Das Beste von allem

12. Juni 2018 21:58; Akt: 12.06.2018 21:58 Print

Supermensch hat einen Beutel und Reptilienhaut

Der Mensch ist im Laufe der Evolution schon ziemlich gut geworden. Doch er könnte noch deutlich besser sein.

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Der Mensch mag die Krone der Schöpfung sein, trotzdem ist er alles andere als perfekt. Millionen von Jahren Evolution haben dazu geführt, dass wir zwar auf zwei Beinen gehen können. Gleichzeitig wurden unsere Becken aber so klein, dass Frauen bei der Geburt höllische Schmerzen erleben, während unsere nahen Verwandten, die Menschenaffen, direkt nach der Geburt weitermachen, als ob nichts geschehen wäre.

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Ebenfalls mit dem aufrechten Gang geht die S-Form der Wirbelsäule einher. Sie sorgt in der zweiten Lebenshälfte bei vielen Menschen für Rückenschmerzen. Überhaupt lässt vieles am Körper rapide nach, sobald wir das fortpflanzungsfähige Alter hinter uns gelassen haben. Wir haben Ohren, die taub werden, Knie, die schmerzen, Haut, die leicht geschädigt wird, und Kehlen, die das Ersticken begünstigen.

Fledermausohren und Vogelfüsse

Doch wie könnte man den menschlichen Körper perfektionieren? Dieser Frage ist die englische Anatomin und Fernsehmoderatorin Alice Roberts nachgegangen – und hat dabei ein ziemlich gewöhnungsbedürftiges Wesen erschaffen.

Wie sie in der «Mail on Sunday» schreibt, liess sie sich von Hunden, Katzen, Kopffüssern, Fischen, Schwänen und Schimpansen inspirieren. «Mein Modell hat ein besseres Herz mit mehr Arterien als ein Mensch, effizientere Lungen, Augen ohne blinde Flecken, Ohren, die besser hören, Beine, die effizienter sind, und Reptilienhaut, die schnell reagiert, um UV-Strahlen zu blockieren», so Roberts.

Das 3-D-Modell einer verbesserten Alice Roberts erstellte die Professorin der Universität Birmingham gemeinsam mit einem Team des London Science Museum für die BBC-Dokumentation «Can Science Make Me Perfect?». Herausstechende Merkmale sind die Fledermausohren, die Vogelfüsse und der Kängurubeutel, aus dem der Kopf eines Kleinkindes herausguckt. Nicht nur ästhetisch ist die neue Alice eine Herausforderung, einige der Verbesserungen forderten auch ihren Preis.

Geschwindigkeit statt Gewandtheit

«Ich habe Gewandtheit gegen Geschwindigkeit eingetauscht, als ich meine Beine verändert und meine Füsse ersetzt habe. Meine Chancen, auf einen Berg zu klettern, sind gleich null», schreibt Roberts. Doch sie findet, die Verbesserungen würden das mehr als aufwiegen. «Auch wenn ich geschrien habe, als ich das endgültige 3-D-Modell meiner Schöpfung gesehen habe.»

Die Vogelbeine mag Roberts nicht, wie sie zugibt. «Doch als Mutter, die zwei Kinder geboren hat, bin ich ein grosser Fan des Kängurubeutels.»



(jcg)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jack Ycola am 13.06.2018 07:53 Report Diesen Beitrag melden

    Supermensch von morgen

    Der Supermensch von morgen solle vielleicht eher in der Lage sein, diese schwere schwammige Masse innerhalb seines Kopfes zu gebrauchen. Keine Kritik an Frau Roberts. Eine Kritik an der gesamten Menschheit

  • jimmy am 13.06.2018 00:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Upps

    Neeeeein! Keine Brüste mehr :( Mir tun die Männer in 10'000 Jahren jetzt schon leid.

  • Simsi am 12.06.2018 23:17 Report Diesen Beitrag melden

    Und das Handy in der Hand

    darf natürlich nicht fehlen, bei der Krone derSchöpfung? :/

Die neusten Leser-Kommentare

  • Lilo am 15.06.2018 08:39 Report Diesen Beitrag melden

    Her mit dem beutel!

    Nun beim beutel gib ich ihr recht!!

  • Chris am 14.06.2018 13:24 Report Diesen Beitrag melden

    Sehen und verstehen

    Die Evolution richtet sich nach den gegenwärtigen Anforderungen aus. Sonst würden die Kids von Heute nicht für das Smartphone optimiert sein. Deswegen kommt es, nach plötzlichen Veränderungen, immer wieder zu Massensterben. Der Mensch kann ohne seine Technik nicht mehr überleben. Das ist sein Todesurteil.

    • Dani Ela am 14.06.2018 14:58 Report Diesen Beitrag melden

      Nein nicht wirklich

      @Chris: die Technik ist nicht das Todesurteil des Menschen da der Mensch per se sehr anpassungsfähig ist sonst wären wir heute nicht da wo wir sind. Es gibt immer ein paar die besser mit neuen Situationen klar kommen wie andere. Ergo würde es auch beim kompletten Ausfall aller modernen Errungenschaften genug geben die überleben um unsere Spezies zu retten. Ob das jetzt gut oder schlecht ist sei dahin gestellt!

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  • Biologe am 14.06.2018 08:26 Report Diesen Beitrag melden

    Netter Versuch

    Die Eigenschaften des optimierten Modells hatten während der Evolution der letzten Million Jahre offensichtlich keinen Vorteil sonst wären wir schon so

  • Didi Weidmann am 13.06.2018 19:52 Report Diesen Beitrag melden

    Eierlegende Wollmilchsau

    Ich denke viele Frauen wären schon froh, wenn die Menstruationsschmerzen abgeschafft würden und bei den Männern könnte man auf die Prostata verzichten ... - ob allerdings die Mediziner an perfekten Menschen interessiert wären (die würden ja dann nie mehr krank), das ist eine ganz andere Frage, wäre wohl nicht so gut fürs Geschäft ... jetzt kommt aber erst mal die eierlegende Wollmilchsau und dann sehen wir weiter ...

  • PROLLTRASH am 13.06.2018 18:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nein

    dieses modell des zukunftsmenschen ist entgegen jeglicher logik. denn egal welches wesen sich evolutioniert, fortpflanzung steht immer an vorderster stelle. und in diesem fall würden wohl die abnehmer fehlen. ich würde beim original bleiben. fröhlicher blick, schön gekleidet und sympathisch!

    • text gelesen und verstanden am 14.06.2018 17:47 Report Diesen Beitrag melden

      deinem namen gerecht

      ...es ging ja nicht um den zukunftsmenschen, sondern um den perfekten menschen... über das resultat kann man streiten. aber auch die männer würden dann wohl anders aussehen. und um deinen anderen kommentar aufzugreifen: wären diese männer dann vielleicht auch gar nicht mehr an brüsten interessiert ;-)

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