Die Tricks der Natur

08. Februar 2012 12:17; Akt: 08.02.2012 12:48 Print

So trotzen die Tiere der klirrenden KälteSo trotzen die Tiere der klirrenden Kälte

Wenn es draussen so kalt ist wie in diesem Februar, hat es der Mensch ganz einfach: Er zieht sich warm an. Doch wie lösen die Tiere das Problem der Minustemperaturen und der Bise?

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Tiere in kälteren Regionen haben keine grossen, abstehenden Körperteile, denn diese würden bei den extremen Temperaturen absterben. Gut zu sehen ist dies beim Polarfuchs mit seinen kurzen Beinen, der kleinen Schnauze und den winzigen Ohren. Er hat zudem das dichteste Fell aller Säugetiere. Murmeltiere verbringen bis zu neun Monate im Winterschlaf. Sie rollen sich ein und stecken den Kopf zwischen die Hinterbeine. Die Körpertemperatur sinkt auf fünf bis sieben Grad ab. Während des Winterschlafs verbrauchen die Murmeltiere kaum Sauerstoff und atmen nur alle paar Minuten einmal. Das Fell des Eisbären besteht aus hohlen, durchsichtigen Haaren, die das Sonnenlicht direkt auf die schwarze Haut leiten. Durch die schwarze Haut und die extrem dichte, wasserabweisende Behaarung wird die Wärme ideal gespeichert. Darunter funktioniert eine dicke Fettschicht als Wärme- und Energiespeicher. Die Marienkäfer überwintern in grossen Gruppen unter Baumrinden oder in Felsritzen. Mit Einbruch der Kälte fallen sie in Winterstarre und kühlen aus. Ihre Körpertemperatur kann dabei unter Null Grad Celsius sinken. Ein körpereigenes Frostschutzmittel schützt sie vor dem Kältetod. Dank Glycerin gefriert die Körperflüssigkeit des Marienkäfers nicht. Der Winterschlaf des Igels dauert rund fünf Monate. Dabei sinkt seine Körpertemperatur auf fünf Grad Celsius, das Herz schlägt langsam, das Tier verbrennt wenig Fett. Der Igel verliert im Winterschlaf etwa einen Drittel seines Körpergewichts. Der Kaiserpinguin in der Antarktis trotzt mit seinem dichten Federkleid und einer dicken Fettschicht Temperaturen von minus 40 Grad Celsius. Sein Körperform ist ideal für die Kälte, er verliert wenig Wärme über seine Körperoberfläche. Die Weinbergschnecken ziehen sich im Winter in ihre Schale zurück und schliessen ihre Häuschen mit einem Kalkdeckel ab. Dann verfallen sie bis zum Frühling in eine Kältestarre. Der Mensch hats verhältnismässig einfach. Wer es sich leisten kann, zieht sich warm an. So wie dieses Exemplar, das sich mit einer dicken Daunenjacke, gestricktem Wollschal und einer Plüsch-Mütze vor der klirrenden Kälte schützt.

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Ein Unterhemd, ein Extrapulli und noch den Fasi unter den Wintermantel gequetscht. Fehlen dürfen auch die langen Unterhosen und Grosis Wollsocken nicht, und schon ist der Mensch gerüstet, der eisigen Kälte und dem schneidenden Biswind zu trotzen.

Doch wie zeigen Marienkäfer, Murmeli und Igel dem Winter die kalte Schulter? Das verrät der WWF in der obigen Bildstrecke.

(lue)

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  • Klugscheisser am 08.02.2012 15:39 Report Diesen Beitrag melden

    Kleine Schnauze?

    Gilt nicht unbedingt für alle Säugetiere: Der Elch hat eine ziemliche lange Schnauze, damit die Atemluft sich genügend erwärmen kann, sonst gefrieren dem Elch noch die Bronchien und die Lunge ein, während er von Wölfen gejagt wird.

  • Peter am 08.02.2012 13:10 Report Diesen Beitrag melden

    Grosswild

    Mich würde interessieren wie grosse Tiere wie Hirsch, Reh, Gämse oder Steinböcke mit der Kälte zurechtkommen. Die habens bestimmt schwieriger.

    • Wildschutzgebiet am 08.02.2012 15:35 Report Diesen Beitrag melden

      love animals

      ähnlich wie die Murmeltiere.. Nur sie haben nicht einen permanenten Winterschlaf, sondern nur eine "sehr ruhige Zeit"... Meistens ziehen sie sich auch in ruhigere Gebiete zurück..

    • Jägerin am 08.02.2012 16:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Hirsch fan

      Da kann ich dir eine antwort darauf geben. Die hirsche haben es momentan sehr schwer. Da sie durch die kälte und wegen dem schnee sehr sehr schwach sind, haben sie auch kaum kraft an essen zu kommen. Sie kônnen nicht so weit durch den schnee bohren, und kommen darum auch nicht an gras ran, hirsche essen im winter auch rinde. Nun, da sie wie gesagt schwach sind, kommen sie den menschen inmer näher, so finden sehr viele tiere im winter den tod, weil sie vom zug oder auto überfahren werden. Und klar auch, weil sie nichts zu essen finden.

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  • Selina Hauri am 08.02.2012 13:02 Report Diesen Beitrag melden

    Seeotter

    Das stimmt so nicht, das dichteste Fell aller Säugetiere hat der Seeotter!