Abseits der Piste

26. Januar 2012 19:37; Akt: 26.01.2012 19:46 Print

Wintersportler können Wildtiere gefährdenWintersportler können Wildtiere gefährden

von Corinne Hodel - Des einen Freud, des anderen Leid: Bergsportler stören Wildtiere im Winter. Einfache Verhaltensregelnsollen das Nebeneinander ermöglichen.

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Überlebenskampf: Wildtiere lassen sich leicht aufschrecken. (Bild: Prisma)

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Eingefleischte Wintersportfans kennen dieses Gefühl der Freiheit: abseits der Piste Spuren in den Pulverschnee zeichnen oder auf Schneeschuhen durch unberührte Wälder streifen.

Doch die Idylle trügt. Denn für Wildtiere sind solche Wintergäste ein Problem. Schnee- oder Birkhühner beispielsweise suchen tagsüber in Schneehöhlen Schutz vor Wind und Kälte. Werden sie aufgescheucht, verlieren sie auf der Flucht Energiereserven und die Stresshormone steigen an. «Die Folgen von chronischem Stress können fatal sein, denn die Fortpflanzung kann dadurch beeinträchtigt werden», sagt der Biologe Pierre Mollet von der Vogelwarte Sempach. Zudem ziehen sich die Tiere immer mehr zurück. Dadurch verkleinert sich ihr Lebensraum.

Auch Gämse, Steinbock, Rothirsch und Schneehase lassen sich leicht aufschrecken. Auf der Flucht können sie sogar in den Tod stürzen.
Doch das Wintererlebnis muss nicht zwingend auf Kosten der Wildtiere gehen. Mit vier einfachen Regeln können Berggänger unnötige Störungen vermeiden (siehe Info-Box).

Diese Regeln sind Teil der Kampagne «RespekTIERE deine Grenzen» des Bundes und des Schweizer Alpen-Clubs. Neu wird die Outdoor-Branche gezielt geschult, wie sie ihre Kunden auf diese Problematik aufmerksam machen kann.