Online-Schnelltest

15. April 2012 16:41; Akt: 15.04.2012 16:41 Print

Sind Sie risikointelligent?

Täglich stehen wir vor Entscheidungen, die uns eine gewisse Risikobereitschaft abverlangen. Ein neuer Test gibt Auskunft darüber, ob wir Risiken gut einzuschätzen wissen.

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Kopf und Kragen risikieren? Das müssen glücklicherweise nur die wenigsten. (Bild: Colourbox)

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Kritisch und gleichzeitig kreativ mit Risiken umzugehen - das wird von vielen, insbesondere von Menschen in höheren Positionen im Arbeitsalltag verlangt. Vielfach wähnen sich die Betroffenen während des Entscheidungsprozesses am Roulette-Tisch: Rot oder doch lieber schwarz, alles auf eine Karte oder auf Beständigkeit und Sicherheit setzen?

Wie gut wir darin sind, Entscheidungen unter Risikoeinfluss zu treffen, liess sich bislang nur schwerlich bemessen. Herkömmliche Tests sind lediglich in der Lage, Hinweise über die Aufmerksamkeitskontrolle oder die Intelligenz eines Menschen zu liefern. Das wollte der Psychologe Edward Cokely ändern: Er kam 2007 auf die Idee, einen Schnelltest zur Ermittlung der Risikointelligenz zu entwickeln.

Top oder flop? Resultat in drei Minuten

In Zusammenarbeit mit Forscherkollegen der Michigan Technological University und des Berliner Max Planck Instituts gelang es Cokely, 21 Teilstudien in 15 Ländern durchzuführen. Mehrere tausend Probanden in Nordamerika, Europa und Asien waren im Zuge der Studie dazu angehalten, unterschiedlichste Fragen wie etwa zur persönlichen emotionalen Stabilität, zur allgemeinen Zufriedenheit oder zu bestehender Prüfungsangst zu beantworten. Ausserdem wurden die Versuchspersonen dazu aufgefordert, Informationen über Risiken zu interpretieren: «Wir wollten herausfinden, wie gut sie zum Beispiel Wettervorhersagen verstehen», kommentiert Edward Cokely, der ehemalige Max-Planck-Forscher, der heute als Assistenz-Professor an der Michigan Tech wirkt.

Das effektive, wenn auch bescheiden anmutende Resultat: RiskLiteracy, ein aus nur zwei Fragen bestehender Test, der doppelt so zuverlässig Auskunft über die Risikointelligenz eines Menschen geben soll wie bisherige Analyseverfahren.
Haben Sie den nur drei Minuten dauernden Test mit dem Ergebnis «Sie haben eine höhere Punktezahl erreicht als etwa 15% hochschulausgebildeter Personen. Damit haben Sie eine vergleichsweise niedrige Risikokompetenz» abgeschlossen? Trösten Sie sich! Gerade hochgebildete Personen neigen zu Schwierigkeiten bei der Interpretation von Risikowahrscheinlichkeit. Zwar findet Cokely, Risikointelligenz sei «so wichtig wie Lesen und Schreiben», dennoch - und das ist die gute Nachricht - könne man diese Fähigkeit erlernen.

(rre)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • michi am 16.04.2012 22:27 Report Diesen Beitrag melden

    3. Fragen

    bei mir komme drei fragen (chor, würfel, pilze)

    • Sandra . am 18.04.2012 11:46 Report Diesen Beitrag melden

      eine hat's noch

      ja eine zusatz chance für die jenigen, die es vorher total vergeigt haben mit der antwort :))

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  • Stecla am 16.04.2012 15:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Test wo?

    Wo bitte ist der Test. Kein link im Text ...

    • d.f.M. am 16.04.2012 16:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Use it!

      Google ist dein freund ;)

    • Sandra . am 18.04.2012 11:47 Report Diesen Beitrag melden

      @stecla

      guggsch du besser....

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  • Ricardo Gomes am 16.04.2012 00:43 Report Diesen Beitrag melden

    Das wusste ich aber ;)

    Sie haben eine höhere Punktezahl erreicht als etwa 90% hochschulausgebildeter Personen. Damit haben Sie eine vergleichsweise hohe Risikokompetenz. - Das ist aber Mathe für Bubis...

    • Sandra . am 17.04.2012 14:03 Report Diesen Beitrag melden

      für viele tricky

      ja ricardo, das dachte ich auch... hatte das selbe ergebnis wie du. bloss in meinem umfeld hatte die mehrheit der kandidaten diese aufgaben nicht berechnen können, mangels mathe rest-wissen und logischem denkvermögen. so bubig war die 2. aufgabe aus dieser sicht nicht... naja darüber müssen wir 2 uns wenigstens keine sorgen machen :)))

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  • gwonderli am 15.04.2012 23:42 Report Diesen Beitrag melden

    was für Intelligenz wird gemessen?

    Dieser Test sagt viel über die Intelligenz bzgl. Textverständnis, logisch Denken und vielleicht Wahrscheinlichkeitsrechnung. Alles DInge, die man in der Schule trainieren kann. Aber man fürs Leben ist man damit nicht gerüstet. Viel besser wären Fragen wie: Wenn in einer Opernvorstellung ein Mann erschossen wird, ist es wahrscheinlicher, dass es sich um einen Professor in intalienischer Romanik oder um einen Lastwagenfahrer handelt? (Gefühl sagt Professor, Verstand müsste aber richtigerweise auf Lastwagenfahrer tippen, denn davon gibt es zig-fach mehr)

    • Ueli am 17.04.2012 11:22 Report Diesen Beitrag melden

      statistik und was es aussagt

      Wenn ich zwei steak esse und sie keinen, dann hatten wir statistisch gesehen je einen.

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  • Hans B. Etter am 15.04.2012 21:01 Report Diesen Beitrag melden

    Getroffen!

    Auch wenn der Test nur ein wenig Wahrscheinlichkeitsrechnung und Textverständis verlangt, er trifft voll ins Schwarze: Nur zu viele Menschen sind nicht in der Lage, einfachste Wahrscheinlichkeiten abzuschätzen. Schlechte Entscheidungen und (gefährliche) irrationale Ängste sind die Folge. Aktuelles Beispiel ist die völlig übertriebene Terrorangst. Ein bisschen Mathematik tut eben doch jedem gut ;-)