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Schweiz vs. Honduras

25. Juni 2010 20:29; Akt: 26.06.2010 02:40 Print

WM vorbei für SchweizerWM vorbei für Schweizer

von Reto Fehr, Bloemfontein - Die Schweiz verpasst die Achtelfinals nach einer bescheidenen Leistung gegen Honduras als Gruppendritte verdient.

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Hitzfeld setzte im Spiel der Wahrheit für die Schweiz mit Ausnahme des verletzten Philippe Senderos‘ auf die erfolgreiche Elf, welche das Wunder von Durban gegen Spanien bewerkstelligte. Damit musste Captain Alex Frei vorerst auf der Bank Platz nehmen, Blaise Nkufo agierte im nur gut zur Hälfte gefüllten Free State Stadion von Bloemfontein vor dem hängenden Stürmer Eren Derdiyok.


Nervöser Start der Schweiz

Obwohl die Schweiz zwei Tore benötigte, wich Hitzfeld zu Beginn nicht von seiner defensiven Taktik ab. Honduras machte das Spiel und griff teilweise mit fünf Spielern an. Die erste Schweizer Chance erarbeitete sich Derdiyok nach elf Minuten, sein Schuss strich jedoch am Pfosten vorbei. Nach 17 Minute köpfte wieder Derdiyok knapp am Tor vorbei, dieses Mal hätte er den Treffer erzielen müssen. Immerhin glich sich das Spielgeschehen nach dem nervösen Schweizer Start jetzt aus.

In den nächsten Minuten ereignete sich nicht viel, umso mehr dafür in Pretoria, wo Spanien mit 2:0 in Führung ging und Chiles Estrada mit Rot vom Platz flog. Dies bedeutete für den Moment: Der Schweiz würde schon ein 1:0 reichen. Die besten Chancen dieses schon in der ersten Halbzeit zu erzielen, bot sich Nkufo, welcher zweimal am zweiten Pfosten scheiterte.


Mit Hakan Yakin in die zweite Halbzeit

Zur Pause reagierte Ottmar Hitzfeld. Er brachte Hakan Yakin für den bis dahin blassen Gelson Fernandes. Dieser sollte der bis dahin lahmen Schweizer Offensive hinter den Spitzen neuen Schwung verleihen. Nur einmal schoss die Nati in den ersten 45 Minuten auf das Tor von Honduras. Barnetta wechselte als Folge darauf auf die linke Seite. Die erste grosse Torchance bot sich jedoch Honduras. Altstar David Suazo köpfte freistehend aus fünf Metern nur am Kasten Diego Benaglios vorbei.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Chile die Schweizer Ausgangslage bereits verschlechtert. Der neu eingewechselte Millar traf nämlich nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung mit einem abgefälschten Schuss zum 1:2. Die Schweizer Antwort darauf: Barnettas Schüsschen aus 16 Metern bereitete Torhüter Noel Valladares keine Probleme (60.). Drei Minuten später scheiterte auch Derdiyok aus ähnlicher Position. Während sich das Spiel jetzt zusehends in die Hälfte der Südamerikaner verlegte, blieben diese jedoch mit Kontern stets gefährlich.

Benaglios Heldentat

Das Tor wollte nicht fallen. Hitzfeld setzte noch mehr auf Offensive und brachte gut 20 Minuten vor Schluss Alex Frei. Nur zwei Minuten später bewahrte Benaglio mit einem sensationellen Reflex gegen Edgar Alvarez, welcher bei einem Konter mutterseelenalleine zum Abschluss kam, die Schweiz vor dem Rückstand. Praktisch im Gegenzug vergab Frei die Führung. Jetzt wars plötzlich eine unterhaltsame Partie – und Hitzfeld brachte sein letztes Ass: «Alpen-Messi» Xherdan Shaqiri ersetzte den defensiven Benjamin Huggel.

Gefährlich wurde es jedoch vor dem Honduras-Tor erst wieder in der 84. Minute, als Derdiyok und Yakin Zentimeter an einer Frei-Flanke vorbeisprangen. Bis dahin hätten die Honduraner allerdings mit etwas schnellerem Spiel im Konter den Schweizern das Genick längst brechen können.

So sank mit den Temperaturen in Bloemfontein mit jeder verpassten Aktion auch die Hoffnung der Schweiz. Vielleicht spürte man die Kälte jetzt aber auch nur intensiver, weil die Schweizer enttäuschten. Es blieb beim 0:0. Am Ende musste man gar mit diesem Resultat noch zufrieden sein.

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