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Neue Studie
08. Januar 2012 21:04; Akt: 08.01.2012 21:13 Print
Warum der Klimawandel die Vögel überfordert
Vögel und Schmetterlinge können mit dem Klimawandel nicht mithalten. Der ideale Lebensraum der Tiere hat sich in Europa schneller nach Norden verschoben als die Tiere mitwandern konnten.

Die Vögel können laut einer neuen Studie nicht mit dem Klimawandel mithalten. (Bild: Keystone)
Im Vergleich zum Temperaturanstieg und der damit verbundenen Verschiebung ihrer Lebensräume in Richtung Norden liegen Schmetterlinge laut der neuen Studie im Durchschnitt 135 und Vögel sogar 212 Kilometer zurück.
Infografik Der KlimawandelWasservorkommen weltweitDies schreiben europäische Forscher im Fachmagazin «Nature Climate Change». Die Daten für ihre Studie wurden aus rund 1,5 Millionen Beobachtungsstunden und mehr als
Überraschend war für die Wissenschafter zudem die Kluft zwischen Schmetterlingen und Vögeln. Insgesamt habe sich der Lebensraum der Tagfalter im beobachteten Zeitraum im Durchschnitt um 239 Kilometer nach Norden verschoben.
Die Schmetterlinge seien jedoch nur 114 Kilometer nordwärts gewandert. Die Forscher vermuten, dass Schmetterlinge sensibler als Vögel sind und Temperaturveränderungen dadurch besser folgen können.
Klimawandel trennt Tiergruppen
Für die Forscher ist das Ergebnis der erste Beleg dafür, dass der Klimawandel auf einem ganzen Kontinent zu einer deutlichen Verschiebung der Lebensräume führt und Lebensgemeinschaften aus verschiedenen Tiergruppen auseinanderreissen kann.
«Zum Beispiel sind viele Vogelarten bei ihrer Ernährung auf Raupen bestimmter Schmetterlingsarten angewiesen und könnten daher unter den Veränderungen leiden», erklärt Josef Settele vom Helmholtz- Zentrum für Umweltforschung in Halle.
Zwischen einzelnen Ländern gibt es der Studie zufolge jedoch deutliche Unterschiede. So habe sich die Durchschnittstemperatur der Lebensräume von Vogelarten in Tschechien kaum erhöht, in Schweden dagegen stark.
(sda)


























