15 Fakten

30. Dezember 2017 21:19; Akt: 30.12.2017 21:19 Print

Silvester-Wissen, mit dem Sie auftrumpfen können

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Die Silvesterparty rückt näher. Höchste Zeit, sich auf den anstehenden Smalltalk vorzubereiten.

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Die letzten Stunden des Jahres haben begonnen. Und die gehören gut vorbereitet. Nicht nur kulinarisch und was das Outfit angeht, sondern auch hinsichtlich Smalltalk. 20 Minuten hat für Sie die wichtigsten Silvester-Fakten zusammengestellt. Namenspatron des heutigen Tages ist Silvester I., der vom Jahr 314 bis zu seinem Tod am 31. Dezember 355 Bischof von Rom und Papst war und allein durch Handauflegen Kaiser Konstantin geheilt haben soll. 1582 wurde der letzte Tag des Jahres vom 24. Dezember auf den Todestag Silvesters verschoben – die Geburtsstunde des gregorianischen Kalenders. Papst Silvester I. wird heute von den katholischen Christen nicht nur als Schutzheiliger für ein gutes, neues Jahr verehrt, sondern ist auch der Schutzheilige für Haustiere. Anders als Menschen haben ausgerechnet die Haustiere wenig Spass an rauschenden Silvesternächten: Viele reagieren auf die Silvesterknallerei panisch, einerseits wegen der Lautstärke, andererseits wegen des sich entwickelnden Brandgeruchs, den sie viel intensiver wahrnehmen als Menschen. Auch nicht fehlen dürfen an Silvester Glücksbringer, von denen es zahlreiche gibt. Beliebt ist etwa das Glücksschwein. Dabei handelt es sich um keine neue Erfindung, denn schon seit der Antike werden Schweine als Symbol für Wohlstand, Stärke und Fruchtbarkeit gehalten. Ebenfalls häufig gesehen sind vierblättrige Kleeblätter. Warum sie als Glücksbringer gelten, liegt in ihrer Natur: Sie sind so selten, dass man viel Glück braucht, um sie zu finden. In früheren Zeiten, als mehrheitlich mit Kaminen geheizt wurde, waren die Menschen auf Kaminfeger angewiesen. Mit ihrer Arbeit verhinderten sie nämlich Brände. Damit brachten sie gewissermassen Glück ins Haus. Ebenfalls ein klassischer Glücksbringer ist der Marienkäfer: Er wird als Bote Marias bezeichnet, der Kranke heilt und Kinder beschützt. Bevor es ins neue Jahr geht, wünscht man in unseren Breitengraden einen guten Rutsch. Mit eisigen Strassen hat das nichts zu tun: Die Wendung stammt dem hebräischen Wort für Neujahr ab: Rosch ha-Schana – Anfang des Jahres. Auf Jiddisch wünscht man sich ... ... in der Zeit vor und nach dem Feiertag «a git Rosch» – einen guten Start. Sprachforscher gehen davon aus, dass unsere Vorfahren das missverstanden haben und daraus der «gute Rutsch» wurde. Apropos Redewendung: Wer «zwischen den Jahren» sagt, meint den Zeitraum zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag am 6. Januar. Der Ausdruck geht darauf zurück, dass es lange Zeit Verwirrung darüber gab, wann die Geburt Christi war – und auf den Kirchenstreit über den mit einem neuen Kalender verbundenen Anfang des Jahres. Eine gelungene Silvesternacht ist für viele Menschen mit dem Schauen von «Dinner for One» verbunden. Seit 1963 ist der Klassiker im TV zu sehen. Seit 1988 steht der gut 18-minütige Kultstreifen als meistgezeigte TV-Produktion im «Guinnessbuch der Rekorde». Was auch nicht fehlen darf: etwas zum Anstossen wie Sekt. Mit dem kann man es ordentlich knallen lassen, wie Forscher herausgefunden haben. Demnach erreicht der Korken einer geschüttelten Sektflasche bis zu 40 km/h. Bevor das neue Jahr anbricht, formulieren viele Menschen noch rasch gute Vorsätze. Und die haben bessere Aussichten auf Erfolg, wenn ein positives Ziel formuliert wird. Statt sich vorzunehmen, das Rauchen aufzugeben, sollte man sich also besser auf die Fahnen schreiben, gesünder leben zu wollen. Als Erste ins neue Jahr starten übrigens die Bewohner von Kirimati. Während wir hierzulande noch am Zmörgele sind, begrüssen sie um 11 Uhr mitteleuropäischer Zeit (MEZ) bereits das neue Jahr. Kirimati zählt zu den Weihnachtsinseln und befindet sich im Pazifik. Die ersten Feuerwerke überhaupt wurden nach heutigem Wissen in der Song-Dynastie in China gezündet und zeichneten sich in erster Linie durch einen Knalleffekt aus. Erst im späten 14. Jahrhundert entwickelte sich in Italien aus dem Gebrauch des Schwarzpulvers eine Feuerwerkskunst, die sich in ganz Europa ausbreitete. Sinn und Zweck des Zündens von Feuerwerken ist gemäss Brauchtum das Vertreiben böser Geister. Das gemäss «Guinnessbuch der Rekorde» grösste Feuerwerk der Welt fand an Silvester 2013/14 in Dubai statt. Hunderte Computer steuerten den Abschuss. Das rund 4,4 Millionen Euro teure Spektakel dauerte etwa sechs Minuten.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Deane am 30.12.2017 21:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tschüss im 2018

