Weltpremiere

21. November 2017 18:42; Akt: 21.11.2017 18:42 Print

Waschbär Jacky bekommt einen Herzschrittmacher

Münchner Spezialisten ist es gelungen, einer Waschbären-Dame einen Herzschrittmacher einzusetzen.

Konnte noch am selben Tag nach Hause: Waschbärin Jacky. (Video: Tamedia/Tierkardiologie LMU)
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Tierärzten der Medizinischen Kleintierklinik der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) ist eine Weltpremiere gelungen. Ein Team um den Tierkardiologen Gerhard Wess setzte einem sechs Monate alten Waschbärenweibchen einen Herzschrittmacher ein. «Jacky dürfte weltweit der erste Waschbär mit Herzschrittmacher sein», so die LMU in einer Mitteilung.

Die Waschbärin litt an einer Herzrhythmusstörung. Infolgedessen betrug ihre Herzfrequenz nur 60 Schläge pro Minute, normal sind jedoch 200. Dadurch wurde Jacky immer wieder ohnmächtig. Der Herzschrittmacher löst dieses Problem.

Viele Hunde, noch nie ein Waschbär

Tierkardiologe Wess hat bereits vielen Hunden einen Herzschrittmacher eingesetzt. Ein Waschbär sei jedoch bislang noch nie auf seinem OP-Tisch gelandet: «Aber als Herzspezialist für Tiere bereitet es mir natürlich besondere Freude, wenn wir auch mal einem ungewöhnlichen Tier helfen können.»

Die Operation dauerte rund 30 Minuten, habe sich jedoch aufgrund der geringen Grösse des Herzens schwierig gestaltet. Die Waschbären-Dame überstand die OP aber gut und durfte noch am selben Tag nach Hause.

(ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Thomas am 21.11.2017 20:22 Report Diesen Beitrag melden

    Gleiches Recht

    Der Waschbär sieht doch quickfidel und happy aus (soweit man das jedenfalls zu beurteilen vermag - unglücklich und lebensmüde sieht jedenfalls anderst aus). Kann die negativen Kommentare daher nicht verstehen. Jedes Lebewesen hat dasselbe Recht auf Leben und wenn der/die Waschbären Besitzer(in) sich das auch leisten kann und ihm/ihr das Tier am Herzen liegt ist das sein/ihr gutes Recht dem Tier dieses Leben zu ermöglichen... Ist ja auch nicht so, dass der Waschbär todkrank war sondern halt einfach unter einer eher unangenehmen Krankheit mit grosser Einschränkung litt..

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  • Bärli am 21.11.2017 21:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gönnt es ihm doch....

    Jeder der jetzt rumstänkert, mit dem Geld hätte man armen hungernden oder kranken Kindern helfen können.... Klar hätte man. Genau gleich wie man das auch mit dem Geld hätte tun können, das man für den letzten Restaurantbesuch ausgab.. Oder die neuen Felgen.. Oder den teuren Handtasche... Hat man aber nicht!!! Haustiere sind nun mal geliebtes Eigentum von Menschen, die ihr Geld ausgeben können, für was sie wollen. Und es gibt echt dümmere Arten, sein Geld auszugeben, als für ein geliebtes Haustier. Es gibt unsägliches Elend auf der Welt, und es geht uns alle was an. Aber kein armes/krankes Kind ist ärmer dran/kränker, nur weil wir anstatt z. B. teuren Schmuck mit dem Geld, dass dieses Kind von uns eh nicht bekommt, einen Herzschrittmacher für unseren Waschbären kaufen.

  • Quokka am 21.11.2017 19:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Genial, aber

    Genial, zwar sollte man ein Tier bei unzumutbaren Schmerzen nicht zum Leben zwingen, aber es ist doch faszinierend, was möglich ist. Bedenklich ist hingehen, dass viele Menschen sich eine wichtige Operation nicht leisten können.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Bsm2429 am 22.11.2017 12:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Besserung Jacky

    Warum soll der Waschbär keinen Herzschrittmacher bekommen? Ich würde auch alles mögliche versuchen, sollte es unseren Tieren schlecht gehen (soweit es für das Tier vertretbar ist) man hat die Verantwortung übernommen für das Tier. Für viele gehört dieses zur Familie. Und zum "mit dem Geld hätte man anderen Menschen helfen können" Ja HÄTTE man. Man kann auch einmal die Menschen in gewißen Regionen über Verhütung aufklären....Für mich sind Tiere noch immer die besseren Menschen. Denen ist egal wie du aussiehst, was du für kleider hast u.s.w. Sie nehmen dich, wie du bist. so ich habe fertig.

  • Ueli am 22.11.2017 11:11 Report Diesen Beitrag melden

    Schon witzig

    Haustiere mit besserer medizinischer Versorgung als viele Menschen.

  • kim am 22.11.2017 08:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    pelz

    Ein Wunder dass er nicht als Pelzkragen endete , hässlich diese Jacken und Mäntel .

  • susi am 22.11.2017 07:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Anzeigen wehen Tierquälerei

    Tierquälerei, ist absolut nicht mehr vertretbar, euch Forschern und Tierquäler muss man endgültig das Handwerk legen.

    • Amanda am 22.11.2017 20:25 Report Diesen Beitrag melden

      Das ist kein Versuchstier

      Susi - das ist keine "Forschung", sie wäre sonst wohl bald gestorben. Auch du solltest lesen, bevor du schreibst. Keinem Menschen könnte geholfen werden, hätten nicht Tiere zuvor ihr Leben dafür gelassen. Und genau aus diesen Grund kann man den Tieren auch etwas zurückgeben, auch wenn es nicht dieselben sind. Dieses Waschbär Weibchen ist kein Versuchstier!!!

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  • Leser am 22.11.2017 00:33 Report Diesen Beitrag melden

    "Sehr Sinnvoll"

    Dabei ist jedem Europäer mit ein bischen Allgemeinwissen klar das Diese Tiere nicht auf diesen Kontinent gehören. Dies wissen sogar Maurer ohne Französischkenntnisse.

    • Anderer Leser am 22.11.2017 22:02 Report Diesen Beitrag melden

      Warum nicht?

      Soll man den Waschbären etwa extra nach Amerika fliegen, um ihn dort zu behandeln, bloss weil er kein ursprünglich einheimisches Tier ist? Abgesehen davon dürfte es sich hier sowieso um ein Zoo- oder Haustier handeln. Ist doch schön, dass dem Waschbären geholfen werden konnte.

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