Mars-Rover

07. August 2012 10:20; Akt: 07.08.2012 22:34 Print

So landete «Curiosity»

Neue Bilder vom Mars: Die Nasa hat ein kurzes Video veröffentlicht, das die letzten Minuten der Landung des «Mars Science Laboratory» auf dem Roten Planeten zeigt.

Das erste Video der Landung von «Curiosity». (Video: YouTube/JPLnews)
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Die Kamera, die den Anflug des «Mars Science Laboratory» festhielt, trägt den schönen Namen MARDI. Die Abkürzung steht für Mars Descent Imager, was frei übersetzt Marslandungskamera bedeutet. MARDI ist direkt am Rover angebracht und konnte deshalb seine Arbeit erst aufnehmen, als der Hitzeschild abgeworfen wurde, was zu Beginn des Videos gut zu sehen ist. Die Kamera ist in der Lage, Bilder mit einer Auflösung von 1600x1200 Pixel zu schiessen. Für das nun veröffentlichte Video wurden allerdings nur Bilder in Thumbnail-Grösse verwendet.

Das Video ist eigentlich ein Stop-Motion-Film, der vier Bilder pro Sekunde zeigt und die letzten zweieinhalb Minuten der Landung von «Curiosity» abdeckt. Gegen Schluss des Videos ist zu erkennen, wie die Triebwerke der Abstiegsstufe Staub aufwirbeln, während sie über dem Boden schwebt und den Rover an Nylonschnüren auf die Marsoberfläche absenkt. Dieses «Skycrane» (Himmelskran) genannte Verfahren wurde für das «Mars Science Laboratory» entwickelt und kam erstmals zum Einsatz (siehe Infografik und Video unten). «Curiosity» hatte das heikle Landemanöver am Montagmorgen (MESZ) mit Bravour gemeistert. Seither übermittelte die Sonde bereits eine Vielzahl von Fotos.

Bisher keine Schäden

Derzeit ist «Curiosity» noch damit beschäftigt, sich in Stellung zu bringen, wie die Nasa einige Stunden nach der Landung erklärte. «Die Mission auf der Oberfläche ist gerade erst losgegangen», sagte Nasa-Wissenschaftler Mike Watkins. Als Erstes würden die Betriebssysteme und Instrumente von «Curiosity» geprüft. «Bisher sieht es so aus, als sei alles in sehr gutem Zustand.»

Ausserdem sei der Rover dabei, eine Antenne auszuklappen, die die Kommunikation mit der Erde erleichtern werde. Danach werde er eine Art Kamera-Kran ausfahren und die Staubschutz-Klappen von den Kameras entfernen, die bereits sechs Fotos geschickt hatten. Fotos in besserer Qualität würden innerhalb der nächsten Stunden und Tage erwartet.

Auch ein weiteres bei der Pressekonferenz vorgestelltes Foto sorgte für Begeisterung: Eine Mars-Sonde knipste «Curiosity» beim Landeanflug. Sowohl der Rover in einer Kapsel als auch der Fallschirm sind klar zu erkennen (siehe Bild rechts).

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Die Mission des MSL in 5:29 Minuten. (Video: NASA-TV)

(jcg/sda)

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Ausgewählte Leser-Kommentare

Genau! 2.5Mrd ueber 10 Jahre sind zu viel um auf dem Mars zu landen. Wir Schweizer erreichen damit viel mehr. Zum Beispiel etwa 8 Monate Budget fuer unser Militaer. Oder etwa 10% unser Grundkrankenkassenkosten pro Jahr. Wir schicken zum Beispiel etwa gleich viel Geld nach Afrika im Jahr, damit die Diktatoren da nicht ihr Geld fuer Essen ausgeben muessen, sondern ein bisschen uebrig haben fuer Waffen (100Mrd pro Jahr insgesamt weltweit... Bush hat nebenbei die US Afrikahilfe verdreifacht in seiner Amtszeit, so wie 15Mrd Schuldenerlass. Dies etwa zur selben Zeit wie Curiosity konzipiert wurde.) – Sam B

Geht doch mal auf die Homepage der NASA und lest dort die Beschreibungen zu den einzelnen Bildern. Es ist jeweils erklärt, warum die Bilder noch in so schlechter Qualität sind. Bilder in Hochauflösender Qualität werden in den kommenden Wochen folgen. – Peter

Wir Menschen sind verloren im Weltall! Wir Menschen sollten uns endlich um unsere Erde kümmern und schauen das wir die Erde nicht mit Atom und anderen Giften verseuchen und verschmutzen. Auch sollte es keine Kriege Hungersnöte und alle anderen Abscheulichkeiten mehr geben auf dieser Welt. Die Amis sollten lieber Abwehrwaffen entwickeln, um einen Riesenmeteoriten der auf die Welt zurast, aus der Erdumlaufbahn zu stossen, damit er uns nicht trifft. Aber auch das ist vergeben. Das letzte Wort hatt sowieso Gott. Er wird dann schon eingreifen und auf unserer Welt eine neue bessere Welt machen. – Peter Meister

