Gefährliche Plage

09. Februar 2012 18:27; Akt: 09.02.2012 18:34 Print

Riesenschnecke ist nicht totzukriegenRiesenschnecke ist nicht totzukriegen

Sie frisst über 500 Pflanzenarten und kann beim Menschen Hirnhautenzündung auslösen. In Florida galt der fremde Schädling als ausgerottet, doch nun ist die Afrikanische Riesenschnecke wieder aufgetaucht.

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Ein schleichender Florida-Besucher aus Afrika. (Bild: AFP/HANDOUT/FDACS-DPI)

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Die Afrikanische Riesenschnecke ist in ihrer Heimat sehr wichtig. Da sie bis zu 20 Zentimeter lang werden kann und leicht zu erlegen ist, dient sie als sehr ertragreicher Fleischlieferant. Auch gilt sie als hervorragender Schädlingsvernichter in den afrikanischen Plantagen.

Doch wird das Kriechtier exportiert, schadet es mehr, als es nützt. Seit Kurzem wieder ist dies in Florida der Fall. Denn, wie der ursprünglich in Amerika beheimateten Aga-Kröte in Australien, fehlen auch der Riesenschnecke ausserhalb Afrikas die natürlichen Feinde. Das Tier vermehrt sich und frisst den Pensionären im Sunshine State bald die schütteren Haare vom Kopf.

Kriechender Vielfrass

Im Südstaat begegnet die Afrikanische Riesenschnecke einem Klima, in dem sie sich wohlfühlt. Und Nahrung hat sie auch genug. Umso mehr, als das Häuschentier kein Kostverächter ist: Es frisst über 500 verschiedene Pflanzensorten. Und ihre Schleimspuren können Häuserfassaden beschädigen. Schlimmer noch: Die Schnecke kann einen Parasiten tragen, der beim Menschen Hirnhautentzündung auslöst.

Nach einem früheren Ausrottungsversuch hat man gehofft und auch geglaubt, dass die Riesenschnecke aus Florida abgekrochen ist. Doch neuerlich aufgetauchte Exemplare, die vor allem durch den Süden des Staates zuckeln, haben diese Hoffnung zerschlagen. Nun gilt es, neue Strategieen zur Schneckenvernichtung zu finden. Gut, geht die Grillsaison bald wieder los.

(lue)