Schauriges Röntgenbild

01. Dezember 2017 10:14; Akt: 01.12.2017 10:14 Print

Nur Kot, doch wo sind die Organe der 34-Jährigen?

Dieses Röntgenbild macht selbst erfahrene Ärzte ratlos, denn Organe sucht man hier vergebens.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Unbändige Schmerzen trieben Kelly Yeoman aus Bristol ins Spital. Obwohl die Ärzte dort die Ursache ihres Leidens schnell ausfindig machten, konnten sie ihr nicht helfen. In diesem Fall ist der Eingriff von Spezialisten nötig.

Umfrage
Wurden Sie schon mal Opfer eines Arztfehlers?

Der Grund: Dort, wo normalerweise Magen, Leber und Lunge sitzen, befinden sich bei der 34-Jährigen Fäkalien – und damit etwas, womit auch die erfahrensten Mediziner nicht allzu häufig konfrontiert werden, wenn es überhaupt dazu kommt.

Folgenreicher Operationsfehler

Yeoman geht davon aus, dass eine zurückliegende Routine-Operation der Auslöser war. Der Chirurg könnte abgerutscht sein und mit seinem Skalpell den Darm angeritzt haben. In der Folge nimmt der Kot nicht mehr seinen normalen Weg aus dem Körper hinaus, sondern gelangt über die perforierte Stelle in den Bauchraum.

Seit August liegt die junge Frau im Southmead-Krankenhaus in Bristol. Dort erhält sie einen Cocktail aus verschiedenen Schmerzmitteln und muss sich immer wieder kleineren Eingriffen unterziehen, die das Problem bisher jedoch nicht lösen konnten.

«Wir rechnen mit dem Schlimmsten»

Zu den starken Schmerzen kommt eine ständige Übelkeit, wie Yeomans Freundin Kate Rankin auf der Crowdfunding-Plattform Gofundme.com schreibt: «Regelmässig erbricht sie eine üble Mischung aus ihrer letzten Mahlzeit und Kot. Wir können zusehen, wie es mit ihr immer weiter bergab geht.»

Die einst «glückliche, starke und entschlossene Freundin» werde zunehmend ein Schatten ihrer selbst. Auch das Atmen falle ihr zunehmend schwer. «Wir fangen an, mit dem Schlimmsten zu rechnen», so Rankin.

Um Yeomans Leiden endlich ein Ende zu setzen, hat ihre Freundin das Geld für die lebensrettende Operation mit Hilfe der Netzgemeinde bereits zusammenbekommen.

(fee)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Studentin am 01.12.2017 10:21 Report Diesen Beitrag melden

    NHS?

    Die Briten haben doch mit der NHS eine staatliche Krankenkasse. Warum muss jetzt für die OP Geld gesammelt werden? Das scheinen mir sehr amerikanische Zustände. Und ist Kot im Bauchraum nicht extrem toxisch? Würde da nicht notfallmässig operiert werden? Alles etwas komisch.

    einklappen einklappen
  • Simi am 01.12.2017 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    Skepsis

    Der Bauchraum voller Kot und das schon seit 3 Monaten? Wär sie dann nicht schon längst an Sepsis gestorben? Und dann noch öffentlich Geld sammeln für eine lebensrettende Operation, die ganz sicher von der Krankenkasse übernommen werden muss? Das alles kommt mir irgendwie spanisch vor.

    einklappen einklappen
  • Confus am 01.12.2017 10:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Seltsame Geschichte

    Darmperforationen sind nicht so selten, wie in diesem Bericht vorgegaukelt wird, die Ursache ist häufig ein vorangegangener, mechanischer Darmverschluss, der gerade bei älteren Menschen recht häufig vorkommt. Da ein solches Unbehandelt immer tödlich endet, muss umgehend operiert werden. An dieser Geschichte stimmt also vermutlich etwas nicht.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Globi am 02.12.2017 13:19 Report Diesen Beitrag melden

    Globi bei der NHS

    Für alle die, die die NHS nicht aus eigener Erfahrung kennen: Die NHS ist zwar "gratis", aber für alle Operationen bestehen ganz, ganz lange Wartelisten. Viele Krebskranke warten zum Beispiel so lange auf Ihre Entfernung des Tumors, dass dieser in der Wartezeit metastasiert (d.h. sich im Körper ausbreitet). Das ist der Grund, weshalb die Patientin im Artikel (so wie viele andere NHS-Patienten auch) Geld sammelte. In der Schweiz wäre das ein Notfall, der sofort operiert würde, d.h. nicht zu viel über die "hohen" Krankenkassenprämien maulen...

