Gene sind schuld

07. Dezember 2017 20:17; Akt: 07.12.2017 20:17 Print

Ist der Penis krumm, ist das Krebsrisiko hoch

von Fee Riebeling - Will Mann wissen, wie es um sein Krebsrisiko steht, lohnt sich ein Blick in die Hose: Die Form des besten Stücks verrät es.

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Nicht jeder Penis reckt sich im erigierten Zustand gerade nach vorne. Viele zeigen auch leicht nach links, rechts, oben oder unten. Was an und für sich kein Problem ist. Problematisch wird es erst, wenn das Glied sehr krumm ist, wie US-Forscher nachgewiesen haben. Das ist dann der Fall, wenn eine Peyronie-Erkrankung vorliegt. Eine solche entsteht, wenn sich entlang des Penisschafts kollagenhaltige Plaques oder Narbengewebe ansammelt (hier durch einen schwarzen Klebestreifen auf dem Luftballon symbolisiert). Das führt während der Erektion zu einer massiven Krümmung des Penis. Dabei gilt: Je grösser die Ansammlung, desto krummer das erigierte Glied. Die US-Forscher wiesen nun nach, dass die Betroffenen ... ... ein um 40-fach höheres Risiko für Hodenkrebs ... ... ein um 29 Prozent höheres Melanomrisiko (Schwarzer Hautkrebs) und ... ... ein um 40 Prozent erhöhtes Risiko für Magenkrebs haben. Mithilfe genetischer Analysen entdeckten die Forscher, dass Peyronie-Betroffene eine Reihe von Genen aufweisen, von denen bekannt ist, dass sie urologische Krebsarten wie Hoden- oder Prostatakrebs begünstigen. Aufgrund dieser Erkenntnis empfehlen die Mediziner, Männer mit Peyronie wegen ihres potenziell höheren Krebsrisikos stärker zu beobachten als bisher. So könnten Todesfälle verhindert werden. Doch das ist noch nicht alles, was es über das männliche Genital zu wissen gibt. Denn in der Schule wird nicht unbedingt vermittelt, dass im männlichen Geschlechtsteil rund 4000 Nerven enden. Das erklärt, warum Vorhaut, Eichel und das Vorhautbändchen zu den wichtigsten erogenen Zonen eines Mannes zählen. Apropos Details: Von der Vorhaut über das Vorhautbändchen und den Hodensack bis zum Damm verläuft die Penisnaht (Raphe penis). Dabei handelt es sich um eine Verwachsungsnaht. Bis zur 7. Schwangerschaftswoche sind die Genitalien aller Embryos weiblich. In der 8. Woche beginnt im Körper von Embryos mit männlicher Anlage die Produktion von männlichen Hormonen. Die winzigen Schamlippen schliessen sich und formen sich zur Verwachsungslinie. Obwohl dieser Teil der Entwicklung bei allen Penissen gleich läuft, gibt es zwei Arten Penis: Der Blutpenis ist im schlaffen Zustand klein. Er wächst während der Erektion deutlich. Der Fleischpenis ist auch schlaff schon ziemlich gross und hat dem im erigierten Zustand meist nur wenig hinzuzufügen. Viele Männer haben Komplexe wegen ihres vermeintlich zu kleinen Penis. Dabei ist der Riesenpenis nichts anderes als ein Riesenmythos. So haben 95 Prozent der Männer einen – im Ruhezustand – zwischen 7,5 und 15 Zentimeter langen Penis. Alles über 19 Zentimeter ist als Ausnahme zu betrachten. Nach Schätzungen haben weltweit nur 5000 Männer einen Penis, der erigiert länger als 30 Zentimeter ist. Der längste dokumentierte Penis soll übrigens sage und schreibe 48,3 Zentimeter lang sein und dem Pornostar Long Dong Silver gehören. Allerdings gibt es Behauptungen, die imposante Länge verdanke er einer geschickten Bildmanipulation und einer täuschend echten Prothese. Laut dem amerikanischen Pionier der Sexualforschung, Alfred Kinsey, kann ein Mann übrigens innerhalb von drei Sekunden eine Erektion bekommen. Je nach Alter des Mannes wird sein Penis etwa elfmal pro Tag steif. Zusätzlich bekommt das männliche Geschlecht im Schlaf durchschnittlich fünf weitere Erektionen. Von einer Dauererektion (Priapismus) spricht man, wenn die Erektion länger als zwei Stunden anhält. Doch wünschen sollte man sie sich nicht. Denn die Angelegenheit ist ziemlich schmerzhaft. Priapismus ist immer ein Notfall. Deshalb muss ein Arzt spätestens sechs Stunden nach dem Beginn der Dauererektion die Behandlung einleiten, sonst stirbt Gewebe unwiderruflich ab. Beim Liebesakt kann Mann sich einen Penisbruch zuziehen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine richtige Fraktur. Vielmehr wird das Einreissen der Penis-Schwellkörper als Penisbruch bezeichnet. Dies kann nur im erigierten Zustand passieren, etwa wenn er beim Sex zu ruckartig abgeknickt wird. Bei einem Penisbruch ist ein knackendes, peitschenartiges Geräusch zu hören. Danach setzt ein heftiger Schmerz ein, der Penis schwillt an und färbt sich blau. Noch bevor der Mann zum Höhepunkt kommt, tritt ein leicht klebriges und farbloses Sekret aus der Penisspitze: der Lusttropfen (Präejakulat), das männliche Pendant zum weiblichen Scheidensekret. Zusammen wirken beide wie ein natürliches Gleitmittel. Der Penis stösst das Ejakulat mit einer Geschwindigkeit von etwa 17 Kilometern pro Stunde aus. Das ist vergleichbar mit dem Tempo von Langstreckenläufern. Bei einzelnen Männern wurden sogar Geschwindigkeiten von bis zu 50 Kilometern pro Stunde gemessen. Tempo ist wichtig, damit die Spermien mit möglichst viel Druck in die Vagina gelangen. Das steigert die Chancen einer erfolgreichen Befruchtung. Beim Sex ist das Ejakulat durchschnittlich um 20 Prozent umfangreicher, als wenn der Mann selbst Hand anlegt. Laut Forschern produzieren Männer in ihrem Leben rund 50 Liter Sperma. Vorausgesetzt, sie ejakulieren von Jugend bis zum Rentenalter jeden zweiten Tag einmal. Für manche Männer ist nicht nur die Grösse ihres besten Stücks wichtig: Auch stark muss er sein. Den Titel als Mann mit dem stärksten Penis der Welt sicherte sich 1995 ein gewisser Mo Ka Wang aus Hongkong. Er stemmte 120 Kilogramm mit seinem Glied. Möglich war das nur dank jahrelangem Training.

