Detailaufnahmen

22. Mai 2014 17:59; Akt: 22.05.2014 18:00 Print

So nah haben Sie die Sonne noch nie gesehen

Ob der Sommer gut wird, hängt für viele davon ab, wie oft und wie lange die Sonne scheint. Wie viel Power in ihr steckt, zeigen Bilder der US-Raumfahrtbehörde Nasa.

Bildstrecke im Grossformat »
Diese Nahaufnahme der Sonne veröffentlichte die Nasa im Mai 2014. So farbenfroh, wie die Venus auf dieser Aufnahme scheint, ist sie nicht wirklich. Wissenschaftler haben sie eingefärbt, um die Topographie des Planeten besser sehen zu können. Der Pferdekopfnebel ist eine 3 Lichtjahre grosse Dunkelwolke im Sternbild Orion. Von der Erde ist der Nebel ungefähr 1500 Lichtjahre entfernt. Das Weltraumteleskop «Spitzer» hat dieses Bild des sogenannten Sternentstehungsgebiets W5 aufgenommen. Zu sehen sind mehrere Generationen von Sternen. Die ältesten erscheinen als blaue Punkte, die neusten Sterne sind weiss markiert. Der sogenannte Krebsnebel ist sowohl ein Supernovaüberrest als auch ein Pulsarwind-Nebel im Sternbild Stier. Im Messier-Katalog wird er als M 1 sowie im New General Catalogue als NGC 1952 geführt. Nordlichter sind faszinierend. Schön für Astronauten: Sie sind auch von der Internationalen Raumstation ISS zu sehen. Die grosse Magellansche Wolke - eine leuchtende Satelliten-Galaxie - ist ungefähr 163.000 Lichtjahre von unserer eigenen entfernt. Gestatten, IC 2118, besser bekannt als Hexenkopfnebel. Der Name dieses Nebels rührt daher, dass er wie der Kopf einer Hexe aussieht, die ins Weltall schreit. Der Carinanebel befindet sich etwa 6500 bis 10'000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Damit erstreckt er sich über etwa 200-300 Lichtjahre. Im September 2013 gab es mehrere Eruptionen auf der Sonne. Sie fegten durch die Sonnenatmosphäre und liessen unter anderem einen «Feuercanyon» zurück.

Zum Thema
Fehler gesehen?

So schön ein Bad an der Sonne auch ist: Wer sich ihr zu lange aussetzt, erfährt am eigenen Leib, wie stark ihre Strahlen sind. Die Haut rötet sich und beginnt zu brennen — das Hautkrebsrisiko steigt.

Dass die Gefahr nicht von ungefähr kommt, zeigen Detailaufnahmen der Nasa. «Wir haben so nah an die Sonne herangezoomt wie möglich», berichtet die amerikanische Raumfahrtbehörde auf ihrer Website. Das Ergebnis ist faszinierend.

In nahezu meditativem Tempo bilden sich helle Streifen, die anmutig Schleifen ziehen. Von der Sonne lösen können sie sich nicht, denn sie sind das Ergebnis entgegenwirkender magnetischer Kräfte. Diese sind auch dafür verantwortlich, dass der dunkle Fleck in der Mitte — Plasma — kontinuierlich hin und her wabert.

So rot wie die Sonne auf den Aufnahmen erscheint, ist sie nicht wirklich. Ihr eigentlicher Bronze-Ton wurde zugunsten der besseren Sichtbarkeit eingefärbt.


So aktiv ist der «Feuerball». (Video: Solar Dynamics Observatory/Nasa)

(fee)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nick am 22.05.2014 18:30 Report Diesen Beitrag melden

    Gewaltige Bilder

    Die sollten uns Erdlinge, doch ein bisschen demütiger werden lassen.

    einklappen einklappen
  • Urs am 22.05.2014 19:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Genial

    Die Bilder sind der Hammer! Wenn man sich mit dem Leben des Universums auseinandersetzt, erscheinen die "grossen" Probleme unseres Daseins als nicht mehr ganz so tragisch.-)

  • Johan am 22.05.2014 19:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gewaltig

    faszinierent was über unsere kõpfe alles vorgeht! Eig. kaum vorstellbar für mich!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Nos am 23.05.2014 17:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles längst vergangen

    Nicht vergessen: Alle Bilder des Universums zeigen nur einen Blick in die Vergangenheit. Jetzt sieht es dort völlig anders aus, existiert vielleicht gar nicht mehr.

    • Klaus am 24.05.2014 12:45 Report Diesen Beitrag melden

      Alles längst vergangen!!!

      Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Zukunft (und eigentlich auch die Gegenwart) nicht verstehen.

    einklappen einklappen
  • Patriotin am 22.05.2014 22:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wow!!! Sieht eigentlich jemand ...

    ... das Herz in Bild Nr. 4??? :-D

  • me am 22.05.2014 22:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weltraum

    Wenn man sich öfters mit dem Weltall beschäftigt, merkt man wieviel wir noch nicht entdeckt haben und was wir noch nicht wissen. Hoffentlich wird daran noch viel intensiver geforscht weil es etwas sehr interessantes und faszinierendes ist. Wir wissen übers Weltall etwa so viel wie ein Höhlenmensch über den Planeten Erde wusste. Da draussen gibt es einfach noch so viel zu entdecken. Auch wenn wir jetzt nicht auf andere bewohnte Planeten stossen gibt es noch vieles faszinierendes dort draussen.

    • Wulli am 22.05.2014 23:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Ich denke...

      ...der Höhlenmesch wusste viel mehr über den Planeten Erde als wir über das Weltall!! Viel viel mehr....

    einklappen einklappen
  • Das ist kein leben am 22.05.2014 22:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und ich sitze im Büro..

    Und da sag mir doch einer es gibt keine Ausserirdischen! Wunderschön wie das aussieht! Echt atemberaubend!

  • Dede am 22.05.2014 22:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bilder

    Die Bilder sind ja das eine. Die Dimension das andere. Das sind alles Sterne! Wie könnte bei diesem Anblick jemand behaupten, dass es kein ausserirdisches Leben gibt