Brustkrebs

13. Februar 2018 11:43; Akt: 13.02.2018 11:43 Print

Kein Spargel, bessere Überlebenschancen?

Brustkrebs-Patientinnen sterben meist nicht durch den Tumor, sondern durch Metastasen. Forscher haben eine Idee, wie sich das Streuen eindämmen lässt.

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An Brustkrebs (Mammakarzinom) erkranken in der Schweiz pro Jahr etwa 6000 Frauen und 50 Männer. Damit ist Brustkrebs die häufigste Krebsart bei Frauen, wie die Krebsliga schreibt.

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Nach der Diagnose setzen die Ärzte zunächst alles daran, das Streuen des Tumors zu verhindern. Denn die meisten Betroffenen sterben nicht durch den Tumor, sondern durch Metastasen in anderen Organen.

Mehr Asparagin, mehr Metastasen

Dass nicht alle Tumorzellen gleich stark streuen, ist schon länger bekannt. Unklar war aber, was den Unterschied macht. Diese Lücke haben nun Forscher um Simon Knott vom Cedars-Sinai Medical Center in Los Angeles teilweise geschlossen.

Laut ihnen sorgt Asparagin für den Unterschied. Die Aminosäure wird vom Körper selbst produziert – auch von Brustkrebszellen. Je besser diese dazu in der Lage sind, desto wahrscheinlicher streut der Krebs, heisst es im Fachjournal «Nature».

Ernährung könnte Krebserkrankung beeinflussen

Doch welche Rolle spielt über die Nahrung aufgenommenes Asparagin beim Streuen von Tumoren (siehe Box)? Das untersuchte das Team um Knott mit an Brustkrebs erkrankten Mäusen.

Bekamen die Tiere stark Asparagin-reiches Futter vorgesetzt, streuten sich die Krebszellen stärker und schneller. War das Futter Asparagin-arm und bekamen die Mäuse zudem ein Medikament, das im Körper vorhandenes Asparagin abbaut, breiteten sich Metastasen deutlich weniger aus. Auf den ursprünglichen Tumor hatte das keine Auswirkung.

«Unsere Studie bestätigt, was sich in letzter Zeit zunehmend abzeichnet: Die Ernährung kann den Verlauf der Erkrankung beeinflussen», so Knott in einer Mitteilung. Ob diese Zusammenhänge auch beim Menschen gelten, sollen nun weitere Studien zeigen.

(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wulline am 13.02.2018 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    Viele Faktoren

    So viele Faktoren sind dabei zu berücksichtigen, mit der richtigen Ernährung alleine wird man nicht gesund. Aber grundsätzlich gilt: Das Leben ist immer tödlich. Darum sollten wir uns nicht auf die Angst vor dem Sterben konzentrieren, sondern auf die Freude am Leben.

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  • Manuela am 13.02.2018 12:32 Report Diesen Beitrag melden

    was nur?

    Und was soll ich jetzt noch essen?

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  • keinfastfoodistauchnichtdielösung am 13.02.2018 12:16 Report Diesen Beitrag melden

    Ernährung, ist wichtiger als man denkt

    Du bist was du isst. Ja das freut die Narhungsmittelgiganten sicher nicht. Wär toll wenn mehr über dieses Thema kommen könnte, auch im Bezug auf Ärzte die schon lange über die Heilung durch Ernährung therapieren. Liest man viel zu selten

Die neusten Leser-Kommentare

  • Sbu am 14.02.2018 10:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Biotta Saft

    Meine Mutter erhielt auch die Diagnose. Sie hat sich 6 Wochen nur flüssig ernährt, d.h. Biotta Säfte und viel Krâutertee. Bei weiteren Test, war plötzlich alles in Ordnung. Sie hat immer gesagt, sie hungere den Krebs aus. Die Ernährung hat sehr wohl einen grossen Einfluss. Dazu gibts gute Literatur. Sicher braucht es auch Mut, sich gegen die Ärzte, Medikamente, Bestrahlung etc zu stellen. Meine Ma wurde 89 Jahre alt.

  • Fran Cesca am 14.02.2018 09:34 Report Diesen Beitrag melden

    Essen, was die Natur hervorbringt

    Naturbelassenes Essen ist immer gesund, vorausgesetzt, es wurde nicht mit Glyphosat o.ä. verpestet. Esst, was der Garten hervorbringt an Gemüsen, Früchten und Beeren und Hülsenfrüchten und Wachteleier. Backt euer Brot wieder selber, da hat es keine E-Nr. drin und keine Feuchthaltemittel... Die Natur gibt uns Nahrungsmittel, die zugleich Heilmittel sind.

  • Wolfwoman am 14.02.2018 08:05 Report Diesen Beitrag melden

    Kopf einschalten!

    Sicher beeinflusst die Nahrung die Gesundheit - aber warum haben dann Frauen in Japan, China oder Indien kaum Brustkrebs und diese essen viele der aufgeführten Lebensmittel ausschliesslich - das macht nachdenklich das einfach mal wieder Vermutungen als mögliche Wahrheit dargestellt wird.

    • Ixi am 14.02.2018 09:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Wolfwoman

      Ähhm..woher wissen wir denn, dass diese Frauen nicht daran sterben??schon mal da gelebt oder nur aus den Medien gelernt?

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  • Mara am 14.02.2018 07:28 Report Diesen Beitrag melden

    Brustkrebs durch Östrogendominanz

    Viel nützlicher ist zu wissen, dass eine östrogen- dominanz den Brustkrebs fördert. Diese entsteht durch die Einahme von Pillen oder ab 35 Jahre durch Mangel an Progesteron. Im zweiten Fall sind starke Monatsblutungen ein sehr ernstes Signal. Leider bekommt man diese Info in der Arztpraxis nicht.

  • Black Eye am 14.02.2018 06:04 Report Diesen Beitrag melden

    Nestle wird es bald bringen

    Am besten ernährt ihr euch über eine Infusion welche an eure Genetik angepasst wurde.