Fern und faszinierend

15. Januar 2016 10:53; Akt: 15.01.2016 10:53 Print

Unter Wasser ist die Welt wunderschön

Wer einmal im Meer tauchen war, schwärmt sein ganzes Leben davon. Warum das so ist, zeigen die Gewinner des Wettbewerbs Ocean Art Photo.

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Eine Aal-Larve ist der Abräumer des Wettbewerbs Ocean Art Photo: In gleich zwei Kategorien - - schaffte sie es auf den ersten Platz. Aufgenommen hat das Bild der Forscher und Unterwasser-Fotograf Jeff Milisen in 4000 Metern Tiefe vor der Küste Hawaiis. Den ersten Platz in der Kategorie sicherte sich der Italiener Francesco Visintin mit seiner Aufnahme einer Qualle, die sich aufgrund von steigenden Meerestemperaturen vor die toskanische Küste verirrt hat. Doch nicht nur im Süden, auch im hohen Norden bietet sich unter Wasser ein faszinierendes Bild - so wie auf dem Siegerfoto in der Kategorie , das die norwegische Unterwasser-Fotografin und Journalistin Lill Haugen im Oslo-Fjord geschossen hat. Als gar nicht scheu präsentierten sich die Grindwale im französischen Mittelmeer dem Unterwasserfotografen Greg LeCoeur. Der drückte im richtigen Moment ab, reichte das Bild ein und sicherte sich so den ersten Platz in der Kategorie . Wenn das Weibchen des Gestreiften Anglerfischs laichen will, taucht es zur Wasseroberfläche auf. Sobald es seine Eier abgegeben hat, schreitet das Männchen zur Tat und befruchtet diese. Einen solchen Moment hat Steven Kovacs dokumentiert. Dafür gabs Platz eins in der Kategorie. Dieser Schwarm Kugelfische der Art Arothron firmamentum zog vor Neuseeland vor der Kamera von Irene Middleton vorbei. Ein glücklicher Zufall, denn das dabei entstandene Foto bescherte der Fotografin den ersten Platz in der Kategorie . Nomen est omen. Diese Aufnahme einer Anemone heisst «The Fluorescent Cerianthus». Das Leuchten erzeugte Fotograf Alessandro Raho mithilfe eines speziellen Filters. Der Aufwand hat sich gelohnt. Dafür gab es Platz eins in der Kategorie . Dass des einen Freud schnell mal des anderen Leid ist, zeigt der erste Platz in der Kategorie . Aufgenommen hat es Jack Berthomier in den Gewässern um Neukaledonien. Die Reise nach Guadalupe hat sich für Brian Christiansen gelohnt. Nicht nur konnte er mit Delfinen tauchen, er landete mit dieser Gegenlicht-Aufnahme auch auf dem ersten Platz in der Kategorie . Ganz anders, aber ebenso sehenswert ist Roland Bachs Foto einer Meeresschnecke. Aufgenommen im Mittelmeer vor Menorca, bescherte die Aufnahme ihm den ersten Platz in der Kategorie Nudibranchs (Nacktschnecken). Seinem Motiv, einem Gespensterkrebs, rückte So Yat Wai ganz dicht auf die Pelle. Insgesamt 60 Versuche benötigte er, bis er Kopf und Zangen scharf hatte. Gelohnt hat es sich. Denn dafür gabs Platz eins in der Kategorie. Ein völlig anderes Sujet zeigt das Gewinnerbild aus der Kategorie: Es zeigt den Apnoe-Taucher Francesco Pacienca, der dafür nicht nur zum Pinsel griff, sondern auch gleich noch den Auslöser drückte. In der Kategorie schaffte es dieses Bild von einem kleinen Feilenfisch auf den ersten Platz. Gemacht hat es Simon Chiu aus Hongkong. Bei einem Tauchgang beobachtete Walter Bassi einen besonders intimen Moment, indem ein männliches Seepferdchen die Eier in seinem Bauch aufnimmt. Dank dieser Indiskretion schaffte es der Fotograf auf Platz eins in der Kategorie . In einem Bach in Pennsylvania begegnete Matthew Sullivan einer jungen Waldbachschildkröte. Ein glücklicher Moment, denn die Tiere sind vom Aussterben bedroht. Das honorierte auch die Jury des Ocean-Art-Wettbewerbs: Platz eins in der Kategorie.

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Was sich unter Wasser abspielt, ist für viele Menschen ein grosses Rätsel. Denn nicht viele kommen so weit hinab, wie die Teilnehmer der Ocean Art Photo Competition getaucht sind. Allein deshalb sind ihre Beiträge sehenswert.

Wer es in den insgesamt 15 verschiedenen Kategorien des renommierten Foto-Wettbewerbs jeweils ganz oben auf das Treppchen geschafft hat, sehen Sie in der Bildstrecke (siehe oben).

Welche der ausgezeichneten Aufnahmen, ist Ihr Favorit? Und warum? Verraten Sie es uns im Kommentarfeld.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Am Am am 15.01.2016 11:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Überall

    Wo es keine Menschen gibt ist es schön. Wobei zu 80% der Menschen nichts damit zu tun hat

  • JJ am 15.01.2016 12:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht mehr lange..

    Wenn wir mit der Zerstörung und Ausbeutung der Erde so weiter machen wie bisher wird auch irgendwann der letzte schöne Ort, egal ob über oder unter dem Wasser vernichtet.

  • Taucherin am 15.01.2016 13:29 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso immer nur im Meer?

    Nicht nur im Meer, auch im Süsswasser und besonders auch in den Schweizer Seen und Flüssen ist es wunderschöne

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Fully am 16.01.2016 17:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Menschen

    Solange der Mensch nicht eingreift bleibt es schön..

  • Simon am 16.01.2016 11:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schön wars

    Grosse Teile des Meeres sind Ödnis. Vorallem da wo der Mensch gewirkt hat.

  • 142w am 16.01.2016 00:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Humanity

    Das alles kann uns nur in sekunden genommen werden......

  • jelly am 15.01.2016 21:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Noch!

    Noch ist sie schön... aber nicht mehr lange.

  • Taucherin am 15.01.2016 13:29 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso immer nur im Meer?

    Nicht nur im Meer, auch im Süsswasser und besonders auch in den Schweizer Seen und Flüssen ist es wunderschöne

    • Karin Langenegger am 15.01.2016 17:01 Report Diesen Beitrag melden

      Die Schweizer Seen sind auch spannend

      Ja genau! War gerade gestern im Vierwaldstättersee tauchen und wir haben 5 verschiedene Fischarten gesehen.

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