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12. Juli 2010 07:03; Akt: 12.07.2010 07:22 Print

«Das dritte Trauma für Oranje»«Das dritte Trauma für Oranje»

Das dramatische Endspiel im Spiegel der holländischen und spanischen Online-Medien. Die «Marca» glaubt gar, dass man jetzt beruhigter sterben könne.

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Die niederländische Boulevardzeitung «De Telegraaf» erinnert in ihrer Schlagzeile an die zuvor schon verlorenen Endspiele der «Elftal». Der Blog «GeenStijl» meldete das Resultat am schnellsten: «Die Niederlande verlieren den WM-Final» heisst es da, und weiter: «Schade, jammerschade. Spanien ist Weltmeister. 2 Minuten vor Schluss in der Verlängerung 0:1 verloren. Todtraurig. In vier Jahren wieder eine Chance.» «Niederlande Silber, Spanien Gold!» titelt «Trouw». Die «Volkskrant» meldet nüchtern: «Die Niederlande verlieren WM-Final gegen Spanien.» Das «Algemeen Dagblad» hats noch gar nicht mitgekriegt. Dort steht immer noch: «Oranje und Spanien kämpfen in der Verlängerung um den WM-Titel.» Etwas später wacht das «Algemeen Dagblad» dann auf: «Iniesta stürzt Oranje und Holland in tiefe Trauer» titelt das Blatt. «Es ist vorbei: Spanien Weltmeister nach atemberaubendem Kampf», verkündet der «Elsevier». Das «NRC Handelsblad» weist ebenfalls auf die Finalspiele von 1974 und 1978 hin. Und schreibt: «115 Minuten hielt Oranje gegen Spanien stand, aber schliesslich machte Andres Iniesta dem Traum ein Ende.» «Andres Iniesta schlug vier Minuten vor dem Schluss der zweiten Hälfte der Verlängerung zu (1:0)», konstatiert das «Leidsch Dagbald». Die flämische Zeitung «Het Laatste Nieuws» verwendet ebenfalls den Begriff «Trauma»: «Spanien besorgt Oranje nach 117 Minuten ein neues Trauma», titeln die Belgier. Ganz anders natürlich die Reaktionen in Spanien: «Wir sind die besten der Welt!», schreit «20 Minutos». «Weltmeister!», so der schlichte Titel von «ABC». Noch kürzer drückt es die «As» aus: «Meister!!» Dafür gibts hier zwei Ausrufezeichen. Der Redaktor von «el mundo» spricht vielen Spaniern wohl aus dem Herzen: «Ein ganzes Leben haben wir auf das gewartet! Spanien weint vor Freude!» Die «Marca», eigentlich Real-Madrid-freundlich, kennt keine innernationale Grenzen mehr: «Iniesta führt uns in den Himmel.» «Iniestazo», was in etwa mit «Iniesta-Coup» übersetzt werden kann «und Weltmeister!», freut sich «el mundo deportivo». «Iniesta-Coup und ...Könige der Welt!», so der «Sport».

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Das niederländische Boulevardblatt «De Telegraaf», die grösste Zeitung des Landes, titelte kurz nach Abpfiff: «Drittes Trauma für Oranje». Man habe Arjen Robben den Unglauben gleich nach dem Schlusspfiff direkt vom Gesicht ablesen können, schreibt der «Telegraaf». Der 26-jährige Stürmer hätte Oranje gleich zweimal zum WM-Titel schiessen können – «Auge in Auge mit Iker Casillas versagte er aber.» Die Spanier seien nach der 120 Minuten dauernden Verschleisspartie unerbittlich gewesen.

Auch «Trouw» will die Partie nicht rühmen: «Es war ein Kampf ohne brillantes Spiel. Beide Teams schienen doch zu stark mit den Nerven zu kämpfen, um einen Werbespot für den Fussball daraus machen zu können.»

Die «Volkskrant» schreibt von einem «hochdramatischen Abend in Soccer City», an dem der WM-Titel für die niederländische Mannschaft gerade ein bisschen zu hoch hing. «Spanien war im Final zu gut, auch wenn sich dies erst in der zweiten Hälfte der Verlängerung zeigte», analysiert das Blatt.

Das zuweilen überaus harte Spiel der Holländer wird vom «Algemeen Dagblad» erwähnt: «Das Duell war anfänglich nicht hochstehend, aber hart. Nigel de Jong und Wesley Sneijder begingen Fouls, die deutlicher nicht sein konnten.» Schnell hätten so die beiden «kontrollierenden Mittelfeldspieler» De Jong und Mark van Bommel die gelbe Karte gesehen.

««Es gibt Leute, die jetzt in Ruhe sterben können»

Deutlich positiver fallen natürlich die spanischen Berichte aus: «Der Traum wurde wahr...wir sind Weltmeister!!!» so die «Marca». Wie praktisch überall wurde auch hier nicht mit Ausrufezeichen gespart. «Wir werden es nie vergessen», versprach die Sportbibel später und erklärte: «Es gibt Leute, die jetzt in Ruhe sterben können.»

Auch die andere grosse Sportzeitung Spaniens, die «As» scheint durch den Titel befreit: «Weltmeister! Danke Iniesta». Derweil schreit «el Mundo»: Spanien, Spanien, Spanien!» und lobt sich selbst: «Wie grossartig du bist, Spanien!». Der Redaktor des Livetickers ist sich sicher: «Auf das haben wir ein Leben lang gewartet. Spanien weint vor Freude!»

Die Superlative kennen in den Medien kaum Grenzen. «El País» sieht das Land gar «auf dem Mond». Der Erfolg sei vor wenigen Jahren noch «utopisch» gewesen.

(dhr/fox)

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  • Harmlos am 15.07.2010 18:47 Report Diesen Beitrag melden

    ....................

    Harmlos was die spanier geleistete haben,,nicht einmal so eine grosse fest wie erwartet!!wenn brazilen gewinnt dann ist es 1000000 mal besser!!forza brazil e portugal

  • paedu am 13.07.2010 15:37 Report Diesen Beitrag melden

    Wieder was gelernt

    Irgendwie habe ich gedacht dass die Deutschen die grösste Klappe haben wenn sie mal etwas gewinnen.Seit vorgestern weiss ich es besser..Trotzdem,herzlichen Glühstrumpf zum Titel liebe Spanier.Und nicht zuviel Sangria saufen:-)

  • Josef Stulz am 13.07.2010 10:57 Report Diesen Beitrag melden

    Emotional

    Spontan, gefühlvoll emotional genial. Man spürt die Liebe zu seiner wunderbaren Freundin. Ein toller, fairer Sportsmann. Bravo Iker

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