Immer unerklärlicher

05. Januar 2011 15:44; Akt: 05.01.2011 16:12 Print

Massenhaftes Tiersterben – auf der ganzen WeltMassenhaftes Tiersterben – auf der ganzen Welt

von Karin Leuthold - Vögel fallen vom Himmel, Fische treiben im Wasser: Das mysteriöse Tiersterben ist nicht mehr nur auf die USA beschränkt. Die Erklärungen sind teils absurd.

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In der schwedischen Stadt Folköping sind am 5. Januar 2011 rund 1000 tote Dohlen gefunden worden. Der Amtsveterinär nahm fünf Vogelkadaver mit, um die Todesursache zu erforschen. Die Todesursache bleibt aber noch unklar. Am 4. Januar 2011 wurden bei der Ortschaft Pointe Coupee im Bundesstaat Louisiana 500 verendete Vögel gefunden. Die Kadaver lagen auf einer Landstrasse. Rund 500 Kilometer nördlich von Pointe Coupee hatte nach der Sylvesternacht ein erstes mysteriöse Vogelsterben im Bundesstaat Arkansas weltweite Schlagzeilen gemacht. Das mysteriöse Vogelsterben von Beebe ist nach ersten Einschätzungen von Wissenschaftlern durch Feuerwerk verursacht worden. Die fast 5000 getöteten Tiere seien vermutlich erschrocken, hätten die Orientierung verloren und seien dann gegen Häuser, Autos und andere Hindernisse geflogen, sagten Ornithologen. Die Einwohner der US-Kleinstadt Beebe waren an Neujahr von einem massenhaften Vogelsterben überrascht worden. Zudem waren in der Ortschaft Ozark, etwa 200 Kilometer vom Fundort der Vögel, auf dem Fluss Arkansas tote Fische auf einer Strecke von 30 Kilometern gefunden worden. In Beebe habe es regelrecht tote Vögel geregnet, teilte die Jagd- und Fischereikommission des Bundesstaates Arkansas am nächsten Tag mit. Die Stadtreinigung hat mehr als 5000 Kadaver aufgesammelt. Es sei schon merkwürdig, dass die Putzequipe mit Gasmasken und chemischen Schutzkleidern unterwegs sei, meinten die Nachbarn. Bei den meisten Tieren handle es sich um Rotschulterstärlinge, erkennbar an ihren roten Flügelflecken.

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Das Massensterben in der Tierwelt geht weiter: Nach dem mysteriösen Tod von mehreren hunderttausend Vögeln und Fischen in Arkansas und von 500 Vögeln in Point Coupee, Louisianna, sind vier weitere Fälle bekannt geworden. Im US-Bundesstaat Maryland, in Brasilien und in Neuseeland sind tote Fische aufgetaucht. Die schwedische Zeitung «Aftonbladet» meldet den mysteriösen Fund von etwa 1000 toter Dohlen in der rund 150 km nordöstlich von Göteborg gelegenen Stadt Falköping.

Die jüngste Entdeckung in Schweden macht das Massensterben immer geheimnisvoller. Ein Vogelexperte vermutete gegenüber der schwedischen Nachrichtenagentur, die üblicherweise in grossen Gruppen übernachtenden Dohlen seien wohl gleichzeitig aufgeschreckt worden und dann ziellos herumfliegend mit verschiedenen Hindernissen kollidiert. Der Ornithologe Anders Wirdheim erklärte, dass es sich sowohl in Schweden als auch bei den in den USA beobachteten Fällen von Vögelmassensterben jeweils um Arten gehandelt habe, die gemeinsam und in grossen Gruppen übernachten.

Ursache ist unklar, Theorien gibt es viele

Wie die Zeitung «The Advocate» meldet, sind bei Chesapeake Bay mehrere tausend tote Fische angeschwemmt worden: «Wir haben junge Menhaden und Barsche gefunden», sagt Dawn Stoltzfus vom Umweltdepartement Maryland. Die brasilianische Zeitung «Parana Online» meldet, dass 100 Tonnen toter Sardellen an den Stränden von Paranagua angespült wurden. Auch in Neuseeland sollen laut einem Bericht des «New Zealand Herald», bei Little Bay und Waikawau Bay Hunderte toter Snapper gefunden worden sein.

Das Massensterben mobilisiert viele Verschwörungstheoretiker. Während die Behörden niemandem «absichtliche Aktionen» unterstellen, weil bislang keine Giftspuren bei den Tieren gefunden worden sind, häufen sich die Vermutungen der Internetgemeinde: sie sind zwischen einigermassen plausibel und absolut haarsträubend zu bezeichnen.