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alex Happy am 08.08.2012 08:23 Report Diesen Beitrag melden

    Meteoriteinschlag

    Das Menschen einen bedrohlichen Meteoren (eine Kette von Meteoren ist eher möglich...) rechtzeitig entdecken ist fast unmöglich (zu wenig Teleskope zu viel Weltraum...). Ausserdem haben wir nicht die technischen Mittel (weder Raketen mit genügend Schub noch ein GPS fürs Weltall) um eine solche Katastrophe abzuwehren. Trost ist: Falls ein solches "Happening" eintrifft geht es schnell; Wenn wir die/den Meteoren sehen geht es eine Sekunde bis zum Aufprall (Luft würde komprimiert und im Umkreis von ca. 250Km. auf 60000 Grad erhitzt - im Umkreis von 2500Km. würden Menschen noch umgeworfen %

  • B. esserwisser am 08.08.2012 06:13 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo USA

    Ich freue mich schon wenn der erste Mensch auf dem Mars landet. Bravo Amis, ihr seid super!

  • Peter Meister am 07.08.2012 17:20 Report Diesen Beitrag melden

    Unverbesserliche Narren

    Wir Menschen sind verloren im Weltall! Wir Menschen sollten uns endlich um unsere Erde kümmern und schauen das wir die Erde nicht mit Atom und anderen Giften verseuchen und verschmutzen. Auch sollte es keine Kriege Hungersnöte und alle anderen Abscheulichkeiten mehr geben auf dieser Welt. Die Amis sollten lieber Abwehrwaffen entwickeln, um einen Riesenmeteoriten der auf die Welt zurast, aus der Erdumlaufbahn zu stossen, damit er uns nicht trifft. Aber auch das ist vergeben. Das letzte Wort hatt sowieso Gott. Er wird dann schon eingreifen und auf unserer Welt eine neue bessere Welt machen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • sadgasdg am 08.08.2012 10:15 Report Diesen Beitrag melden

    An Peter

    Ein Atom ist kein Gift!

  • mike am 08.08.2012 08:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    und dann?

    und dann wenn wir wissen dass es dort mal leben gab, was bringt's?

    • Willi Tell am 08.08.2012 16:11 Report Diesen Beitrag melden

      Wissensdurst

      Das kann helfen den Ursprung, also die Entstehung, des Lebens - auch auf der Erde - zu entschlüsseln. Zum Glück sind nicht alle Menschen so gleichgültig wie Sie, sondern neugierig und wissensdurstig. Das ist für die weitere Entwicklung unbedingt notwendig.

    • G. Gugisberg am 08.08.2012 16:51 Report Diesen Beitrag melden

      Man greife nach den Sternen

      Rückschlüsse auf die entstehung des Lebens auf der Erde, Erkentnisse über planetare geologie, entstehung des Sonnensystems und noch vieles mehr... aber man muss halt zuerst den Dilentantismus ablegen um es zu verstehen

    • Anonym am 08.08.2012 22:09 Report Diesen Beitrag melden

      Sie sind Schnee von gestern

      Danke diesen unnötigen Erfindungen oder Forschungen können sie heute TV schauen, das Internet benutzen und vieles mehr.... oder wohnen sie etwa noch in einer Höhle ? dann würde ich sie verstehen.

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  • Alex Happy am 08.08.2012 08:23 Report Diesen Beitrag melden

    Meteoriteinschlag

    Das Menschen einen bedrohlichen Meteoren (eine Kette von Meteoren ist eher möglich...) rechtzeitig entdecken ist fast unmöglich (zu wenig Teleskope zu viel Weltraum...). Ausserdem haben wir nicht die technischen Mittel (weder Raketen mit genügend Schub noch ein GPS fürs Weltall) um eine solche Katastrophe abzuwehren. Trost ist: Falls ein solches "Happening" eintrifft geht es schnell; Wenn wir die/den Meteoren sehen geht es eine Sekunde bis zum Aufprall (Luft würde komprimiert und im Umkreis von ca. 250Km. auf 60000 Grad erhitzt - im Umkreis von 2500Km. würden Menschen noch umgeworfen %

  • Robert am 08.08.2012 07:35 Report Diesen Beitrag melden

    Auf gut Glück!

    Noch ist die Sache nicht erfolgreich abgeschlossen. Es muss jederzeit damit gerechnet werden, dass grüne, kleine Männchen beim Gefährt die Zündkerze klauen. Und was ist dann? Etwa dass die Jugendlichen auf dem Mars gerade im Töffli-Fieber sind?

  • Marsianer am 08.08.2012 07:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leben ist möglich auserhalb der Erde

    Eine tolle sache! Das Leben breitet sich aus in unserem Sonnensytem. Wir Menschen sind der beste beweis, dass das möglich ist. Nichts ist unmöglich. Man muss nur dran glauben.