Ohne viel Aufwand

22. Oktober 2017 09:20; Akt: 22.10.2017 09:20 Print

So helfen Sie bei der Rettung der Insekten mit

von Fee Riebeling - Der Insektenbestand ist um 75 Prozent zurückgegangen. Höchste Zeit, sich für die Tiere einzusetzen – denn jeder kann seinen Beitrag leisten.

Bildstrecke im Grossformat »
Obwohl in der Studie nicht nach den Ursachen des Massensterbens der Insekten gefragt wurde, haben die Forscher eine Vermutung: Pestizide, die in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Denn die vernichten nicht nur die zu beseitigenden Schädlinge, sondern sorgen auch für Kollateralschäden. Das Gleiche geschieht jedoch auch, wenn Privatleute chemische Pflanzenschutzmittel einsetzen – um Schädlinge zu eliminieren und Unkraut fernzuhalten. Deshalb sollte werden. Das gilt für Garten und Balkon genauso ... ... wie im restlichen Haushalt. Laut Experten sollte eingesetzt werden. Im Garten dagegen gibt es für die meisten Problemchen natürliche Lösungen. So lassen sich beispielsweise Blattläuse zuverlässig mit – auch Brennesseljauche genannt – vertreiben ... ... und Unkraut lässt sich auch . Damit Insekten auch in einer städtischen Umgebung überleben, müssen sie dort Nahrung finden. Hat es um das Haus herum keine , auf denen die Tiere jede Menge Pollen und Nektar finden, ist der Mensch gefragt. Denn auch im Garten, auf Balkon und Terrasse kann man Bienen & Co. eine grosse Futterauswahl bieten – in bestückt. Neben bunten Blumen ... ... kann man auch anpflanzen. Dann hat man auch selber noch etwas davon. Ebenfalls attraktiv für Fluginsekten sind und ... ... sogenannte . Beide brauchen wenig Pflege, stellen für die Tiere aber so gut wie ganzjährig einen gut gedeckten Tisch dar. Auch hierbei gilt es zu beachten, dass es sich um einheimische Pflanzen handelt. Denn nur sie bieten den heimischen Insekten das, was sie brauchen. Besonders empfehlenswert sind neben der (Anthemis tinctoria), ... ... auch der (Chenopodium album), ... ... die (Achillea millefolium) und ... ... die (Phacelia tanacetifolia). Laut Untersuchungen von Forschern der Justus-Liebig-Universität Giessen werden diese vier Pflanzenarten von rund 80 Prozent aller Wildbienen und Schwebfliegen angeflogen. Auch die immerblühende (Salix triandra L.) zieht Insekten an. Kenner wundert das nicht. Unter ihnen gilt der grosse Strauch als der 24h-Laden der Insektenwelt. Wer noch mehr Platz im Garten hat, kann auch eine (Salix caprea) pflanzen. Aufgrund ihrer frühen Blütezeit ab Anfang März ist sie eine wichtige, erste Futterpflanze für Insekten wie Honigbienen. Eigenheimbesitzer können noch mehr machen. So können auch und ... (Im Bild: Naval Station Norfolk, Stützpunkt der US-Navy) ... den so wichtigen Tieren helfen. Natürlich gilt auch hier wieder: Was zählt, sind einheimische Pflanzenarten. (Im Bild: Vertikaler Garten in Madrid) Doch nicht nur das Anpflanzen neuer Pflanzen sorgt dafür, dass sich Insekten wohl fühlen. So profitieren Wildbienen etwa von . Vor der Anschaffung lohnt es sich aber, sich eingehend zu informieren – Auch bei der Gartenpflege kann man einiges tun, damit es den Insekten in Zukunft besser geht. So wird empfohlen, Dadurch bleiben immer Rückzugsflächen für die Tiere erhalten, bis das Gras wieder nachgewachsen ist. Dann kann man sich den nächsten Abschnitt vornehmen. Apropos Gartenpflege: Experten empfehlen, stets zu kaufen. Preisgünstiger und wirkungsvoller als dieser ist nämlich , der deutlich mehr Nährstoffe als Torf enthält. Weiterer Vorteil: Dadurch wird auch der Zusatz von Düngemitteln überflüssig. Auch – nicht Rindenmulch – hilft, torfhaltige Erde zu ersetzen. Dabei handelt es sich um zerkleinerte und kompostierte Rinde, die man mit oder ohne Zusatz von Nährstoffen erhält und die zudem die Qualität des Bodens langfristig verbessert. Auch wer keinen eigenen Garten oder Balkon hat, kann dazu beitragen, dass sich der Insektenbestand erholt. So könnte man beispielsweise aufhören, störende Insekten zu töten. Entdeckt man eines, kann man es besser. Wer sich davor grust oder die Tiere . Auch wichtig: Bei Dunkelheit das . Ausserhalb des Hauses gibt es ebenfalls einige Möglichkeiten, das Insektensterben einzudämmen: Wer das Auto öfter stehen lässt und stattdessen die nimmt, verhindert beispielsweise, dass Fliegen, Bienen & Co. auf der eigenen Windschutzscheibe sterben. Und der Kauf von bringt etwas. Weil diese vor Ort angebaut werden, profitieren auch die Insekten davon – sie finden auf den entsprechenden Feldern genug zu essen.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der dramatische Rückgang an Fluginsekten, den niederländische Forscher nachgewiesen haben, stellt auch für den Menschen eine Gefahr dar.

