Atomstreit

14. Mai 2012 12:47; Akt: 14.05.2012 13:00 Print

Iran und IAEA verhandeln in Wien

In Wien haben sich Vertreter des Irans und der Internationalen Atomenergiebehörde zu Gesprächen getroffen. Nach zwei erfolglosen Versuchen bleiben die Erwartungen jedoch tief.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Vertreter des Iran und der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) sind am Montag in Wien erstmals seit drei Monaten zu Gesprächen zusammengekommen. An den zweitägigen Beratungen hinter verschlossenen Türen nehmen der iranische IAEA-Gesandte Ali Asghar Soltanieh und IAEA-Chefinspektor Herman Nackaerts teil.

Bei den Gesprächen in der iranischen Botschaft geht es weniger um konkrete Fragen zum Atomprogramm, sondern um die Arbeitsbedingungen der IAEA-Kontrolleure. Zwei Verhandlungsrunden zwischen der IAEA und dem Iran waren Anfang dieses Jahres ohne Ergebnis geblieben.

Der Iran als Mitglied des Atomwaffen-Sperrvertrages verweigert derzeit noch immer den Zugang zu bestimmten Forschungszentren, in denen der Westen geheime militärische Programme zum Bau einer Atombombe vermutet. Teheran weist diese Vorwürfe zurück und pocht auf sein Recht zur friedlichen Nutzung der Atomenergie.

Zugang wichtig

IAEA-Chefunterhändler Herman Nackaerts sagte dazu vor Beginn der Gespräche, man wolle ein Abkommen mit dem Iran zur Untersuchung der offenen Fragen. «Es ist wichtig, dass der Iran uns den Zugang zu Menschen, Dokumenten, Informationen und Standorten freigibt.»

Nur rund eine Woche nach den aktuellen Gesprächen stehen in Bagdad zudem Atomverhandlungen zwischen dem Iran und den fünf Mitgliedern des UNO-Sicherheitsrats sowie Deutschland an. Es ist dies das erste Mal seit fünfzehn Monaten, dass die sogenannte 5 1- Gruppe zu Atomgesprächen über den Iran zusammenkommt.

Dabei könnte der Westen dem Iran möglicherweise anbieten, ihm die Anreicherung von Uran bis fünf Prozent zu erlauben, wenn Teheran im Gegenzug strengen Kontrollen zustimmt. Nach wie vor höchst besorgt über das iranische Atomprogramm ist Israel, das darin eine existenzielle Bedrohung für das eigene Land sieht und kürzlich mit Luftangriffen auf die iranischen Atomanlagen gedroht hat.

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • t.ruther am 14.05.2012 13:53 Report Diesen Beitrag melden

    darum

    Alle US-Geheimdienste & US-Verteidigungsminister schliessen es aus das Iran die Bombe hat. Und der Iran wäre auch nicht so blöd eine Bombe einzusetzen.. Es geht einfach darum noch eines der letzten Länder welche sich nicht der US-Diktatur beugen, und sich erpressen lassen, zu "demokratisieren". Es geht darum Israel Macht in der Region zu vergössern usw

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • t.ruther am 14.05.2012 13:53 Report Diesen Beitrag melden

    darum

    Alle US-Geheimdienste & US-Verteidigungsminister schliessen es aus das Iran die Bombe hat. Und der Iran wäre auch nicht so blöd eine Bombe einzusetzen.. Es geht einfach darum noch eines der letzten Länder welche sich nicht der US-Diktatur beugen, und sich erpressen lassen, zu "demokratisieren". Es geht darum Israel Macht in der Region zu vergössern usw

    • Jeff am 14.05.2012 15:03 Report Diesen Beitrag melden

      genau....

      Schön gesagt....genau so ist es! Und da Israel selber eine Menge A-Bomben und nicht mal den Atomsperrvertrag unterschrieben hat, sollten sie sich lieber mal stillhalten! Es wäre besser wenn man Irael mal auf die Finger klopfen würde...aber eben, der grosse Bruder(USA) ist ja immer zur Stelle!

    • ramon walther am 14.05.2012 15:16 Report Diesen Beitrag melden

      Genau!

      Ganz deiner Meinung. hinzufügen kann vielleicht noch, dass kein Land so viel von ihrer Atompolitik zeig wie der Iran.

    einklappen einklappen