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Es mag nicht auf die Grösse ankommen, aber sehr wohl auf die Form des besten Stückes eines Mannes. Das zumindest legt eine neue Studie aus den Vereinigten Staaten nahe. Wie die verantwortlichen Forscher an einer Tagung der American Society for Reproductive Medicine berichteten, haben Männer mit gekrümmtem Glied ein deutlich erhöhtes Risiko, an verschiedenen Krebsarten zu erkranken.

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Haben Sie schon einmal von Peyronie gehört?

Für die Studie haben die Wissenschaftler um Alexander Pastuszak vom Baylor College of Medicine in Houston die Daten von mehr als 1,5 Millionen Männern ausgewertet.

Genetische Verbindung

Dabei zeigte sich laut Independent.co.uk, dass Männer, die unter Peyronie leiden (siehe Box), ein um 40 Prozent höheres Risiko für Hodenkrebs haben, ein um 29 Prozent höheres Melanomrisiko (Schwarzer Hautkrebs) und ein um 40 Prozent erhöhtes Risiko für Magenkrebs.

Nachdem die Forscher das festgestellt hatten, führte das Team zudem genetische Analysen durch. Unter anderem untersuchten sie einen Vater und einen Sohn, die beide an der Peniserkrankung leiden. Dabei entdeckten sie, dass beide eine Reihe von Genen aufweisen, von denen bekannt ist, dass sie urologische Krebsarten wie Hoden- oder Prostatakrebs begünstigen.

Aufgrund dieser Erkenntnis empfehlen die Mediziner, Männer mit Peyronie wegen ihres potenziell höheren Krebsrisikos künftig stärker zu beobachten als bisher. So könnten Todesfälle verhindert werden.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Florian Meier am 08.12.2017 09:17 Report Diesen Beitrag melden

    Ich wundere mich

    Ich wundere mich eigentlich, dass wir Menschen überhaupt noch existieren bei all den möglichen Faktoren, die unsere Gesundheit gefährden.

  • Hudine am 08.12.2017 08:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles Banane?

    Mann kann auch krampfhaft nach Krankheiten suchen.. Jetzt darf nicht mal mehr der Penis krumm sein:)) ich glaube die Männer sind arm drann, sind doch fast alle Schäbis ein wenig krumm..

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  • René B. am 07.12.2017 22:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Todesfälle verhindern?

    Wohl kaum, denn wir werden alle einmal sterben, egal ob der Penis krum, gerade, dick, dünn, kurz oder lang ist.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Martin am 08.12.2017 14:11 Report Diesen Beitrag melden

    Mein Penis ist Krum

    Bin 31 Jahre alt und fühle mich Kern gesund. Sex funktionert auch ohne Probleme. Erektion ist einwandfrei. Immer diese Studien -.- Renne jetzt sicher nicht zum Arzt und lasse mich voll Checken und zahl dann 1000ende von Franken für nichts. Am Ende wird was gefunden was nicht behandelbar ist. Na dankeschön

  • despicable me am 08.12.2017 12:45 Report Diesen Beitrag melden

    GT-6

    Urks! ...und jetzt? Meiner startet mit einer Rechtskurve, geht rüber auf eine kurze Gerade zieht eine lange Haarnadelkurve links und endet mit einer langen Geraden (gut zum beschleunigen) Soviel Strecke in (ohne Kurven Kalkulation) in 16CM! ;P > es gibt nur ein einziges kleines Problem :)...rate mal welches?

  • Almundo am 08.12.2017 12:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Glück gehabt

    Na dann, zum Glück ist meiner gerade.

  • MIke am 08.12.2017 12:07 Report Diesen Beitrag melden

    echt jetzt...

    Ich habe das Gefühl, das es einem mehr schadet solche lustigen Artikel in Zeitungen zu lesen. Als sich gedanken über seinen krummen Freund zu machen.

  • unglaublich am 08.12.2017 11:10 Report Diesen Beitrag melden

    aber wahr

    20cm und pfiffä grad. Zum Glück habe ich ein Krebsrisiko weniger.

    • glaublich am 08.12.2017 15:53 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht wahr

      Na wahrscheinlich 13cm und dünn ;) Aber trotzdem weniger Krebsrisiko, gratuliere.

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