Nati

03. Juli 2018 18:45; Akt: 03.07.2018 20:48 Print

Dieses Team bleibt ein uneingelöstes Versprechen

von Florian Raz, St. Petersburg - Die Schweizer verpassen in St. Petersburg ihr Rendez-vous mit der Geschichte. Sie reisen als Verlierer nach Hause.

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Die Nati hat eine riesige Chance weggeworfen. Schon lange reden die Spieler davon, an einer EM oder WM den Viertelfinal erreichen zu wollen. In Brasilien scheiterte der Kern der aktuellen Mannschaft in der Verlängerung des Achtelfinals an Argentinien, in Frankreich unterlagen die Schweizer den Polen im Elfmeterschiessen. Jetzt schlagen sie gegen Schweden ein verlockendes Angebot aus.



«Das Goal muss man selber schiessen»


Die Schweizer Fans in St. Petersburg sind nach der Niederlage selbstkritisch, anerkennen aber den schwedischen Sieg. Video: SDA


Ein wunderbares Schweizer Märchen, ein langer russischer Sommer schien greifbar mit all den ­Favoriten, die sich vorzeitig aus dem Turnier verabschiedet haben. Jetzt müssen die Schweizer neidisch zuschauen, wie es die biederen Schweden sind, die weiterträumen dürfen.

Eine ganz normale Schweizer Nati

Diese Nati bleibt ein uneingelöstes Versprechen. Ein Versprechen, das diese Generation mit sich trägt, seit die Schweizer 2009 U-17-Weltmeister und 2011 Zweiter der U-21-EM wurden.
Keine Nati ist je so selbstbewusst aufgetreten wie die aktuelle Ausgabe. Nie hat ein Schweizer Team so sehr daran geglaubt, dass es nach den Sternen greifen kann. Das ist eine der Stärken dieser Gruppe. Und doch hat sie wieder ihr Rendez-vous mit der Fussballgeschichte verpasst. Sie darf weiterhin nicht mit den ganz Grossen mitspielen.

Die Euro 2020 wird die voraussichtlich letzte Chance dieser ehrgeizigen Generation sein. Bis dahin ist sie, was sie nie sein wollte: eine ganz normale Schweizer Nationalmannschaft. Nicht schlechter als andere Ausgaben – aber halt auch nicht so viel besser, wie sie das von sich selber glaubte.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • f. orsberg am 03.07.2018 19:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    No more adlern

    Sorry, da war der Adler wohl noch nicht aus dem Horst! Peinliche, unmotivierte Leistung!

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  • Sam T am 03.07.2018 19:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Liefern statt gross reden

    Mit grossen Sprüchen erreicht man im Fussball nichts - nur mit Toren.

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  • walter s. am 03.07.2018 19:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gelobt 

    wenn die schweiz in der quali gegen schwache gegner gewinnt ,wird immer in den höchsten tönen gelobt

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Die neusten Leser-Kommentare

  • lars am 03.07.2018 20:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zu fest Abgehoben ?

    Ich finde diese Nati braucht einen Trainer der die Spieler zürück auf den Boden bringt!! Einige Spieler haben eine Arroganz die man einfach nicht akzeptieren kann. Du kanst nicht gegen Schweden über 90 Minuten mit hohen Flanken zu Chancen kommen .. schon die Leistung gegen Costa Rica war unterirdisch schlecht. Ich sehe kein konzept bei dieser Mannschaft sorry.

  • DS am 03.07.2018 20:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hochmut kommt vor dem Fall!

    Wie peinlich! Das dachte ich mir schon, dass es so kommt! Wenn man vor dem Spiel, Schweden als den einfachsten möglichen Gegner benennt und sich schon vor dem Spiel im 1/4 Final sieht! Hochmut kommt vor dem Fall! Seien wir mal ehrlich! Hat die Schweiz überhaupt nur ein einziges in der Vorrunde brilliert ausser den letzten 10 min als der albanische Adler flog!?

  • T. aus A. am 03.07.2018 20:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Motivation

    Leider nur ein mal ein engagiertes spiel gegen Serbien. Ich frage mich wieso? Ah ja, dort waren unsere hochgelobten starspieler ja auch motiviert. Wieso nur?

  • Paul Wolfisberg am 03.07.2018 19:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Feuer?

    Wenn bei so einem Spiel das Feuer nicht brennt, wann dann???

  • der Serbe am 03.07.2018 19:44 Report Diesen Beitrag melden

    Alles kommt zurück

    Naja was soll ich sagen. Die Schweizer Nati hatte gegen Serbien Glück. Hätten wir den Penalty gekriegt dann wäre es 2:0. Die Serben wären weiter. Der Fehlentscheid hat uns die Qualifikation ins Achtelfinale gekostet. Dann noch das mit dem Doppeladler. Ich habe nichts gegen die Schweiz aber nach der Aktion mit dem Doppeladler ,,hets bi mir abglöscht ". Dann noch die Überheblichkeit man wäre schon im Finale. Statt sich auf Schweden zu konzentrieren, haben Sie schon über den nächsten Gegner gesprochen. Wie sagt man so schön, Hochmut kommt vor dem Fall.