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08.02.2012 Print

Titel als GrafikDas Fahrrad aus dem Drucker

Der neuste Fahrrad-Trend kommt aus der Luftfahrt: Das Airbike vom Flugzeughersteller EADS besteht aus der Kunstfaser Nylon und entsteht im 3D-Drucker, ein modernes Herstellungs-verfahren. Das Airbike wiegt nur gerade einen Drittel eines herkömmlichen Velos, ist aber mindestens gleich robust.





Der Rahmen des Airbikes besteht aus einer besonders stabilen Trägerstruktur, während der Sattel dank einer dehnbaren Struktur speziell bequem ist. Sogar der Antrieb ist aus Kunststoff. Anstelle der Kette kommt ein Riemen aus Kevlar zum Einsatz. Dass das Fahrrad von einem Flugzeughersteller entwickelt wurde, ist denn auch auf den zweiten Blick erkennbar: Die acht Speichen der Laufräder sehen wie Propeller aus.

3D-Drucken: Die Technologierevolution
Doch wie funktioniert ein 3D-Drucker überhaupt? Der Drucker verwendet Pulver aus Kunststoff anstelle von Druckerschwärze. Ein Laserstrahl druckt eine sehr feine Schicht und verfestigt die Masse. Dann legt sich eine neue Materialschicht darüber, die wiederum von dem Lichtstrahl fest verbacken wird. So entstehen beim Airbike der Rahmen, Räder und Speichen sowie das Tretlager.

Nicht nur Fahrräder können mit 3D-Druckern hergestellt werden. EADS will in Zukunft auch superleichte Flugzeugteile drucken. In der Industrie kommen gewisse Spezialteile schon jetzt aus dem Drucker. Gut möglich auch, dass der 3D-Drucker bald unser Konsumverhalten ändern wird: Die amerikanische Firma Shapeways hat sich beispielsweise einen solchen 3D-Drucker zugetan und druckt auf Bestellung von Konsumenten gestaltete Gegenstände aus. Das Sortiment reicht von Schmuck über Einrichtungsgegenstände bis hin zu Modellflugzeugen oder Handy-Hüllen.



Wie kann ein Fahrrad ausgedruckt werden? Und kann man damit wirklich fahren? Antworten auf diese und weitere Fragen erhalten Sie unter www.tecmania.ch. Los geht’s!