  • Arzt am 02.12.2017 09:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Chabis-chäs

    So än chabis-chäs!! 1. ist das röntgenbild des bauches nicht da um die organe zu beurteilen! Das einzige was dieses bild zeigt ist eine ausgeprägte koprostase, was nichts anderes bedeutet als full of shi... 2. wenn eine freie darmperforation vorhanden wäre gäbe es luft in der bauchhöhle, dies hingegen würde man im stehenden röntgen sehen als luftsichel unter dem zwerchfell (hier nicht vorhanden) 3. wenn der ganze kot in die freie bauchhöhle gelangt ist das eine schwerste erkrankung, welche nicht ohne notfall-op mit dem leben vereinbar wäre! Dieser artikel hinkt gewaltig!!

    • Globi am 02.12.2017 13:23 Report Diesen Beitrag melden

      Globi kennt die NHS

      Lieber Arzt Sie waren wohl noch nie bei der NHS. Lesen Sie mal ein, zwei Tag eine britische Tageszeitung. Es kommt täglich vor, dass Patienten in Wartesälen der NHS oder auf Liegen in den Gängen sterben. Tumore metastasieren bei der NHS während die Patienten (zum Teil jahrelang) auf die operative Entfernung ihres Tumors warten... das im Artikel geschilderte ist in UK völlig üblich und bekannt, nur wir Schweizer (die wir im Paradies leben) wissen von nichts...

    einklappen einklappen
  • Krankenschwester am 02.12.2017 07:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unglaubwürdig

    Ich glaube der Geschichte nicht. Wenn das so wäre, müsste die Frau schon längst an Sepsis(Blutvergiftung ) sterben. Andere Behauptungen in der Geschichte stimmen für mich auch nicht. Da wartet man seit August um sie richtig zu operieren. Währen dessen liegt sie so im Spital und verursacht auch kosten, also das kann nicht sein, nicht im GB und nein Leute, glaubt nicht alles. So eine unglaubwürdige Geschichte

    • Globi am 02.12.2017 13:26 Report Diesen Beitrag melden

      Globi und die NHS

      Liebe Krankenschwester Nur weil das in der Schweiz (zu Recht) ein Notfall ist, heisst das noch lange nicht, dass das überall so ist. In UK ist es üblich, dass Operationen, die in der CH Notfälle wären, während Monaten nicht gemacht werden, da die NHS zu wenig Chirurgen hat und deshalb lange Wartelisten bestehen. Eine Sepsis wäre hier zwar "normal", aber wenn die Frau ein starkes Immunsystem hat und zudem Antibiotika erhält, ist dies durchaus möglich. Nicht ratsam zwar aus medizinischer Sicht, aber eben möglich (nicht hier auf der "Insel", aber draussen in der "realen" Welt)...

    einklappen einklappen
  • Dr. Wolf am 02.12.2017 06:09 Report Diesen Beitrag melden

    Seltsame Geschichte

    Alles in allem eine sehr merkwürdige Geschichte. Kot im Bauchraum löst sehr starke Schmerzen aus, die wiederum von einer Sepsis ausgelöst werden. Dieser Zustand ist ganz klar lebensbedrohlich und erfordert eine Notoperation. Das Röntgenbild weisst mit Sicherheit einen zu hohen Kontrast auf, weshalb man nur den Kot sieht. Die Frau hat sehr wohl Organe. Womit könnte sie denn sonst atmen. Das zuerst Geld gesammelt werden muss für eine OP finde ich der Hammer, bei dem lebensbedrohlichen Zustand.

  • Spiritualist am 02.12.2017 04:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kauen an Nägeln ist auch gefährlich

    Das ist eine sehr tragische Krankengeschichte, und die Ärmste kann nur noch mit viel viel Glück und Zuversicht, diesen Horror überstehen. Ich hoffe dass Sie es schafft. Übrigens an alle, die aus Nervosität, oder anderen Gründen an den Fingernägeln herumkauen. Ein einziger spitzer Teil eines abgekauten Nagels, kann denn Darm auch so verletzten, dass Kot aus der verletzten Stelle austreten kann. Menschen sind schon daran gestorben wegen viel weniger schlimmen Verletzungen. Also auch Vorsicht mit Nägel kauen...