So wird behauptet, die US-Regierung habe in der Silvesternacht eine neue biologische Waffe getestet. Die mutigsten der Verschwörer sprechen gar von einem akustischen Hochfrequenzarsenal. Andere versteigen sich in die These, dass die Vögel ihre Orientierung verloren haben, nachdem sich das elektromagnetische Feld der Erde verschoben hat.

Es passiert öfter, als man meint

Wissenschaftler reagieren mit einem Lächeln, wenn sie mit solchen Szenarien konfrontiert werden. Eine klare Begründung für das Massensterben haben sie aber auch nicht. Die Theorie Knallkörper und Böller hätten die Vögel aufgeschreckt, lässt sich jedenfalls nicht halten. Eine mögliche Erklärung für die gehäuften Todesfälle könnten die eisigen Temperaturen sein: Durch den sehr kalten Winter in Nordamerika und Europa und dem damit einhergehenden Mangel an Nahrung seien die Tiere zusätzlich geschwächt. Dies erhöhe die Wahrscheinlichkeit, dass verschreckte Vögel massenhaft gegen Hindernisse prallten und zu Tode stürzten, sagt der schwedische Vogelkundler Wirdheim.

Auch in den USA will man auf die Verschwörungstheorien nicht eingehen. Richard Gibbons, vom Vogel- Konservierungscenter in Louisiana, schüttelt den Kopf. «Massensterben sind nicht so ungewöhnlich», meint er. Er glaubt, dass dies öfters stattfinde, allerdings auf abgelegenen Feldern und deshalb unbeachtet bleibe.

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  • baufit am 13.01.2011 16:28 Report Diesen Beitrag melden

    Tiersterben zunächst ein Phänomen

    Selten so viele Kommentare! Es bewegt die Menschen. Was mich erschüttert ist, wie stark die Menschen Pro respektiv Kontra sind. Die einen schreien Haarp die andern Verschwörungstheorien... 1. Vergessen sie so das Leid der geschundenen Tiere in der Luft, auf dem Land und im Wasser. 2. Im Kampf"Jeder gegen Jeden" kommt man der Sache nicht näher. Vielleicht liegt gerade da der Hund begraben. Nämlich Unsicherheit und Terror zu säen und die Menschen in Dualität zu treiben damit man sie umso sicherer im Sack hat. Wer oder was ist übrigens "man"?

  • Ursi am 08.01.2011 00:04 Report Diesen Beitrag melden

    ???

    "Die mutigsten der Verschwörer sprechen gar von einem akustischen Hochfrequenzarsenal" . Googelt doch mal: haarp homepage. Haarp ist real, keine Theorie. Die Frage ist höchstens was damit alles möglich ist oder nicht. Ob dieses Massensterben damit zu tun hat sei dahingestellt, wäre aber logischer alls die teils ziemlich abstrusen Erklärungen in den Medien, wie beispielsweise das die Vögel wohl gegen eine Starkstromleitung geflogen seien, dümmer gehts nimmer... Die Menschen, die Radiowellen und ähnliches in Betracht ziehen sollen Verschwörer sein? Ich kann dieses Wort sowieso nicht mehr hören..

  • Jan Meyer am 07.01.2011 23:50 Report Diesen Beitrag melden

    Verschw.theoretiker nutzen Wissenschaft

    An all jene, die der Verschwörungstheorie zusagen und Andersdenkende Hörigkeit der Wissenschaften zuschreiben, so frage ich mich, ob jene denn noch wie Neandertaler leben? Ihre Nahrung selbst jagen, anbauen und sich selbst heilen, wenn sie krank werden. Warum benutzen sie dann Internet, Autos und gehen für Geld arbeiten? Seltsame Ansichten, die manche Menschen dazu treibt, solchen Nonsens zu schreiben. Ich weiss auch nicht, warum das so ist, doch warum E.T. oder der NASA oder sonstwem, hauptsache Amerikaner, die Schuld dafür zu geben? Einfache Lösung, eh?

    • ein leser am 08.01.2011 14:18 Report Diesen Beitrag melden

      Sie haben es auf den Punkt gebracht

      Finde ich auch. Diese Ignoranten haben ein unglaublich einfach konstruiertes Weltbild und sehen überall gleich Kausalitäten.

    • Adnan Velic am 16.01.2011 14:02 Report Diesen Beitrag melden

      Was?

      Unglaublich einfaches Weltbild? Selbstveständlich werden diese Medien genutzt, warum denn auch nicht um Gottes Willen?? Es geht um etwas völlig anderes hier. Diese "Ignoranten" müssen sich in verschiedensten Themen auskennen und ich rate dir mal an dich mit hochfrequenztechnologie auseinanderzusetzen bevor man jemanden verurteilt

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