Organische Stoffe

03. Oktober 2017 11:27; Akt: 03.10.2017 11:27 Print

Meteoriten brachten das Leben auf die Erde

Forscher aus Kanada und Deutschland sind überzeugt, dass organisches Material von Meteoriten die Entstehung des Lebens begünstigt hat.

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Meteoriten könnten bei der Entstehung des Lebens auf der Erde eine wesentliche Rolle gespielt haben. Die Meteoriten sollen in warmen kleinen Teichen auf der Erde gelandet sein und dort organische Stoffe deponiert haben. Darauf deuten neue Forschungsergebnisse von Wissenschaftlern der McMaster University in Kanada und des Max-Planck-Instituts für Astronomie (MPIA) in Heidelberg hin.

Die Forscher berichteten am Montag im Fachmagazin «Proceedings of the National Academy of Sciences» über ihre Erkenntnisse. Sie berechneten ein Szenario für die Entstehung von Leben auf der Erde, das auf astronomischen, geologischen, chemischen und biologischen Modellen beruht.

In diesem Szenario formte sich das Leben nur wenige Hundert Millionen Jahre, nachdem die Erdoberfläche soweit abgekühlt war, dass flüssiges Wasser existieren konnte.

Bausteine aus dem All

Die wesentlichen Bausteine für das Leben wurden während der Entstehung des Sonnensystems im Weltraum gebildet und durch Meteoriten auf der Erde deponiert, wie das MPIA weiter aus der Studie zitierte. Diese organischen Stoffe könnten dann die Entstehung des Lebens auf unserem Planeten in Form von selbstreplizierenden RNA-Molekülen ermöglicht haben.

RNA (Ribonukleinsäure) gilt als ein Kandidat für frühere, primitive Lebensformen. Die wichtigsten Bausteine von RNA und DNA (Desoxyribonukleinsärure) sind die Nukleotide, durch deren Abfolge der genetische Code gespeichert ist.

Die wichtigste Eigenschaft der RNA ist die Selbstreplikation: Denn RNA kann die richtigen Nukelotide zusammensammeln und zu einer Kopie von sich selbst zusammenfügen.

Astronomie als Teil der Antwort

Wie genau vor rund vier Milliarden Jahren das Leben auf der Erde entstand, gilt seit langem als eine der grossen Fragen der Wissenschaft. In der Frühzeit der Erde trafen ungleich mehr Meteorite unseren Planeten als heutzutage.

«Um den Ursprung des Lebens zu verstehen, müssen wir die Erde so verstehen, wie sie vor Milliarden von Jahren war», erklärte der MPIA-Forscher Thomas Henning.

«Wie unsere Studie zeigt, liefert die Astronomie einen wichtigen Teil der Antwort», betonte Henning, einer der Co-Autoren der Studie. «Die Details der Entstehung unseres Sonnensystems haben direkte Folgen für den Ursprung des Lebens auf der Erde.»

Der MPIA-Wissenschaftler Dmitri Semenow hob hervor, die Studie beinhalte ein «konsistentes Szenario für die Entstehung des Lebens auf der Erde». «Wir haben plausible physikalische und chemische Informationen über die Bedingungen geliefert, unter denen das Leben hätte entstehen können.»

Jetzt seien die Experimentatoren an der Reihe, «herauszufinden, wie das Leben unter diesen ganz spezifischen frühen Bedingungen tatsächlich entstanden sein könnte».

(jcg/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hube am 03.10.2017 11:38 Report Diesen Beitrag melden

    Viel glaubwürdiger...

    ...als den Quatsch, den ein religiöses Buch verlauten lässt. Meine Meinung :)

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  • asdf am 03.10.2017 11:40 Report Diesen Beitrag melden

    Irreführender Artikeltitel!

    weshalb ist der Titel des Artikels eine absolute Aussage? Es müsste heissen "Meteoriten könnten das Lebens zur Erde gebracht haben" denn bewiesen ist das nicht, auch dann noch nicht wenn es wahrscheinlich ist und vieles darauf hindeutet.

