Namen von Stürmen

07. September 2017 16:24; Akt: 08.09.2017 06:45 Print

Warum folgt auf Harvey eigentlich Irma?

Wirbelstürme werden mit menschlichen Vornamen bezeichnet. Was dahintersteckt.

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Ein zerstörtes Haus in der Dominikanischen Republik. (7. Dezember 2017) Swiss reagiert und streich Miami-Flüge: Eine Boeing 777-300ER der Swiss am Flughafen Zürich in Kloten. Flucht: Die Menschen in Florida fliehen in Autos in Richtung Norden. (7. September 2017) Hamsterkäufe: Die Supermarkt-Regale in Miami sind nahezu leer. (7. September 2017) Massenevakuierung: Ein Konvoi verlässt die Keys im Süden Floridas. (6. September 2017) Überschwemmung auf der französischen Überseeinsel Saint-Martin. Umgestürzte Bäume und überflutete Strassen in Fajardo in Puerto Rico. (6. September 2017) Bild: Jose Jimenez/Getty Vor Puerto Rico ist der Wirbelsturm bereits über mehrere kleinere Karibik-Inseln gefegt: Überflutete Strassen in St. Martin. (6. September 2017) 900'000 Menschen ohne Strom: Auf Puerto Rico versuchen Helfer ein Auto zu bergen. (6. September 2017) Auf Barbuda gibt es für Autos kein Durchkommen mehr. (6. September 2017) Gefahr steht unmittelbar bevor: Eine Frau sitzt in einer Notunterkunft in Puerto Rico, während sich der Hurrikan unabwendbar auf die Insel zubewegt. (6. September 2017) Mit 26 Kilometer pro Stunde zieht der Sturm westwärts. Eine Frau sitzt mit ihren Kindern in einer Notunterkunft in Puerto Rico. (6. September 2017) Die Wahrscheinlichkeit, dass Hurrikan Irma Puerto Rico mit seiner maximalen Windgeschwindigkeit trifft, beträgt laut Meteorologen 100 Prozent. (6. September 2017) Es wird erwartet, dass Irma bei Einbruch der Dunkelheit am Mittwochabend (Ortszeit) auf Puerto Rico trifft. Ein Paar schaut auf das Meer hinaus. (6. September 2017) Menschen in Puerto Rico bereiten sich auf die Ankunft des Monstersturms vor. (6. September 2017) Florida bereitet sich auf die in der Nacht von Freitag auf Samstag erwartete Ankunft Irmas vor. Ein Geschäft in Miami versucht, der ernsten Lage mit ein bisschen Humor zu begegnen. (6. September 2017) Auf der Insel St. Martin sind ganze Küstenabschnitte verwüstet worden. Mindestens zwei Menschen fanden den Tod, mindestens zwei weitere wurden schwer verletzt. (6. September 2017) Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erwartete, dass «der Verlust hart und grausam» sein wird. (6. September 2017) Nur kurze Zeit später vermeldete die französische Regierung die ersten Opferzahlen. (6. September 2017) «Angst ist angebracht», sagten US-Meteorologen: Menschen in Florida fliehen. Dazu benötigen sie Benzin, weshalb Tankstellen überrannt werden. (6. September 2017) Der Florida Turnpike ist in Richtung Norden überlastet. (6. September 2017) Die Florida Keys werden evakuiert. Touristen und Einwohner verlassen die Inselkette, wie die Aufnahme aus Key Largo zeigt. (6. September 2017) Stau in Richtung Norden auf der einzigen Strasse, die auf den nordamerikanischen Kontinent führt. (6. September 2017) Hunderte Touristen verlassen die Dominikanische Republik. Ansturm auf dem internationalen Flughafen in Puerto Plata. (6. September 2017) Das Bild der Nationalen Ozean- und Atmosphärenbehörde der USA zeigt den Hurrikan im Moment, wo er auf die Insel Anguilla trifft. Links des Sturms und in Richtung seines Verlaufs sichtbar sind Puerto Rico und der Osten der Insel Hispaniola. Auf Hispaniola liegen Haiti und die Dominikanische Republik. Viele Bewohner Haitis wussten am Mittwoch noch nichts von der bevorstehenden Gefahr. Teile der Insel St. Martin stehen unter Wasser. Irma hat nicht nur nie dagewesene Windgeschwindigkeiten gebracht, sondern auch massive Niederschläge sowie Springflut. Schäden an Gebäuden sind beträchtlich. Die Wahrscheinlichkeit, dass auf Puerto Rico maximale Windstärken erreicht werden, beträgt laut dem US-Hurrikanzentrum 100 Prozent. Auf der Insel St. Martin sind Strassen überflutet. In Florida bilden sich Staus, als die Bewohner Richtung Norden flüchten. (5. September 2017) Im Costco im Norden Miamis brauchten die Leute bis zu acht Stunden für ihre Noteinkäufe. Im gleichen Costco ging nach einiger Zeit das Wasser aus. In Puerto Rico wird eine Notunterkunft mit Wasser ausgerüstet. Auch beim Verlassen des Costco und bei der Tankstelle stand man Schlange. Tankstellen im Norden Miamis verzeichnen einen riesigen Ansturm. Im Home Depot deckten sich die Leute in Miami mit Sperrholz ein. Der stärkste je auf dem offenem Atlantischen Ozean gemessene Sturm: Hurrikan Irma zieht westwärts in Richtung Inseln unter dem Winde. (5. September 2017) Regale sind leergeräumt, wie in diesem Laden in Panama City, Florida. (5. September 2017) Die frühest möglichen Ankunftszeiten, geschätzt um 8 Uhr AST (14 Uhr Schweizer Zeit). (5. September 2017) Bild: US-Hurrikanzentrum Bedroht die Karibik, Florida und die US-Ostküste: Hurrikan Irma. (3. September 2017) Irma hat die höchste Stärke-Stufe erreicht. (3. September 2017) Noch ist Irma über dem Atlantik. (2. September 2017) Diese Grafik zeigt eine Vorschau für die nächsten fünf Tage. (4. September 2017)

