One-Direction-Fan

16. Oktober 2017 08:08; Akt: 16.10.2017 08:08 Print

Mädchen (16) kreischt, bis die Lunge kollabiert

Weil sie an einem Konzert zu viel geschrien hatte, musste eine 16-Jährige in die Notaufnahme. Dort stellten die Ärzte einen Pneumothorax fest.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Es gab eine Zeit, da brachte die Boyband One Direction ihre meist weiblichen Fans reihenweise an den Rand des Wahnsinns. An Konzerten wurde geschrien, was die Lungen hergaben. Oder sogar noch mehr, wie ein jetzt im «Journal of Emergency Medicine» veröffentlichter Fall eines Mädchens aus Texas zeigt.

Umfrage
Haben Sie an einem Konzert auch schon vor Begeisterung geschrien?

Die damals 16-Jährige hatte an einem Konzert der Boyband so heftig geschrien, dass es bei ihr zu einer Kurzatmigkeit kam. Als die Beschwerden am nächsten Tag anhielten, suchte sie die Notaufnahme des UT Southwestern Medical Center in Dallas auf. Dort stellten die Ärzte zuerst nichts ungewöhnliches fest. Obwohl das Mädchen schnell atmete, tönte ihre Lunge normal.

Luft, wo keine sein sollte

Als die Ärzte dann aber auf die Haut im Brust- und Nackenbereich des Mädchens drückten, klang es, als würde man Puffreis zerdrücken – für die Ärzte ein klares Zeichen, dass Luft in das Gewebe unter der Haut gelangt war, wie Livescience.com schreibt. Eiligst angefertigte Röntgenaufnahmen bestätigten den Verdacht.

Das Mädchen hatte an vielen Körperstellen Luft , wo sie nicht hingehört: unter anderem in der Herzgegend sowie zwischen Brustfell und Brustkorb. Letzteres war auch der Grund für ihre Kurzatmigkeit. Gelangt nämlich Luft in den sogenannten Pleuralspalt zwischen Lunge und Brustkorb, behindert das die Ausdehnung der Lungenflügel, wodurch wiederum die Atmung einschränkt wird.

Potenziell lebensbedrohlich

Man spricht in diesem Fall von einem Lungenkollaps oder Pneumothorax. Das Krankheitsbild ist potenziell lebensbedrohlich, wenn es zu einem totalen Versagen der Atmung kommt. Doch das Mädchen hatte Glück, seine Lungenfunktion war nur leicht eingeschränkt.

Die Frage, weshalb die Luft beim Schreien aus dem Atemtrakt austrat, konnten die Ärzte nicht beantworten. Die Computertomografie zeigte keine Verletzungen. Möglicherweise gab es ein kleines Loch im Atmungsapparat, das nur aufging, als besonders viel Kraft, zum Beispiel zum Schreien, aufgewendet wurde, sich danach aber wieder verschloss.

Das Mädchen konnte das Spital jedenfalls nach einer Nacht wieder verlassen und ist heute vollständig genesen.

(jcg)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Leon am 16.10.2017 08:27 Report Diesen Beitrag melden

    "Die damals 16-Jährige..."

    Wie alt ist diese Story denn bitte schön?

    einklappen einklappen
  • Familie Feuerstein am 16.10.2017 09:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frage

    Vielleicht gelingt es ja, ein Konzert bzw. die Musik zu geniessen, statt die Bands anzuschreien.... Seltsames Phänomen.

    einklappen einklappen
  • Pack Man am 16.10.2017 08:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Boybands?!Völlig überbewertet!

    Das die Boybands atemrauben auf die Mädchen wirken,wissen wir doch alle schon seit langem.An die Vernunft zu appellieren ist in dem Fall so,als wolle man Fischen das Radfahren beibringen!;)

Die neusten Leser-Kommentare

  • Didi am 16.10.2017 14:19 Report Diesen Beitrag melden

    Lebensgefährlich

    Jetzt ist es endlich amtlich: Teeny-Geschrei ist lebensgefährlich! - Da gibt's nur noch eins: Konzerte von Biber und anderen müssen umgehend verboten werden!

  • Alumdria841 am 16.10.2017 14:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    2005

    Tokio Hotel war damals tausend mal krasser. Ich war damals in der Mittelstufe und die Mädchen waren echt heftig drauf. Wenn man heute auf Youtube ein Video von einem Konzert anschaut - Natürlich nur um die Erinnerungen zu pflegen :D - wird einem fast schlecht.

  • Miriam am 16.10.2017 13:12 Report Diesen Beitrag melden

    Das Schreien der Mädchen

    Das Schreien der Mädchen ist purer Egoismus. Vorallem in der Pupertät. Sie schreien nach Aufmerksamkeit, hier bin ich. In ihren feuchten Träumen sind sie ja mit so einem "Star" zusammen und alle Freundinnen beneiden sie darum.

  • G.G am 16.10.2017 10:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gargamel

    Der Arzt hätte gleich einen Knoten in den Hals machen sollen. Das hätte ihr vielviel besser getan. Angebracht ist es nur wenn man an dem Tag weiss das man Millionär geworden ist. Dann macht es Sinn!

  • Kleine am 16.10.2017 10:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer leben lassen

    Oh ja auch dass sind nur Menschen. Leben und leben lassen,und dass wollen die doch dass man kreischt. Sie sind nicht an einer Oper.