Boris Smiljanic

06. Juli 2018 14:42; Akt: 06.07.2018 15:42 Print

«Ich finde das sehr heikel»

SFV-Generalsekretär Alex Miescher denkt laut über die Abschaffung der Doppelbürgerschaft nach. Der Schweizer Ex-Nationalspieler Boris Smiljanic äussert sich.

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Wollen wir noch Doppelbürger in der Schweizer Nationalmannschaft, wäre das denkbar? Dies fragte sich SFV-Generalsekretär Alex Miescher – er fragte ganz öffentlich, im Interview mit dem «Tages Anzeiger». Diese mögliche Änderung schlägt hohe Wellen und wirft weitere Fragen auf.

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Doppelbürger: Sollen Nati-Spieler auf den zweiten Pass verzichten müssen?

Ist so eine Forderung letztlich ein Eigentor? Wandern dann nicht Spieler ab, die das Nationalteam gut gebrauchen könnte? Brüskiert man nicht aktuelle Nationalspieler mit zwei oder mehr Pässen? Und diskriminiert man nicht Doppelbürger? Der Schweizerische Fussballverband machte auf Anfrage keine weiteren Aussagen zur Thematik.

Smiljanic wünscht sich Veränderungen

Boris Smiljanic, aktueller Trainer des FC Schaffhausen und Ex-Nationalspieler (er machte drei Spiele für das Schweizer Nationalteam), ist in Baden geboren, hat aber kroatische Wurzeln. Der 41-Jährige sagt zum Thema: «Wenn man in die Landespolitik eingreift, finde ich das sehr heikel.» Er denkt aber, dass man auf sportpolitischer Ebene Änderungen anstreben sollte. Smiljanic schlägt vor: «Ich wäre für eine Lösung, wie sie früher von der Fifa gehandhabt worden ist: Wenn ein Spieler für die U-18 und U-21 eines Landes nur schon eine Minute gespielt hat, sollte kein Nationenwechsel mehr möglich sein.»

WM-Center

(hua)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Martin Brändle am 06.07.2018 14:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Entscheiden!

    Mann kann eben nicht immer "De Foifer und s'Weggli" haben. Einmal muss man sich entscheiden!

  • Markus am 06.07.2018 14:55 Report Diesen Beitrag melden

    Einmal gespielt immer dabei

    finde auch wer mal für ein Nationalteam aufgelaufen ist dar die Nation nicht mehr wechseln. So sollte es sein.

  • Maria F am 06.07.2018 14:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eine sportliche Lösung sollte angewendet werden

    Smilijanic bringt es auf den Punkt! Die Spieler sollten nicht mehr wechseln können, sobald sie schon als Jugendliche mal für die Nati gespielt, oder sich dafür entschieden haben!

Die neusten Leser-Kommentare

  • nora am 06.07.2018 23:59 Report Diesen Beitrag melden

    sehr weit überlegt

    ah cool. bin halb schweizerin und halb marokkanerin. darf ich mich dann zwischen meinen eltern entscheiden oder wie? aaajaaaaa geht garnicht. Den marokkanischen pass kann man nähmlich nicht abgeben. cool. solange wir keine anderen probleme haben.

  • Schweiz-Italienerin am 06.07.2018 16:25 Report Diesen Beitrag melden

    Doppelbürger

    Es gibt Doppelbürger und Doppelbürger. Ich wurde mit zwei Pässen geboren da meine Mutter Schweizerin und mein Vater Italiener ist, also fliesst Blut von beiden Ländern in meinen Venen. Warum müsste ich mich für einen Teil entscheiden und den anderen negieren? Ich möchte hier zu den Wahlen gehen aber auch in Italien mitbestimmen, weshalb sollte ich dazu kein Recht haben?

  • Gwunderi am 06.07.2018 16:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Ich finde es nicht ok, dass man jetzt da sie ausgeschieden sind so auf die Nati los geht Sie haben sich für die Schweiz entschieden und reissen sich den A.... auf! Wären sie weiter, würde sich jeder mit UNSERER Nati brüsten. Wie bei den Amis. Dort sind es auch die Schwarzen Staatsangehörigen die die Medallien holen. Schade, dass wir immer noch so engstirnig denken!

  • CHerin am 06.07.2018 16:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bei der Führung fängt es an

    Packen wir doch diese Vorschläge und das Wenn oder Aber beim Wort: Bei der FÜHRUNG fängt das an, entweder sie erfüllen die Richtlinien, wenn nicht, hat es für die Spieler Folgen. Die Fussballmannschaft ist ein Management und diese Buebe müssen geführt werden!!!! Herr Petkovic!!!! Egal ob Schweizer oder Doppelbürger und die sollen sich nicht wie Könige benehmen!

  • Doppelbürger am 06.07.2018 16:19 Report Diesen Beitrag melden

    Ist doch kein Problem

    Aber wenn man sich für ein Land entscheidet, dann sollte man dies auch repräsentieren, und die andere Zugehörigkeit fern halten vom Nationalen Fussball.