Fehler gesehen?

Hurrikan Irma ist laut Fachleuten der längste jemals beobachtete Wirbelsturm einer solch grossen Stärke. Doch wer hat ihm seinen Namen gegeben?

Die Antwort ist ziemlich einfach: Stürme tragen prägnante menschliche Vornamen, damit man sie sich leichter merken und sich für bevorstehende Katastrophen rüsten kann.

«Die Erfahrung hat gezeigt, dass kurze, gut unterscheidbare Namen weniger fehleranfällig sind als die komplizierten Namen, die man Wirbelstürmen früher gegeben hat», schreibt das National Hurricane Center (NHC). Gerade beim Informationsaustausch zwischen weit auseinanderliegenden Funksendern – etwa Küstenstationen und Schiffen auf hoher See – würden die Vorteile prägnanter Namen deutlich.

Alphabetische Listen

Für die konkrete Namensvergabe ist die World Meteorological Organization (WMO) verantwortlich. Diese stellte eine Liste mit alphabetisch geordneten Namen für eine Dauer von sechs Jahren zusammen. Am Ende dieser Zeitspanne beginnt die Liste wieder von vorn.

Auf der Liste für 2017 ist zu sehen, dass der Vorgänger des Karibik-Sturms Irma Harvey hiess – so der Name des Hurrikans, der vor wenigen Tagen an den Küsten der US-Bundesstaaten Texas und Louisiana gewütet hat. Die auf H und I folgenden Buchstaben J und K stehen für Jose und Katia. Auch diese Hurrikane drohen bereits – Katia könnte schon am Freitag die mexikanische Küste erreichen, warnen die Behörden.

