Erneutes Beben in Nepal

12. Mai 2015 17:05; Akt: 12.05.2015 17:05 Print

Wie die Stärke von Erdbeben gemessen wird

Zwei Wochen nach dem schweren Beben im Himalaja erzitterte die Erde erneut – mit einer Stärke von 7,2. Doch was heisst das eigentlich?

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Nur wenige Tage nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal hat es die Region erneut schwer getroffen. Bei einem heftigen Nachbeben sind Dutzende weitere Menschen gestorben. Bislang seien 42 Tote geborgen worden, teilte das nepalesische Innenministerium am Dienstagnachmittag mit. Mehr als 1100 Menschen seien verletzt worden.

Nach Angaben des Deutschen Geoforschungszentrums in Potsdam hatte das Beben die Stärke 7,2. Das Epizentrum lag nur zehn Kilometer unter der Erdoberfläche.

Verschiedene Skalen

Für das Messen von Erdbeben ist die Stärke der Bodenbewegung entscheidend. Jeder Punkt auf der Skala bedeutet etwa eine Verzehnfachung der Bebenstärke. Ein Erdbeben der Magnitude 5,0 ist demnach zehnmal so stark wie eines mit 4,0.

Früher wurde die Erdbebenstärke einheitlich nach der Richter-Skala bestimmt (siehe Box). Der amerikanische Geophysiker Charles Francis Richter hatte die Skala 1935 speziell für Kalifornien ausgearbeitet. Heute kommt sie nur noch bedingt zum Einsatz – auch weil das Verfahren nur bei begrenzter Entfernung zuverlässige Werte liefert.

Mittlerweile setzen die Forscher eher auf andere Methoden wie die Mercalli-Skala (siehe Box), deren Werte sich aus der direkten Wirkung des Bebens auf Menschen und Gebäude ergeben, oder auf die Momenten-Magnitude, die einen direkteren Bezug zu der bei dem Beben umgesetzten Energie hat.

(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fubar am 12.05.2015 18:56 Report Diesen Beitrag melden

    Widersprüchlich

    Im Text steht, dass die Richter-Skala nur noch bedingt zum Einsatz komme, nebenan in der Box steht, dass die Richter-Skala eine der gebräuchlichsten Magnitudenskalen sei. Was stimmt denn nun?

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  • Andreas Gasser am 12.05.2015 20:36 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn 20min doch nur endlich mal wieder..

    ...besser recherchieren könnte oder - noch gescheiter - besser ausgebildete Redakteure einstellen könnte. Dieser Artikel ist mal wieder ein Paradebeispiel von Widersprüchen und Falschinformationen. Ein Klick auf de.wikipedia beantwortet diese Frage 10x kompetenter.

  • Erd Hörnchen am 12.05.2015 18:54 Report Diesen Beitrag melden

    nicht rechercheirt

    Hafebrunz: kein Wissenschaftler misst die STÄRKE eines Erdbebens mit Mercalli - absolut ungeeignet. Mercalli ist viel mehr von lokalen Bedingungen (Untergrund, Bebauung, Distanz zum Herd) abhängig als von der Stärke des Erdbebens - misst die INTENSITÄT.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Amir am 12.05.2015 22:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sehr traurig

    Wenn man schon fast kein Geld mehr hat muss sowas passieren. Echt schade. Die Menschen die dort leben tun mir wirklich Leid.

  • Sand in unsere Augen streuen am 12.05.2015 21:22 Report Diesen Beitrag melden

    Ist euch auch schon aufgefallen

    , dass die ersten Angaben immer höher ausfallen, als weitere Meldungen. Es soll damit zusammenhängen, dass eine gewisse Schicht uns in Sicherheit wiegen und den bevorstehenden Polsprung verheimlichen will. Googelt mal Zeta Talk

    • Andreas am 13.05.2015 13:35 Report Diesen Beitrag melden

      das Einizge, das mir auffällt, ist

      dass die Medien immer und immer wieder die us-amerikanischen Quellen nutzen. Dabei hat die ETH Zürich ein eigenes Institut, dass die Daten zu starken und mittelstarken Beben weltweit live ins Internet stellt. Wozu hat die Schweiz ein solches Institut, wenn dann trotzdem alle ins Amiland schauen?

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  • Andreas Gasser am 12.05.2015 20:36 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn 20min doch nur endlich mal wieder..

    ...besser recherchieren könnte oder - noch gescheiter - besser ausgebildete Redakteure einstellen könnte. Dieser Artikel ist mal wieder ein Paradebeispiel von Widersprüchen und Falschinformationen. Ein Klick auf de.wikipedia beantwortet diese Frage 10x kompetenter.

  • Mario Zürcher am 12.05.2015 20:11 Report Diesen Beitrag melden

    Richterskala geht nur bis 6.5

    Die Richterskala ist messtechnisch nach oben auf Magnitude 6,5 begrenzt. Alles, was höher liegt wird mit der Momenten-Magnituden-Skala (MW) bestimmt und wird landläufig schlicht mit "Stärke" angegeben. Beim neuerlichen Beben in Nepal hiesse es also korrekterweise nicht "7,1 auf der Richterskala", sondern "mit Stärke 7.1".

  • M.D. am 12.05.2015 20:09 Report Diesen Beitrag melden

    Wale

    Stand letztes mal nicht wieder was von gestrandeten Walen?? Langsam ist das unheimlich!

    • Werni am 12.05.2015 20:26 Report Diesen Beitrag melden

      Wieso?

      Wieso unheimlich? Gestein kann unter hohem Druck elektrisch geladen werden (wobei noch nicht genau klar ist wie). Solche Entladungen geschehen wegen dem Druckaufbau vor einem Erdbeben. Meerestiere sind darauf extrem empfindlich und flüchten- leider ans Land.

    • M.D. am 13.05.2015 03:23 Report Diesen Beitrag melden

      Delphine

      Unheimlich weil danach immer so eine Naturkatastrophe kommt! Vor dem ersten Beben waren es die gestrandeten Delphine in der Nähe von Japan....vor Kurzem die Wale! Diese armen Leute die eh schon nichts haben :( Und da gibt es noch Menschen, die an ein Gott glauben..Unverständlich bei all dem Leid auf dieser Welt.

    • Andreas am 13.05.2015 13:31 Report Diesen Beitrag melden

      Von welchem Beben redet Ihr?

      In den letzten drei Wochen gab es weltweit 4 Beben mit mindestens Stärke 7. Nur eines davon hatte verheerende Folgen, weshalb es in den Medien gelandet ist. Welches dieser Beben sollen die gestrandeten Wale und Delphine nun "vorhergesagt" haben? Oder war es gar eines der vielen 6er oder 5er Beben der letzten Wochen?

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