Mexiko

09. September 2017 10:31; Akt: 09.09.2017 14:25 Print

Rätsel um mysteriöse Lichter während Beben

Während des Erdbebens wurde der Himmel über Mexiko von grünen Blitzen erhellt. Es könnte ein seltenes Naturphänomen gewesen sein.

Die Blitze scheinen aus dem Boden zu kommen: Während des Bebens in Mexiko leuchtet der Himmel. (Video: Tamedia/Twitter)
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Im Internet verbreiten sich Videoaufnahmen von Leuchterscheinungen, die am Nachthimmel über Mexiko während des Erdbebens auftraten. Die Blitze erinnern an Wetterleuchten, jedoch scheinen sie aus dem Boden zu kommen.

Die seltsamen Lichter erhellen den nächtlichen Himmel über Mexiko City. (Bild: Twitter)

Das Beben war mit einer Stärke von 8,2 auf der Richterskala eines der stärksten der letzten hundert Jahre, das in Mexiko gemessen wurde. Über die Ursache der Lichter wird spekuliert. Wissenschaftler vermuten einen Zusammenhang mit dem Erdbeben. Mehrere Auslöser kommen in Frage.

Verschiedene Theorien

Zunächst besteht die Möglichkeit, dass explodierende Stromgeneratoren die Blitze ausgelöst haben. Eher dagegen spricht die Anzahl und die Intensität der Lichter.

Auch Reflexionen von Strassenbeleuchtungen werden als Ursache in Betracht gezogen oder Blitze eines Gewitters. Menschen, die das grüne Licht beobachtet haben, könnten auch Zeugen eines seltenen Naturphänomens geworden sein: Das Erdbebenlicht.

Laut einem Bericht im «Independent» könnte bei einem Erdbeeben frei werdende Energie für für das Leuchten verantwortlich sein. So hat ein Wissenschaftler der Nasa im Jahr 2001 herausgefunden, dass Spannungen im Gestein unter der Erdoberfläche elektrische Ladungen freisetzen können.

Diese Aufnahme zeigt das seltsame Leuchten über Mexiko City. (Video: Youtube)

Auch Störungen im Magnetfeld der Erde oder in der Ionosphäre kommen als Erklärung in Frage. Demnach wäre das Leuchten vergleichbar mit dem Polarlicht, nur dass es in Bodennähe auftritt.

Historische Berichte

Letztlich könnte sich auch Gas, das aus der Erdkruste austritt, entzünden und so die Erscheinung verursachen.

Das Erdbebenlicht wurde auch in der Vergangenheit immer wieder beschrieben: Erdbebenleuchten während eines Bebens der Stärke 7,8 im Jahr 2011 in Christchurch, Neuseeland. (Bild: Twitter)

Bereits in der Antike wurde das Erdbebenlicht beschrieben. Seine Existenz war lange Zeit umstritten und wurde in einem religiösen Kontext betrachtet, in neuerer Zeit auch in einem esoterischen.

(oli)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Catlover am 09.09.2017 11:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spannend

    Spannend! Es zeigt dass die Wissenschaft nicht immer gleich jede Frage beantworten kann. Die Natur und der ganze Kosmos eröffnet ständig neue Portale. Die Wissenschaft wird wohl nie für jedes Phänomen eine Erklärung liefern können. Das zeigt uns wie klein und vergänglich der Mensch ist, ein Sandkorn im Universum.

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  • Pascal Keller am 09.09.2017 11:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    damals auch in Japan

    solche Lichter wurden auch schon bei dem grossen Beben in Japan gesichtet und auf Video festgehalten. Es gibt die verschiedensten Theorien wie diese Lichter entstanden sind. einige davon sind jedoch sehr sehr beunruhigend.

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  • Kutte am 09.09.2017 11:38 Report Diesen Beitrag melden

    Erdbebenlichter?

    Als Erdbebenlichter oder Erdbebenleuchten werden seltene, meist bläuliche, manchmal aber auch infrarote Leuchterscheinungen bezeichnet, die vor, während und gelegentlich auch nach Erdbeben auftreten. Solche Erscheinungen wurden schon in der Antike vom römischen Schriftsteller Seneca beschrieben. Sie sind nicht auf die unmittelbare Nähe des Epizentrums beschränkt, sondern können auch in hunderten Kilometern Entfernung beobachtet werden. Die Existenz des Phänomens galt lange Zeit als umstritten.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Reality Faker am 11.09.2017 17:44 Report Diesen Beitrag melden

    Höchst geheime Laseranlage im Weltall?

    Ach du meine Güte, die Verschwörungstheoretiker sind wieder unterwegs.... Kanns langsam nicht mehr hören. Klar, die Nasa beschiesst und vermutlich von oben mit einer höchst geheimen Laserwaffe und damit wir es nicht merken, warten sie jeweils ab, bis ein Erdbeben auftritt.... Grrrrr also Trudi Gerster hätte echt Freude hier mitzulesen!

    • Flitzpiepe am 20.09.2017 08:26 Report Diesen Beitrag melden

      NASA in der Antike ?

      so mir wurde soeben eine Bildungslücke geschlossen. Danke. Ich ging immer davon aus, dass die NASA 1958 gegründet wurde. Die muss es demnach aber schon viel früher gegeben haben, denn die Lichterscheinungen gabs schon in der Antike.

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  • Cartman1993 am 11.09.2017 06:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es war Gott!!!

    Beweist mir das Gegenteil(sarkasmus off)

  • Phil Krill am 11.09.2017 05:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sprites?

    ... fragt mal die NASA. Astronauten haben solche "Erdblitze" schon vor Jahren aus dem Weltall gefilmt. Wenn ich mich recht erinnere wurden diese grünlichen Blitze damals als "Sprites" genannt. Es waren eindrückliche Bilder ...

    • Steinwerfer am 12.09.2017 17:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Phil Krill

      Diese Sprites und teilweise auch Kobolde genannten Blitze wurden tatsächlich durch Astronauten entdeckt. Allerdings treten diese auch oberhalb von Gewitterzellen auf und sind somit nicht an das Auftreten eines Erdbebens gebunden.

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  • F.R. am 10.09.2017 16:15 Report Diesen Beitrag melden

    Könnte sein

    Vielleicht eine Art von Elmsfeuer.

  • Fox Mulder am 10.09.2017 09:58 Report Diesen Beitrag melden

    Die Antwort ist irgendwo da draussen!

    Scully, übernehmen Sie!