Umfrage
Benutzen Sie in Ihrem Garten Pestizide?

Hilflos ausgeliefert sind wir dieser Bedrohung aber nicht – wir müssen uns nur für die sechsbeinigen Tiere einsetzen. Wie das – ohne viel Aufwand – geht und warum das auch ohne eigenen Balkon oder Garten möglich ist, erfahren Sie in der Bildstrecke.

Haben Sie noch weitere Ideen, wie man den Insekten das Leben erleichtern kann? Dann verraten Sie uns diese in den Kommentaren.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • UG am 22.10.2017 09:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Menschheit schafft sich selbst ab

    Keine Insekten, sprich auch Bienen, keine Nahrung. Wie lange geht es noch bis jederman/frau dies endlich versteht.

  • giorgio1954 am 22.10.2017 09:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bauern sind Schuld

    Es nützt doch nichts dieser "jeder muss nur mal...". Und andererseits wütet die Bauernindustrie weiter mit Milliarden Tonnen Giften.

    einklappen einklappen
  • Marc am 22.10.2017 09:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    eigentlich ganz einfach...

    Ich habe 25 x2m Lavendel angepflanzt zudem über 40 Beeren und Früchte im Garten. Hummel und Bienen gibt es ausreichend. zudem habe ich noch ein Biotop wo Libellen j d viele andere Insekten Rum schwirren.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Polarlicht am 23.10.2017 23:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Umdenken

    In China müssen die Menschen jede Blüte an den Bäumen von Hand bestäuben,weil es keine Bienen mehr gibt,die diese Arbeit eigentlich übernehmen.Ich möchte uns sehen,wie wir,wo der Rassen kaum noch von Hand mähen,und das Unkraut nicht mehr von Hand ausreissen jede einzelne Blüte bestäuben.Wir müssen unbedingt Umdenken.Es wird höchste Zeit.Die Natur und Tierwelt dankt es uns.

  • Bubi am 23.10.2017 23:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zwei Brüder

    Wo doch jeder weiss, dass faules Saatgut keine Ernte hervorbringt. Streut man faule Saat aus.. über Menschen, Tiere und Umwelt! Bewusst..wo die doch genau wissen, das jeder es weiss Die eine Hand am Portmonnaie, die andere ausgestreckt zum Nehmen Schlafen..ruhig Auch die anderen schlafen, Kein Geld.. Aber ausgestreckte Hände zum Geben und Saatgut im Herzen, dass Früchte trägt.

  • Marco C. am 23.10.2017 22:41 Report Diesen Beitrag melden

    Fukushima

    Auf den ersten Blick mag es etwas weit hergeholt erscheinen. Aber wurde die Radioaktivität in der Atmosphäre unterucht? Insekten reagieren sehr empfindlich auf Radioaktivität.

  • Ramona am 23.10.2017 21:36 Report Diesen Beitrag melden

    Spinnen sind auch Insekten

    Ein intelligenter Artikel und Aufruf zum Schutz der Insekten. Auch Spinnen sind Insekten. In derselben Ausgabe nun aber ein 'Igitt-Spinnen'-Text mit Anleitung zur Eliminierung der Spinnen - wie geht das zusammen? Bisschen nachdenken und eine konsequente Haltung wären schön.

  • Native am 23.10.2017 20:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So helfen sie bei der Rettung unseres Planeten mit

    Danke 20min für diesen wichtigen Artikel! Wir können die Herausforderungen unserer heutigen Zeit nur gemeinsam lösen. Wenn wir auf diesem Planeten überleben wollen, müssen wir der Natur und allen Lebewesen gegenüber mit dem nötigen Respekt begegnen und die Erde dementsprechend gut behandeln. Dazu muss man die Zusammenhänge des natürlichen Kreislaufs der Erde verstehen lernen und daraus die nötigen Konsequenzen für unser Handeln ziehen. Wir alle tragen die Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft - die einen mehr, die andern weniger..

    • Hoffnung.. am 23.10.2017 22:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Native

      Gemeinsam, genau, weil wir alle einen Teil davon sind! Herzen, die noch lebendig sein wollen und lieben können, Augen die sehen wollen und nicht weg schauen, Feuer entfachen, durch abertausende kleine, im Herzen brennende Lichter..

    einklappen einklappen