Gewusst wie

09. Dezember 2016 12:20; Akt: 09.12.2016 12:20 Print

So schont man die Umwelt trotz Fleischkonsum

von Martina Polek - Fleisch essen ist schlecht fürs Klima. Doch um dieses zu schützen, muss man nicht unbedingt Vegetarier werden.

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Was wäre, wenn niemand mehr Fleisch essen würde? Das haben englische Forscher nun berechnet. Dazu haben sie 63 verschiedene Studien zu diesem Thema analysiert.

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Demnach würde eine rein vegetarische Gesellschaft rund 30 Prozent weniger Klimagase ausstossen, 50 Prozent weniger Land beanspruchen und 40 Prozent weniger Wasser verbrauchen. Der zusätzliche Verzicht auf Milchprodukte und Eier brächte sogar noch mehr Einsparungen.

Auf Rindfleisch verzichten

Doch auch Fleischesser können überraschend viel für die Umwelt tun, wie die Studie zeigt. So macht bereits der blosse Verzicht auf Rindfleisch zwei Drittel des Effekts aus, den Vegetarier für die Umwelt erreichen. Denn: «Rinder sind keine effizienten Verwerter», sagt Matthias Stucki von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften.

Das bedeutet, die Tiere fressen selbst viel mehr Kalorien, als sie später in Form von Fleisch liefern, so der Umweltforscher. Ausserdem entsteht in den Mägen der Rinder bei der Verdauung Methan. Und das ist 28-mal schädlicher fürs Klima als Kohlendioxid, das etwa Autos ausstossen.

Vor- und Nachteile

Bedeutend umweltfreundlicher ist es also, seinen Fleischbedarf nur noch mit Poulet und Schweinefleisch zu decken. Allerdings müssten dann deutlich mehr Tiere geschlachtet werden, gibt Stucki zu bedenken. «Deshalb ist es wichtig, die Nutztiere gleichzeitig besser zu verwerten», sagt er. Das ist beispielsweise der Fall, wenn man auch ihre Innereien isst. Oder wenn ein Tier mehrfach genutzt wird.

Das geschieht teilweise schon heute mit Tieren, die zuvor Eier oder Milch produzierten. Ihr Fleisch ist häufig in Hackfleisch und Würsten enthalten. Wer also die Umwelt schonen will, gönnt sich öfter Hacktätschli und Cervelat statt Filet.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dave am 09.12.2016 12:36 Report Diesen Beitrag melden

    Mehr Poulet essen?

    Was ist denn das für ein Tipp? Schon mal gesehen wie die gezüchtet werden?

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  • M.K. am 09.12.2016 12:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jagd Schützt und Nützt

    Und das Beste bleibt nach wie vor die einheimische Jagd. Keine Züchtung, keine Tiertransporte, keine Gülleprobleme und Top-Fleischqualität.

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  • E.T. am 09.12.2016 12:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Überbevölkerung

    Interessant, wenn wir aber einfach die Gesamtbevölkerung der Erde auf ein vernünftiges biveau bringen würden, bzw bereits vor langer zeit damit angefangen hätten ein vernünftiges niveau nicht zu überscjreiten, wäre das alles kein Problem...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Steffen Fleischmann am 11.12.2016 00:07 Report Diesen Beitrag melden

    Auch ein Hase drückt raus die Gase...

    Jaja, von wegen weniger Treibhausgase. Es würde dann mehr Tiere geben und die scheiden wiederum gase aus. Ausserdem bräuchte Mann mehr Platz für Felder und Plantagen. Die sollten sich mal mit was sinnvolleren beschäftigen.

  • Brüngger Janice am 11.12.2016 00:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    1 Mal in der Woche...

    Wie wärs mit nur einmal Fleisch in der Woche?...

  • Gottfried Stutz am 10.12.2016 10:51 Report Diesen Beitrag melden

    Naive Diletanten Forscher

    Es ist ein reines Armutszeugnis das nicht mal ansatzweise die Regionale Versorgung angesprochen wurde. Wenn man bedenkt das 20 Riesen Frachtschiffe gleich viel co2 ausstossen wie 1 Milliarde pkw's. (Unvorstellbar aber bitte googeln) Da ist auch eine Riesen Menge vegetarisches Essen dabei.. Supercool den man auch vor der eigenen Haustüre finden würde. Desweiteren sollte man die Monokultur in der Landwirtschaft thematisieren. Wenn man bedenkt das man in einer symbiothischen Landwirtschaft ca. 300% Produktionssteigerung ohne Dünger erreichen würde. Aber immer schön an der Oberfläche kratzen....

  • tipp topp am 09.12.2016 22:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    genial

    Interessant, wieso springst du nicht einfach von der Klippe...

  • lioni am 09.12.2016 18:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kühe

    Und was soll mit den Rindern und Kühen geschehen? Ausrotten? Ich finde man sollte nicht ihnen die Schuld geben wegen der Erderwährmung. Das Klima muss man schützen aber man kan keine Lebewesen die nichts dafür können dafür Verantwortlich machen. Ich finde Menschen können bewusster etwas für die Umwelt tun. Den ohne uns gebe es dieses Problem ja gar nicht. Ich esse Fleisch aber man kann Ja 1 oder 2 Wochentage mal ein vegetarisches Gericht auf den Tisch zaubern und vermehrt mit dem Öv fahren. Kleine dinge, aber wenn sich jeder Bewusst gedanken machen würde und seinen Beitrag dafür leistet ist es inordnung.

    • Mampf am 09.12.2016 19:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @lioni

      Wären sie keine Nutztiere, gäbe es nicht so viele davon. Man hält die Rindviecher nicht, um die Eieden zu verzieren. Man müsste sei sicher nicht ausrotten, man könnte auf dem Ballenberg noch einige halten.

    • Fredy am 10.12.2016 10:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mampf

      Der grösste Teil der schweizer Wiesen sind nicht Ackerbaufähig. Nur Wiederkäuer verwerten Gras effizient. Ausserdem speichert der Boden grosse Mengen Kohlenstoff als Humus. Dieser wird aus dem Kot von Weidetieren über Jahrtausende aufgebaut. So negativ wie oft behauptet sieht die Bilanz einer Kuh also nicht aus. Vorausgesetzt sie wird nicht mit Futter vom Acker ernährt.

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