    An dieser Stelle Danke an alle Schreiber (w/m) für Ihre sehr Guten / Guten / oder auch Zweifelhaften Kommentare die uns über's Jahr begleitet haben. Manches Schmunzeln (aber auch rote Köpfe) hat's gegeben. Wünsche Ihnen einen "guten Rutsch" in's neue Jahr, gute Gesundheit, Glück, Liebe und Zufriedenheit.

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  • Skepticus am 30.12.2017 22:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kirimati?

    Meines Wissens heissen die Atolle Kiribati und nicht Kirimati!

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  • Susanne am 31.12.2017 04:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    DANKE

    Silvester ist für mich dieses Jahr ein Grund mehr, mal anzuhalten. Zurückschauen ins 2017 und Gott DANKE zu sagen: Danke für die sichere Lebenssituation, Danke für meine Familie, meine wertvollen Freunde. Danke für genügend Essen, Wohnung, Kleidung. Von HERZEN wünsche ich Euch allen ein gfreutes und gesegnetes 2018

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Gamer am 31.12.2017 21:03 Report Diesen Beitrag melden

    Überbewertet

    ich wünschte ich könnte Zuhause weiterzoggen, aber die Frauen wollen ja immer ausgehen. Dabei hab ich noch 2 - 3 Rpg's die ich spielen möchte.

  • Igel am 31.12.2017 13:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Guten Rutsch

    In Anbetracht der Dinge, wie Parlament und BR mit Steuergelder verschleudern umgehen ist mir nicht mehr nach Festen zumute. Und als Rentner schon gar nicht mehr.

  • Filo Soof am 31.12.2017 13:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum?

    Was gibt's eigentlich zu feiern? Es wird Abend, es wird Morgen.... Geschieht das nicht jeden Tag? Warum feiern wir genau heute? Ist denn nachher irgendwas anders als am Vorabend, ausser dass in der Jahrzahl hinten eine 8 statt eine 7 steht? Die Erde dreht sich immer noch gleich schnell, die Sonne scheint (oder eben auch nicht...), die Lebenssituation bleibt die selbe, die Arbeit auch und die Gesundheit ändert über Nacht meist auch nicht schlagartig (ausser, man säuft sich ins Koma oder fährt besoffen in einen Baum...) Also, was feiern wir denn eigentlich? Mir hat sich der Grund dazu noch nie so wirklich erschlossen... Trotz allem wünsche ich allen einen guten Rutsch, was aber bei den warmen Temperaturen heute Nacht allerdings schwierig wird... ;-)

  • Daniel am 31.12.2017 12:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Silvester

    Die letzten zwei Jahre bin ich an Silvester, jeweils etwa um 22 Uhr schlafen gegangen. War auch ganz schön...\/ ich finde Silvester nichts besonderes, da geplante Partys meist langweilig sind und den ganzen Abend gelogen wird, dass sich die Balken biegen. Trotzdem allen einen guten Start ins neue Jahr

  • Ein Leser am 31.12.2017 12:10 Report Diesen Beitrag melden

    Zuhause zu einem guten Fondue

    Ich feiere schon lange nicht mehr draussen. Am besten ist Silvester mit der Freundinn mit Fondue Chinoise. Wir legen an Silvester immer Geld ins Kässeli was wir im Ausgang ausgeben würden und da kommt eine Menge zusammen. Denn an Silvester ist es überall extrem teuer.