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Countdown WM-Qualifikation

12. Oktober 2009 18:37; Akt: 12.10.2009 18:37 Print

Zwei böse Erinnerungen an IsraelZwei böse Erinnerungen an Israel

von Herbie Egli - Am Mittwochabend kommt es im Basler St. Jakob-Park zum grossen Showdown. Die Schweiz kann sich im letzten WM-Qualispiel gegen Israel direkt für die Endrunde in Südafrika qualifizieren. Glaubt man der Statistik, holen die Eidgenossen den benötigten Punkt.

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Johan Vonlanthen. Die Schweizer Natispieler hatten Israel bis jetzt im Griff. (Bild: Keystone)

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Zurücklehnen können sich die Schweizer Natikicker noch nicht. Die definitive Qualifikation für die WM-Endrunde im nächsten Jahr in Südafrika ist noch nicht ganz im trockenen. Dennoch dürfen sich die Eidgenossen grosse Hoffnungen machen, beim grössten Fussballturnier im nächsten Jahr dabei zu sein. In der Vergangenheit hat die Schweiz gegen Israel in einem Ernstkampf nämlich noch nie verloren.

Eine Niederlage in sechs Spielen

Die beiden Länder haben in ihrer Geschichte bis jetzt sechs Mal gegeinander gespielt. Die erste Begegnung ist über 41 Jahre her und die einzige Niederlage einer Schweizer Fussballnati gegen Israel. Am 14. Februar 1968 verloren die Eidgenossen unter dem damaligen Trainer Erwin Ballabio in Tel Aviv 1:2. Die nächsten zwei Aufeinandertreffen konnte die Schweiz unter Natitrainer Daniel Jeandupeux im Jahr 1987 aber beide für sich entscheiden. Der 1:0-Erfolg zu Hause und das 2:0 auswärts waren aber die bisher einzigen Schweizer Siege gegen Israel.

In diesen drei Spielen der beiden Nationalmannschaften ging es lediglich um die Ehre. Es waren alles Länderspiele und keine Qualifikationsspiele für eine EM- oder WM-Endrunde. Richtig zur Sache ging es erst vor fünf Jahren, als das erste von drei bisherigen WM-Qualifikationsspielen der Schweiz und Israel auf dem Programm stand.

Bänderriss und späte Gegentore

Am 9. Oktober 2004 standen sich die Schweiz und Israel zum ersten Mal in einem Ernstkampf gegenüber. In Tel Aviv trafen sich die beiden Nationen zum Qualifikationsspiel für die WM 2006. Die Partie endete 2:2. Für Tranquillo Barnetta war es jedoch ein rabenschwarzer Abend. Nach einer halben Stunde und einem sehr harten Foul musste der damalige Ostschweizer Shootingstar mit einem Kreuzbandriss verletzt ausgewechselt werden und fiel rund sechs Monate aus.

Ein knappes Jahr später - am 3. September 2005 - war Barnetta wieder dabei und gab es beim 1:1 im «Rückspiel» wieder keinen Sieger. Dennoch konnte die Schweiz am Schluss der Qualifikation jubeln. Sie hatte als zweitplatziertes Team hinter Frankreich zwar gleich viele Punkte wie Israel, war aber dank dem besseren Torverhältnis für die Barrage qualifiziert und schaffte schlussendlich die definitive WM-Qualifikation.

Eine solche ist nun wieder zum Greifen nah. Gewinnt die Schweiz am Mittwochabend einen Punkt gegen Israel, sind die Eidgenossen an der WM in Südafrika dabei. Dann ist das erste Spiel dieser Qualifikationsphase vom 6. September letzten Jahres fast vergessen. Damals führte die Schweiz in Israel eine Viertelstunde vor Schluss 2:0 und vergab nach zwei Gegentreffern - den letzten in der 92. Minute durch Ben Sahar - zwei wichtige Punkte. Genau dieser Ben Sahar muss am Mittwoch aber eine Gelbsperre absitzen und ist nicht dabei.

Die Israelis haben aber die gleiche Mentalität wie die Deutschen: Sie geben bis zum Schluss nie auf und dies musste die Schweiz vor einem Jahr eben schmerzhaft erfahren. Von den drei WM-Qualifikationsspielen gegen Israel haben die Eidgenossen aber noch keines verloren und daher liegt der psychologische Vorteil auf ihrer Seite. Gelingt dies auch ein viertes Mal, steht einem grossen, landesweiten Fussballfest am Mittwochabend nichts im Weg.

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