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Mobbing in der Schule
21. November 2012 07:29; Akt: 21.11.2012 09:57 Print
Lieber dumm als ein Opfer
Ist derjenige Schüler, der zu viel weiss, der Dumme? Eine Studie zeigt, dass sich in Grossbritannien jedes zweite Kind schon mal unter Wert verkauft hat, um Hänseleien zu entgehen.
Die Bildstrecke: Nicht nur in der Schule, auch im Internet wird Mobbing zum Volkssport. Mit Pseudo-Profilen und Fotomontagen werden Andersdenkende beleidigt, belästigt und bedroht.
Streber hatten es in der Schule schon immer schwer, doch heute ist der Terror gegen kluge Köpfe messbar. In Grossbritannien haben 90 Prozent der Schüler bereits mitbekommen oder selbst erlebt, wie jemand wegen seiner hohen Intelligenz gemobbt wurde, zeigt eine aktuelle Umfrage der «Anti-Bullying Alliance» (ABA).
Die Folgen für die Kinder sind gravierend: 49,5 Prozent der Befragten zwischen 11 und 16 Jahren haben schon einmal ihr Talent heruntergespielt, um nicht ins Visier von Schlägern zu geraten. Bei Mädchen sind es sogar 53 Prozent. 27,3 Prozent der Schüler haben aus demselben Grund eine Aktivität aufgegeben, die sie gerne gemacht haben.
Mathe, Singen und Tanzen nicht mehr vorzeigbar?
Was bedeutet das konkret? Zwölf Prozent haben sich in Naturwissenschaften schon mal dümmer gestellt, als sie sind. Die Zahlen variieren dabei zwischen den Geschlechtern: Bei Mathematik sind es bei den Jungen 11,4 Prozent, bei den Mädchen dagegen 18,8 Prozent.
Doch es geht nicht nur alleine um schulische Leistungen: Unter den aufgegebenen Aktivitäten sind Tätigkeiten wie das Singen (elf Prozent), Tanzen (neun Prozent) und Theater (acht Prozent). Selbst eine Sportart musste bei acht Prozent der 1042 befragten Kinder daran glauben.
«Es ist inakzeptabel, dass Kinder eher das Gefühl haben, ihr Talent verstecken zu müssen, anstatt sich darüber zu freuen, und bei wichtigen Arbeiten bewusst zu wenig erreichen oder Dinge sein lassen, die sie gerne mögen», sagte ABA-Vorsitzender Ross Hendry bei der Vorstellung der Zahlen.
(phi)
Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, es stimmt. Und es ist hart zu sehen wenn das Kind nicht sein volles Potenzial ausschöpft, weil es Angst hat als Streber ausgegrenzt zu werden. Da das Mobbing hauptsächlich in einem Umfeld stattfindet (Schule), in dem man keinen direkten Einfluss hat (oder Angst haben muss, dass man es schlimmer macht), steht man der Situation recht hilflos gegenüber. Cyber Mobbing können Eltern entgegentreten, indem sie dem Kind beibringen, dass die Portale kein privater Raum sind und im Zweifelsfall mit den Eltern Rücksprache gehalten werden muss (Freunde, Beiträge etc). – Sabine C
Was hier nur bei Kindern vermutet wird, ist auch bei den Erwachsenen so. Sobald die auf reiner Logik aufgebaute Intelligenz als Bedrohung empfunden wird, setzen die Mechanismen der sozialen oder politischen Intelligenz ein. Dort wird dann via Informationsausschluss, Allianzbildung, Einsatz von Desinformation, Manipulation und List zielorientiert (sprich intelligent) weitergearbeitet. Intelligente Menschen ärgern sich gleich gar nicht mehr drüber, sie nehmens einfach zur Kenntnis von Misanthropen umgeben zu sein. – Helmut Steigele
Das spricht klar dafür, dass Schulklassen nach der Leistung der Schüler gebildet werden sollten. Einheitsklassen können guten Schülern kaum gerecht werden, weil erstens das Lerntempo durch die schwächeren Schüler gebremst wird und zweitens anscheinend auch, weil Schüler wegen Mobbing ihre Leistungen teilweise in so einem Umfeld nicht zeigen können. – Peschä
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Alle 151 Kommentare

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Schlauer als der Rest
War auch immer "schlauer als der Rest" und hab mich für die Intelligenz entschieden. Denn nur wer sich gegen Mobberei stellt und sich nicht unterkriegen lässt gewinnt. Na und? War ich halt unbeliebt, Aussenseiterin usw. Während jedoch ehemalige beliebte Schüler heute in der Migros die Regale befüllen sitze ich in der Uni und verdiene bald mal gut das dreifache :P an alle Peiniger: wartet nur alles wendet sich noch. Schlimm nur dass ich sogar von den lehrern mit schlechten Betragensnormen bestraft wurde, weil ich mich nicht "integrieren" würde.. Klar ich mache auf freunde und werde geprügelt?!
sowas
kenn' ich auch... :-(
Übertrieben
Man hört das immer so, ich erlebe es ganz anders. In Primarschule, sowie Sek A habe ich immer zu den besten gehört. Jetzt im KV bin ich Klassenbester und hab fast nie Noten unter 5.5. Deswegen wurde ch noch nie "gemobbt", eher benieden oder bewundert. Das ist ja auch klar... Ich glaube wenn jemand gemobbt wird, braucht es schon mehr, als nur gute Noten. Meiner Erfahrung mach finden es immer alle toll, wenn man gute Noten macht.
möglichkeit
mhh ich bin jetzt 18 und mache die matura. ich habe mich eigentlich nie dümmer gestellt. ich wurde am anfang gemobbt bis ich, einem bully den hinter gerettet habe. habe ihm nachhilfe gegeben. ab da war ich unter seinem schutz. abr das geht halt nicht immer.