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«Solar Impulse»
21. Februar 2012 18:21; Akt: 22.02.2012 12:27 Print
Pilot simuliert 72-Stunden-Flug
Härtetest der besonderen Art: André Borschberg simuliert derzeit in Dübendorf den dreitägigen Flug um die Erde. In zwei Jahren will er zusammen mit Bertrand Piccard die Welt in einem Solarflugzeug umrunden.

Wer jammert nicht über einen 10-Stunden-Flug in die USA oder über eine 22-stündige Reise nach Australien? Alles Peanuts für den «Solar Impulse»-Piloten André Borschberg. Er verbringt derzeit 72 Stunden in einem Flugsimulator. (Bild: Keystone)
Solar Impulse simuliert vom Dienstag bis Freitag einen 72-Stunden-Flug im zürcherischen Dübendorf: André Borschberg wird während drei Tagen und Nächten in einer Nachbildung des Cockpits des derzeit im Bau befindlichen zweiten Flugzeugs diesen Testflug absolvieren.
Video
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Ziel dieser Flugsimulation sei, Erkenntnisse im Umgang mit den lebensnotwendigen Bedürfnissen des Piloten während eines Langzeitfluges zu gewinnen, schreibt Solare Impulse in einem Communiqué.
Weiter ermögliche die Simulation, das Konzept des Cockpits des Flugzeugs zu überprüfen, mit dem 2014 die Weltumrundung erfolgen solle, heisst es weiter.
Denn das sich zurzeit im Bau befindende zweite Flugzeug muss über ein grösseres und ergonomischeres Cockpit als der Prototyp verfügen, damit Bertrand Piccard und André Borschberg, die sich am Steuer ablösen werden, die mehrtägigen ununterbrochenen Flüge überstehen und die notwendige Ausrüstung an Bord nehmen können.
Pilot zwitschert auf Twitter
Der 72-Stunden-Flug kann auf dem Twitter-Konto von André Borschberg mitverfolgt werden. Doch zu mehr als vier Tweets in den ersten zehn Stunden scheint Testpilot André Borschberg noch nicht gekommen zu sein. Zum Auftakt zwitscherte er, es sei nicht einfach sich bereit zu machen, wenn man von so vielen Leuten angestarrt wird.
Aber die ersten vier Stunden im Simulator scheinen Borschberg vor nicht allzu grosse Schwierigkeiten gestellen zu haben. «Voll mit Elektroden an Kopf und Körper. Gewöhne mich langsam an das ganze Material», postet er. Zwei Stunden später wurden Notfall-Situationen simuliert: «Standardoperationen gefolgt von Notfalltests. Keine Zeit mich zu entspannen. Hab gerade noch ein bisschen Gymnastik gemacht, damit das Blut gut zirkuliert.»
Nach zehn Stunden im Test zieht der Pilot eine erste Bilanz: «Die ersten zehn Stunden im Cockpit waren sehr gut. Gewöhne mich langsam an meine Umgebung und an die Einsamkeit.»
Bislang scheint bei der Simulation alles nach Plan zu verlaufen. Man darf gespannt sein, wie sich die Situation für den Piloten nach 60 oder 70 Stunden darstellt.
(hag/sda)
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Ehergeiz verleiht Fluegel
Ist ja klar das Piccard dabei sein muss, dem Ehrgeiz sei Dank.