

    Schon schlimm was dieser Super Physiker hier beschreibt, aber ehrlich die Bedingungen gegenüber der ersten Aussage die Erde bietet uns noch 1000 Jahre alle Bedingungen für menschliches Leben, können sich in so kurzer Zeit nicht wesentlich verändert haben. Oder der Wissenschaftler war in seiner ersten Aussage von falschen Voraussetzungen aus gegangen. Allem zu Trotz, dies klingt wie ähnlich wie im Spielfilm "2012". Wir haben in diesem Zeitraum weder die Mittel, noch Möglichkeit unseren Planeten zu verlassen. Wer soll es sein, der den Planeten verlassen kann ?.

  • Norbert am 08.05.2017 16:36 Report Diesen Beitrag melden

    Die Natur regelt das !

    Kriege und Epedemien werden das Problem spätestens in 100 Jahren regeln !