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Neben dem Platz

12. Juli 2010 11:59; Akt: 12.07.2010 14:21 Print

Die besten WM-SprücheDie besten WM-Sprüche

Die WM in Südafrika ist vorbei - haften bleiben die Erinnerungen. Spieler und Trainer tragen mit ihren Aussagen auch dazu bei.

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«Bei den Toren ist es wie beim Ketchup. Wenn etwas kommt, kommt gleich alles auf einmal.» Cristiano Ronaldo, nachdem er in der Nati nach 16 Monaten wieder ein Tor erzielte. «Die einen sollen auf dem Fussballfeld pfeifen, die anderen am Strand.» Der Schweizer Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld über die Leistung des saudi-arabischen Schiedsrichters Khalil Al Ghamdi gegen Chile. «Wo keine Muskeln sind, kannst Du Dir auch nicht wehtun.» Deutschlands Stürmer Thomas Müller über das Glück, nicht verletzungsanfällig zu sein. «Das ist wie ein Faustschlag von Muhammad Ali.» Argentiniens Nati-Trainer Maradona nach dem 0:4 gegen Deutschland. «Bei Neuseeland standen alle hinten drin, da fehlte nur noch der Trainer.» Italiens Captain Fabio Cannavaro nach dem 1:1 gegen Neuseeland. «Ich hatte das Gefühl, dass die Kroaten auch noch ein paar Möglichkeiten hatten.» Deutschlands Trainer Joachim Löw nach der Niederlage gegen Serbien. «Ich heisse Claudemir Jeronimo Barreto. Nicht Maria und nicht da Silvo.» Deutschlands Cacau zu den Unstimmigkeiten über seinen Namen. «Wir haben ihm ein Beruhigungsmittel gegeben, damit er gelassener wird.» Brasiliens Trainer Carlos Dunga über den Tatendrang von Kaka. «Am Ende ist die Hand Gottes jetzt meine.» Uruguays Luis Suarez nach seinem Handspiel im Spiel gegen Ghana. «Ich werde nicht über einzelne Spieler reden – aber Rooney spielte nicht wie Rooney.» Englands Natitrainer Fabio Capello zur Leistung seines Stürmers gegen Algerien. «Wir sind 23 Löwen, die in ihrem Käfig herumlaufen und darauf hoffen, dass der Wärter vergisst, die Türe zu schliessen.» Der dänische Nationalspieler Jon Dahl Tomasson vor dem ersten Gruppenspiel. «In Brasilien und Argentinien wachsen die guten Spieler auf den Bäumen. Wir müssen sie suchen.» Griechenland-Trainer Otto Rehagel vor dem Spiel gegen Argentinien. «Frühstück, Training, Mittagessen, Bett, Abendessen, Bett.» Englands Wayne Rooney über den Alltag zwischen den Spielen. «Letztes Jahr haben wir uns auf San Marino vorbereitet, jetzt können wir in das Achtelfinale einer WM einziehen.» Sloweniens Trainer Matjaz Kek vor dem zweiten Gruppenspiel gegen die USA. «Ich habe gehört, dass diese Trompeten, wie heissen sie noch gleich? Dass diese Vuvuzelas die Engländer im Spiel gegen Deutschland gestört haben. Also hoffe ich, dass sie auch Uruguay stören werden.» Ghanas Goalie Richard Kingson vor dem WM-Viertelfinale gegen Uruguay. «Darf ich erst einmal Urlaub machen?» Dänemarks Trainer Morten Olsen nach dem WM-Aus auf die Frage nach der Zukunft seines Teams. «Wenn das die besten Schiedsrichter sind, die die Fifa zu bieten hat, will ich die schlechtesten nicht sehen.» Neuseelands Captain Ryan Nelsen über die Leistungen der Herren in Schwarz. «Ich wollte weinen, als ich auf den Platz ging, aber ich konnte nicht weinen, weil sie sonst hinterher gesagt hätten, ich sei ein 'schwuler Pitbull'.» Chiles Gary Medel, der den Spitznamen «Pitbull» trägt, zu seinen Gefühlen beim WM-Debüt. «Da meine Frau nicht da ist, muss ich mit Harald kuscheln.» Deutschlands Miroslav Klose, als er neben DFB-Mediendirektor Harald Stenger (l.) sitzt. «Wenn wir sterben, sterben wir mit unseren Ideen.» Spanien-Stürmer Fernando Torres zum möglichen Ausscheiden des WM-Favoriten. «Ich bin 30, ich bin ein Mann, und auf die Härtefälle im Leben muss man eben vorbereitet sein. Als ich jünger war, hätte es mich sicher mehr getroffen.» Englands Goalie Robert Green nach seinem Patzer beim 1:1 im Auftaktspiel gegen die USA. «Er ist Richter, Jury und Henker. Der Typ hat meine WM gekillt.» Australiens Stürmer Harry Kewell nach seinem Platzverweis gegen Ghana über Schiedsrichter Roberto Rosetti. «Wir sind hier nicht in Nordkorea. Warum sagen Sie nicht einfach Ihre Meinung?» Ein Journalist will vom Fifa-Schiedsrichter-Obmann eine Antwort über die Leistungen seiner Männer, die er aber nicht bekommt.

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Nach einem Spiel ist es immer das gleiche Bild. Direktbeteiligte müssen den Medien über einen fragwürdigen Schiedsrichter-Entscheid oder ein Handspiel auf der Linie Auskunft geben. Der Schweizer Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld meinte zum Beispiel zur Leistung des saudi-arabischen Schiedsrichters Khalil Al Ghamdi im Spiel gegen Chile: «Die einen sollen auf dem Fussballfeld pfeifen, die anderen am Strand.» Hitzfeld regte sich vor allem über die rote Karte gegen Valon Behrami auf.

Aus spielerischer Sicht bleibt sicher die Goalie-Einlage von Luis Suarez haften. Im Viertelfinal gegen Ghana faustete der Uruguay-Stürmer mit beiden Händen einen Ball auf der Linie weg und rettete so seinen geschlagenen Goalie. Den fälligen Penalty verschoss Asamoah Gyan und Suarez verglich sich nach dem Spiel mit Diego Maradona: «Am Ende ist die Hand Gottes jetzt meine.»

Diese beiden Aussagen sind nur zwei von vielen. In der obenstehenden Bildstrecke haben wir für Sie die zehn besten Sprüche der WM zusammengetragen.

(heg)

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