  • reto hofmann am 03.10.2017 11:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    leben aus dem all

    jetzt warten wir noch darauf das sie auch intelligentes leben bringen!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Hoschi Bumm am 04.10.2017 19:21 Report Diesen Beitrag melden

    Ich war es

    Es tut mir sehr Leid, das mir vor dem Urknall, der das Universum schuf, ausversehen die falschen organischen Stoffe bei einem Unfall in meinem Labor zusammen trafen. So war es nicht geplant. Zum guten Glück konnte ich den Raum versiegeln und die Luft entziehen. Dummerweise war das aber ein Fehler, denn im Luftleeren Raum gab es dann diesen Urknall und so dehnte sich das All in die Unendlichkeit aus. Sorry Leute ;-)

  • Mein Typ.. am 04.10.2017 17:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eeeeem..

    Lasst doch jedem das seine..belehren muss nur derjenige..der nicht ganz sicher ist..

  • Boris am 04.10.2017 14:51 Report Diesen Beitrag melden

    An alle die an einen Schöpfer glauben.

    Die Wissenschaftler können doch schon lange erklären und zum Teil auch beweisen, wie die Erde, der Mond und die Sonne entstanden sind, wobei der Schöpfer, die Natur und der Designer, die Gravitation dabei waren. Also warum soll denn die Mutter Natur einen Gott erschaffen haben, der dann das Leben auf der Erde erschaffen haben soll ? Wenn die Natur das doch alles alleine, ganz ohne Gott, so gut hin kriegt. Das ergibt für mich keinen Sinn.

    • Wunderfitz am 04.10.2017 15:40 Report Diesen Beitrag melden

      Wahrheit

      Lieber Boris, Wissenschaftler können Beweisen wie die Planeten entstanden sind? Das wäre mir neu! Bis jetzt gibt es nur Theorien (wie das mit den Meteoriten) jedoch konnte man nie etwas beweisen, das selbe gilt auch für die Bibel.. :)

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  • Boris am 04.10.2017 14:28 Report Diesen Beitrag melden

    Die Beweise stecken in den Meteroiten.

    Das vermutet man schon lange, überigens das gleiche betrifft das Wasser. Das entsteht nicht auf der Erde. Darum will man ja diese in Zukunft genauer untersuchen.

  • Smile am 04.10.2017 13:42 Report Diesen Beitrag melden

    Amüsant

    Um den Ursprung des Lebens zu finden kriechen sie in die tiefsten Untiefen des Meeres zu den Schloten und dann wieder in die höchsten Höhen des Universums um nichts zu finden. Echt verzweifelte Geschöpfe :-)

    • Boris am 04.10.2017 14:38 Report Diesen Beitrag melden

      Was,denn höchste Höhen ?

      Der Mensch war bis heute nur auf dem Mond, das ist überhaupt nicht weit oben. Eigentlich hat der Mensch was die höchsten Höhen betrifft gerade mal einen winzigen, kaum sichtbaren Hüpfer gemacht.

    • Klaus07 am 04.10.2017 15:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Smile

      Die wirklich verzweifelten Geschöpfe sind diejenigen, die sich krankhaft an ein 4000 Jahre altes Buch Klammern und an Geschichten wie Meerteilung, Arche, Verwandlung Wasser in Wein oder über das Wasser laufen Glauben! Da hat Harry Potter noch mehr Wahrheitsgehalt!

    • Archibald am 04.10.2017 15:37 Report Diesen Beitrag melden

      @Klaus

      Also Wasser in Wein verwandeln kann ich auch, braucht nur Zucker, Hefe und ein paar Monate Zeit dazu. Nur im Gegensatz zum erwähnten alten Buch, liefert die Wissenschaft auch das Vorgehen dazu ;)

    • DeepKonsul am 04.10.2017 16:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Boris

      Im All gibts kein Oben und Unten. Keine Schwerkraft...

    • Klaus07 am 04.10.2017 18:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Archibald

      Tolle Antwort. Wenn Sie die Umwandlung jetzt noch in 2 Sekunden hinkriegen, dann werde ich meine Überzeugung hinterfragen.

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