Irma könnte gestrichen werden

Die Namensliste wiederholt sich also alle sieben Jahre. Einzige Ausnahme sind Stürme, die so tödlich sind und so grossen Schaden anrichten, dass es unangemessen und unsensibel wäre, einen weiteren Sturm so zu benennen, schreibt das NHC. In einem solchen Fall wird der entsprechende Name von der Liste gestrichen und durch einen neuen ersetzt, der von einem Komitee bestimmt wird.

Angesichts der Stärke und der Dauer des aktuellen Hurrikans ist es wahrscheinlich, dass der Name Irma von der Liste gestrichen wird. Irma ist übrigens althochdeutsch und bedeutet so viel wie «die Allumfassende».

(chi)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jens am 07.09.2017 16:36 Report Diesen Beitrag melden

    Hurrikan Katrina

    Katrina gibt es also auch nie mehr.

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  • Justitias Hand am 07.09.2017 16:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gegenteil

    Die Streichung des Namens bewirkt, dass der Name des schlimmen Sturms bis in alle Ewigkeit bekannt bleibt, weil einzigartig.

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  • Der EGon am 07.09.2017 17:16 Report Diesen Beitrag melden

    Sturmnamen

    Frage, hab ich die Auffassung dass die Schlimmsten Stürme immer Frauennamen tragen, oder Täusche ich mich da.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Birgit am 09.09.2017 16:12 Report Diesen Beitrag melden

    Um den Brei reden

    Geoengineering, Wetterwaffe HAARP usw. Harvey und Irma sind zwei künstlich erschaffende Hurricanes! Es geht auch um die Durchsetzung der NWO. Aber die meisten Menschen glauben ja nur das, was sie sich vorstellen können und drehen lieber ihre Runden im Hamsterrad ;-)

  • Wondera am 09.09.2017 09:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verniedlichung

    Mit den Namen werden die Stürme verniedlicht. Gestern im Café gehört: "s Irma..., nachem Irma chunt ez de Jose, s Irma..." Hallo? Es geht um Stürme, die Tod und Leid bringen.

  • Karl am 09.09.2017 07:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nett sein

    Das ist doch nur um den Menschen keine Angst zu machen... Sonst würden diese hurricanes Megadestroy 2017 oder Trumpodesaster heissen....

    • Frank am 09.09.2017 08:44 Report Diesen Beitrag melden

      Schlimmster Hurricane

      Der schlimmste Hurricane den Amerika erlebt dauert 5-8 Jahre und heisst Trump. Der richtet viel mehr Schaden an, als alle andern zusammen

    • Vreneli vom Lindenberg am 11.09.2017 21:46 Report Diesen Beitrag melden

      ferner Planet für Menschen in Not

      @ Frank, wenn ich könnte, würde ich Hurrikane wie z.B. Donald, Harvey, Katrina und alle die den Menschen so fürchterliche Schäden und Leid zufügen auf einen fernen Planeten mit Golfplatz verbannen. Da könnten sie um die Wette spielen und wüten. Es wäre der Menschheit viel Not genommen.

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  • Kusi K. am 09.09.2017 07:30 Report Diesen Beitrag melden

    Sind wir froh

    Zum Glück gibts sowas nicht in dem Ausmass im Mittelmeer, sonst gäbe es in Italien aufgrund der Korruption und schlechten Bauweise noch viel mehr Zerrstörung als bei den (im Vergleich zu Mexiko) leichteren Erdbeben!

  • Wetterpsychologie am 08.09.2017 22:08 Report Diesen Beitrag melden

    Irma Irma Irma

    Die liebe Irma war eben schon immer hinter Harvey her, Harvey konnte bis jetzt aber immer flüchten. Leider ist Irma jetzt regelrecht aufgebracht, sie wird von Selbstzweifeln geplagt. Seit das Wetter ihr gesagt hat dass sie auch jemand sei geht es ihr bedeutend besser. Sie weiss jetzt, Irma braucht keinen Harvey.